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Ich könnte einfach einen Operationstermin mit einem Krankenhaus vereinbaren, mich operieren lassen und den Arzt bitten, mir eine zweiwöchige Krankmeldung auszustellen, die übliche Dauer für eine Operation dieser Art.

Ich könnte es dem Arbeitgeber auch im Voraus mitteilen, damit er mich für diese zwei Wochen nicht einplant.

Wenn ich mich für Plan A entscheide, verschwende ich keine Urlaubstage. Wenn ich mich für Plan B entscheide, verliere ich zwei Wochen Urlaub.

Was ist in Deutschland üblich?

all 18 comments
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[-] MLM@feddit.org 36 points 3 days ago* (last edited 3 days ago)

Üblich wäre:

Du holst dir den Termin beim Arzt und gibst deinen Arbeitgeber bescheid wann dieser ist (welche Art von Operation geht ihn nix an) und erwähnst das der Arzt dir gesagt hat das du danach zwei Wochen ausfallen wirst.

Urlaub brauchst du niemals nehmen wenn du dich von einer Operation/Krank erholst.

[-] molker348@feddit.org 5 points 3 days ago

formuliere ich es so?

Sehr geehrter Herr Arbeitgeber,

am 18.8 werde ich mich eine Operation unterziehen. Ich weiß immer noch, ob ich am 19.8 arbeiten darf / mir ist immer noch nicht klar, wie Lange meine AU dauern wird.

Grüße

[-] Padit@feddit.org 14 points 2 days ago

Gegenvorschlag: ich würde erstens das persönliche gespräch suchen, aber wenn du es lieber schreiben willst:

Sehr geehrter Herr Arbeitgeber, ich werde mich am 18.08. auf anraten meines Arztes einer Operation unterziehen. Im Anschluss dieser Operation werde ich laut auskunft meines Arztes ca. 2 Wochen für die Genesung brauchen. Um die betrieblichen Auswirkungen meiner Abwesenheit so gering wie möglich zu halten, informiere ich Sie hiermit bereits im Voraus. Bei der Planung meiner Vertretung kann ich daher gerne tatkräftig unterstützen. Beste Grüße,

Und eigentlich nie details zur konkreten Diagnose teilen, nur das diese OP wichtig und vom Arzt empfohlen ist. Wenn dein Arbeitgeber halbwegs seriös ist,wird er aber auch nicht nachboren.

[-] Dunstabzugshaubitze@feddit.org 18 points 3 days ago* (last edited 3 days ago)

wieso verlierst du Urlaub, wenn du vorher bescheid sagst? du wirst in beiden Fällen einfach krankgeschrieben.

[-] molker348@feddit.org 7 points 3 days ago

was andere Ausländer mir sagen.

[-] B0rax@feddit.org 13 points 3 days ago
[-] SavinDWhales@lemmy.world 7 points 2 days ago

Wir wissen leider nicht, in was für einen Arbeitsverhältnis OP steht.

Bist Du bei einer Firma einfach so regulär angestellt? -> Vorher abstimmen, Krankmeldung/AU einreichen, keinen Ärger im Team wg. kurzfristiger Engpässe an Leuten.

Bist Du in einem "prekären" Arbeitsverhältnis und das Verhältnis zu Deinem Arbeitgeber ist eh nicht so gut - vielleicht lieber krank werden als vorher Bescheid geben.

Übrigens: Nach der Entlassung krank schreiben darf Dich das Krankenhaus nur bis zu 7 Tage, Verlängerung nur über Deinen Hausarzt.

[-] Lumidaub@feddit.org 11 points 3 days ago

Mein Mann ist Betriebsrat.

Wichtiger Hinweis: du musst deinem Arbeitgeber gar nix vorher sagen. Falls es sein könnte , dass die Ankündigung negative Auswirkungen auf deine Einteilung hat, dann sag nichts. Das bedeutet z.B., dass du vielleicht so eingeteilt wirst, dass du keine Zuschläge kriegst, um dann die Lohnfortzahlung während deiner Arbeitsunfähigkeit möglichst gering zu halten.

Wenn du kooperativ sein willst und dich gut mit dem Arbeitgeber verstehst, ist es aber natürlich total okay, frühzeitig Bescheid zu geben und die Schichtplanung zu erleichtern. Das ist auch dann übrigens kein Urlaub, sondern ganz normal Arbeitsunfähigkeit. Lass dir da nix erzählen.

Was du also schreiben könntest, wenn du dich dafür entscheidest, ist: "Ich setze Sie hiermit in Kenntnis darüber, dass ich mich am 18.8. einer medizinisch notwendigen Operation unterziehen werde. Danach werde ich voraussichtlich 2 Wochen nicht arbeitsfähig sein (d.h. 18.8. bis 1.9. inklusive). Sobald die ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorliegt, werde ich sie Ihnen zukommen lassen, ebenso eventuelle Folgebescheinigungen."

[-] Lumidaub@feddit.org 8 points 3 days ago

Nachtrag vom Mann - alternativer Weg, falls du nicht Bescheid geben willst, aber trotzdem die Schichtplanung erleichtern möchtest: reich Urlaub ein für die Zeit (damit ohne dich geplant wird) und reich dann die Krankmeldung für die Zeit ein (damit du die Urlaubstage zurück kriegst). Kann natürlich auch zu Unmut und Knatsch führen, je nach dem wie eure Personalabteilung so drauf ist.

[-] einkorn@feddit.org 9 points 3 days ago

Du verlierst in keinem Fall Urlaubstage. Wenn du während eines Urlaubs krank wirst und dir ein Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ausstellt, dich also krankschreibt, bekommst du sogar deinen Urlaubsanspruch zurück.

Theoretisch musst du deinen Arbeitgeber nicht informieren. Praktisch ist es allerdings meiner Meinung nach besser, wenn du Bescheid gibst, dass du ausfällst.

Daher mein Rat:

  • Operationstermin vereinbaren.
  • Arbeitgeber über den Termin informieren und dass du voraussichtlich zwei Wochen nicht arbeiten darfst.
    • Du musst nicht angeben, wieso du operiert werden musst. Deinen Arbeitgeber geht deine Krankenakte nichts an.
  • Am Tag der Operation direkt nach einer AU fragen.
[-] molker348@feddit.org 1 points 3 days ago

formuliere ich es so?

Sehr geehrter Herr Arbeitgeber,

am 18.8 werde ich mich eine Operation unterziehen. Ich weiß immer noch, ob ich am 19.8 arbeiten darf / mir ist immer noch nicht klar, wie Lange meine AU dauern wird.

Grüße

[-] einkorn@feddit.org 11 points 3 days ago

Ich würde es ungefähr so formulieren.

Sehr geehrter Arbeitgeber

Ich möchte Sie im Vorfeld informieren, dass ich mich aus gesundheitlichen Gründen am 18.8.2026 einer Operation unterziehen werde, nach der ich voraussichtlich mindestens zwei Wochen arbeitsunfähig bin. Eine AU reiche ich sobald wie möglich ein.

Mit freundlichen Grüßen molker

Dadurch hast du dich nicht festgelegt wie lange du krank sein wirst und der AG hat trotzdem etwas, mit dem er planen kann.

[-] Kaiser_Karl_II@feddit.org 9 points 3 days ago

Wieso verlierst du bei Plan B Urlaub? Kannst ihm ja vorher bescheid geben und dich krankschreiben.

[-] ladicius@lemmy.world 5 points 3 days ago* (last edited 3 days ago)

Zur Sicherheit nochmal für alle, die manchmal überlegen, offen mit Diagnosen zu sein, "Fairness" und so: Nie, niemals, never ever, im beruflichen Kontext irgendwelche Ursachen für AUB bzw. Diagnosen mitteilen. Nie, niemals, never ever. Stigma ist ein Arschloch und lässt Dich nie wieder in Ruhe.

Grundlage dieser dringenden Empfehlung: Erfahrungen (nicht nur von mir, sondern aus einem großen Kreis von Begleitern) aus zwei Jahrzehnten Begleitung von Menschen in Krisen, die oft aus den unterschiedlichsten Gründen per AUB für Entlastung sorgen müssen.

Alles Gute für Deine OP! Erhol Dich gut und nimm auch noch die dritte Woche, wenn es angeraten scheint. Deine Lebenszeit und Deine Lebensqualität gehen immer vor.

[-] kaida@feddit.org 4 points 2 days ago

Ich bin durchaus dafür das gründlich zu überdenken, allerdings möchte ich auch betonen, dass es auch gut gehen kann offen damit umzugehen: Ich hab meinem AG vor über 10 Jahren mitgeteilt, dass ich Depressionen habe, und das führte dazu, dass ich meine Wochenstunde reduzieren und mir meine Projekte aussuchen konnte. Es kommt halt immer auf die Vorgesetzten an und ich vermute in einer mittelgroßen Firma geht es eher als in einem Konzern oder Startup. Außerdem war ich bereits ca. 10 Jahre in der Firma bevor ich erkrankt bin, das hat sicherlich auch geholfen.

[-] Lumidaub@feddit.org 3 points 2 days ago

Sehr guter und wichtiger Hinweis. Der Grund für die Arbeitsunfähigkeit geht niemanden was an, außer dich und involvierte medizinische Fachkräfte.

[-] Sirence@feddit.org 2 points 2 days ago

Ist es eine Operation auf Rat des Arztes, oder eine optionale Operation wie Schönheitsop etc? Nur bei letzterem musst du dafür deinen Urlaub nutzen.

this post was submitted on 26 Jul 2026
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