Früher hat man Spiele aus intrinsischer Motivation heraus gespielt. Also weil man Spaß am Spielen hatte.
Heute spielen die Meisten mit extrinsischer Motivation. Also um ein Ziel zu erreichen, das einem vom Spiel vorgegeben wird.
Ursache ist dass Spiele heute anders designt werden. Früher hatte nichtmal jeder eine Festplatte, um den Spielstand zu speichern. Die meisten Spiele konnte man deshalb in wenigen Stunden durchspielen. Dadurch konnte man aber Spiele auch gleich gebraucht weiterverkaufen, so dass der Gebrauchtmarkt dem Neumarkt Konkurenz gemacht hat.
Die Hersteller haben deshalb die Spiellänge immer mehr aufgebläht, um das Spiel länger zum Vollpreis vermarkten zu können. Aber um das mit vertretbarem Entwickler-Aufwand zu machen, muss der Spielfortschritt verlangsamt werden - das Grinding wurde erfunden. Und damit die ganzen Gamification-Mechanismen mit kleinen Dopamin-Belohnungen für erreichte Zwischenziele, um Spieler bei der Stange zu halten.
Man kann aber auch bewusst wieder mehr spielen wie früher: Die Spielwelt bewundern, Sachen ausprobieren, auf optimierte Meta-Builds scheißen und in-game-Katzen streicheln.