Die Spieleindustrie hat da auch echt so ein bisschen ein Problem. Einen spaßigen Gameplay-Loop bekommt jede Solo-Entwickler*in hin. Mit mehr Budget kann man dann teilweise andere Gameplay-Loops bedienen, sowas wie zum Beispiel Echtzeitstrategie oder VR. Aber spätestens bei AAA-Budget holt man aus so einem Gameplay-Loop nichts neues mehr heraus.
Stattdessen werden dann oft weitere Gameplay-Loops neben dran geflanscht (in so einem GTA kann man Autofahren und Schießen und Roleplay und Minigames usw.). Und dann wird aber auch Beiwerk geschaffen, das um den Gameplay-Loop herum existiert, also Story und Lore und Open-World und Gedöns. Und dieses Beiwerk ist unausweichlich weniger spaßig als der Gameplay-Loop. Es nimmt Zeit weg, die man im Gameplay-Loop verbringen könnte. Im Schnitt wird das Spiel dadurch weniger spaßig.
Jetzt muss nicht jedes Spiel maximal spaßig sein. Es gibt zum Beispiel absolut eine Daseinsberechtigung für Story-lastige Spiele, die auch mal schwergewichtige Themen aufarbeiten. Aber wo es eben dann doch zum Problem wird, ist wenn AAA-Spiele gar nicht mehr maximal spaßig sein können, sondern immer krampfhaft dieses Beiwerk haben müssen, weil man das Geld ja irgendwie ausgeben muss.