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submitted 12 hours ago by lokalhorst@feddit.org to c/dach@feddit.org
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[-] bad1080@piefed.social 12 points 5 hours ago

können minister bitte auch schlechtleistung am gehalt spüren?

[-] 123@feddit.org 2 points 5 hours ago

Wie wird politische Schlechtleistung messbar, kaum/gar nicht manipulierbar und wie lassen sich demokratisch Sanktionen beschließen und durchsetzen?

[-] bad1080@piefed.social 5 points 4 hours ago
[-] 123@feddit.org 1 points 4 hours ago

Hä? Ich verstehe tatsächlich nicht wovon du sprichst.

[-] bad1080@piefed.social 1 points 2 hours ago

die frage war wie man das fest macht: siehe wahlversprechen vor der wahl, dann n.d. amtsperiode sehen wieviel davon geschafft worden ist, dann gehalt entsprechend kürzen. oder wenn sogar entgegen dem wahlversprechen gehandelt wurde ist der minister nun etwas schuldig.

[-] 123@feddit.org 1 points 1 hour ago

Da sehe ich ein Problem: Du kannst als Partei die Versprechen noch so "kleinschrittig" und ambitionslos formulieren, wenn es an die Umsetzung geht kannst und solltest du niemals nie zu 100 % stur alles exakt so umsetzen (können), weil inner- und außerhalb immer (auch berechtigte) Einwände auf dich einprasseln.

Außerdem spitzt sich formell und informell früher oder später so gut wie alles auf einige wenige Leute zu. Das fördert gefühlt mehrheitlich ein Selbstverständnis, mit dem etwa Minister*innen mit der politischen Arbeit auch ihr Ego pflegen wollen indem sie sich dadurch profilieren und ihre persönlich-individuelle Sicht der Dinge in ihre tägliche Arbeit mit einflechten. So entsteht auch eine Abweichung von Parteibeschlüssen und Regierungskursen.

Und dann ist da noch die in Teilen ungewisse Zukunft, die selbst bei noch so guten Absichten einen sprichwörtlichen Strich durch die Rechnung machen kann.

Du kannst demnach überrragend viel Beharrlichkeit, Idealismus und Willensstärke an den Tag legen, du stehst als Minister*in und einzelner Mensch dem Rest der Gesellschaft quasi immer gegenüber.

Statt als Amtsträger*in finanziell bestraft zu werden, sollten sie sich verbindlich mit allen möglichen Anspruchsgrurppen auseinandersetzen müssen und Entscheidungen umsetzen die eine möglichst beite Gruppe (überparteilich) erarbeitet hat. Damit würden wir aus meiner Sicht mehr Fortschritt erreichen als nach einer Legislatur befürchten zu müssen das eine Kehrtwende um 180 Grad eingelegt wird.

[-] JensSpahnpasta@feddit.org 5 points 6 hours ago

Ich weiß ja nicht. Es gibt ja mehrere Ursachen für die Verspätungen und das sind nicht immer alles Management-Themen. Ich fürchte nur, dass da dann jetzt die falschen Incentives gesetzt werden. Das eine sind z.B. überlastete Gleise. Merkt man, wenn man mal in Köln Hbf ist. Da folgt wirklich ein Zug auf den anderen und selbst kleinere Verzögerungen, weil irgendeine Gruppe mit Fahrrädern kommt oder irgendwer die Tür aufhält, dann zieht sich das einmal durch. Ein cleverer Manager kann jetzt natürlich diverse Züge streichen und die Lage wird auf der Verspätungsfront besser, aber es gibt weniger Züge. Oder auch "Personen im Gleis". Ändere die Regeln. Kachel durch. Auch nicht so gut.

[-] aaaaaaaaargh@feddit.org 19 points 9 hours ago

Zwei Dinge dazu:

  1. Das gibt es schon! Und das ist Kern des Problems, denn u.a. wegen dieser Regelung werden Züge lieber gestrichen als sie verspätet ankommen zu lassen. Der Trick dabei: ein ausgefallener Zug kann nicht zu spät kommen und zählt daher nicht in die Statistik. Der Herr aus dem ehemaligen Scheuer-Stab erfindet also gerade etwas, was schon da ist, aber nicht funktioniert.

  2. Verstehe ich das richtig, dass 100% Bonus für's Management dann bei 70% Pünktlichkeit erreicht ist, weil das die Akzeptanzquote vom Bund ist? Falls ja, ist das wirklich schlau oder sollte man nicht lieber sagen: ab 70% gibt es 70% Bonus, darunter gar nichts.

[-] aburgerabz@mastodon.social 0 points 9 hours ago

@aaaaaaaaargh @lokalhorst das ist doch so oder so unsinn. Wenn man leute hat, die sich für den laden interessieren, brauchts keine boni. Brauchts boni, hat man die falschen Leute, deren ehrgeiz nur ihre einkommensmaximierung ist.

[-] DrunkenPirate@feddit.org 0 points 3 hours ago* (last edited 3 hours ago)

Zumindest gibt’s dann Strafen (weniger Geld) wenn die es nicht hinbekommen

[-] aburgerabz@mastodon.social 2 points 2 hours ago

@DrunkenPirate nun, das, recht hohe, basisgehalt bekommen sie eh. Allenfalls keine boni.
Aber warum bekommen jene, welche die eigentliche arbeit machen nichts zusätzlich, wenn pünktlichkeit besser wird?
Diese chefboni sind doch einfach ein selbstbedienungsprinzip derjenigen, die eh schon am besten bezahlt sind.

[-] DrunkenPirate@feddit.org 1 points 1 minute ago

Das darfst du mich nicht fragen. Ich halte diese Boni auch für unsinnig.

Ach ja, schon wieder diesen Ansatz, "wenn ihr noch ein bisschen stärker anpackt, dann kann man die Pünktlichkeit aus der Luft zaubern". Hat ja die letzten Male auch so gut geklappt.

[-] frischkaesbagett@feddit.org 22 points 10 hours ago

Wichtig: Der dude ist verfassungsrechtlich kein verkehrsminister. Er wurde nicht vereidigt.

[-] ardorhb@discuss.tchncs.de 11 points 9 hours ago

Aber bitte nicht nur an die Pünktlichkeit koppeln. Gibt da schon noch nen paar andere wichtige Punkte. Sonst steht der nächste Unfall, wo man vorher eigentlich wusste das die Strecke zu muss aber zugunsten den Pünktlichkeit offen bliebe, bald bevor.

[-] Zwuzelmaus@feddit.org 25 points 11 hours ago* (last edited 11 hours ago)

Kein Problem, da wird einfach der Grenzwert niedriger gesetzt. Heute gilt ein Zug nicht mehr als verspätet, sondern als ausgefallen, wenn 60 Minuten überschritten werden. Da definiert man stattdessen z.B. 20 Minuten.

Schwupps, schon hat man nur noch halb so viele verspätete Züge.

[-] Hapankaali@lemmy.world 16 points 11 hours ago

In den Niederlanden, wo die Bahn auch in 90er Jahren semiprivatisiert ist, ist es schon ewig so, dass das Gewinn der Bahn direkt abhängig ist von der Pünktlichkeit. Es ist dann natürlich nicht die Bahn selber, die bestimmt was als pünktlich gilt.

Ist das alles nicht selbstverständlich?

[-] Jesus_666@lemmy.world 3 points 8 hours ago

Deshalb sollten verspätete Züge nicht aus der Statik fallen. Entweder pauschal als drei Stunden zu spät abrechnen oder separat führen.

95% Pünktlichkeit aber 10% Ausfallquote? Das wird ein schmaler Bonus.

[-] D_a_X@feddit.org 4 points 11 hours ago

Hier die Meldung zum Thema von der Tagesschau

[-] ComfortableRaspberry@feddit.org 9 points 11 hours ago

"Es wird sich konkret auf die Bonuszahlungen von Bahnmanagern auswirken, wenn die Ziele, die der Bund vorgibt, nicht eingehalten werden." Der Bund bereitet derzeit eine neue Finanzierungsvereinbarung mit dem Staatskonzern vor, in der genau geregelt wird, wie viele Milliarden für die Schieneninfrastruktur fließen. Diese Gelder sollen künftig an Vorgaben geknüpft werden.

Er redet von Bonus, aber sie passen die Vereinbarung für die Finanzierung der Infrastruktur an? Liegt dieser Widerspruch an der Wortwahl der Tagesschau? Sonst lese ich hier raus, dass es bei zu vielen Verspätungen weniger Geld für die Infrastruktur gibt.. das fände ich dann doch etwas sinnbefreit

[-] pulsey@feddit.org 6 points 10 hours ago

The beatings continue until the morale improves.

this post was submitted on 09 Aug 2026
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