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submitted 1 day ago* (last edited 1 day ago) by D_a_X@feddit.org to c/verkehrswende@feddit.org

Drei Betrag ist schon etwas älter, aber immer noch aktuell.

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[-] Fribbizz@feddit.org 17 points 21 hours ago

Hier finde ich den japanischen Ansatz charmant: man darf sich da nur dann ein Auto kaufen, wenn man einen eigenen Stellplatz dafür nachweisen kann. In der Straße von meinem Elternhaus hat einer gewohnt, der hatte bei nur einer eigenen Einfahrt einfach mal vier Autos besessen und Anspruch auf die gesamte Bürgersteiglänge in der Umgebung seines Reihenhauses erhoben. Dass seine Nachbarn jeweils vor ihrem eigenen Haus mal ihr eigenes Auto abstellen wollten oder gar Besuch empfangen wollten, wollte der nicht einsehen.

[-] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 4 points 20 hours ago* (last edited 20 hours ago)

Ich denke sowieso, es würde die Zahl der unnötigen Autofahrten in Städten und auch Parkplatzsuchverkehr solide reduzieren, wenn man Anwohnerparkausweise nur noch für Stellplätze in >= 700 Meter Entfernung = 10 Gehminuten von der Wohnung erteilen würde. Natürlich mit Ausnahmen für gehbehinderte Mitbürger! Dann würde vielen Leuten, die "absolut aufs Auto angewiesen" sind, plötzlich einfallen, dass sie doch 50% der Gänge zu Fuß, per Rad, oder per Bus erledigen können - und das sogar schneller ist. Und die, die tatsächlich ein Auto nutzen müssen, hätten freiere Strassen....

[-] rbn@sopuli.xyz 2 points 18 hours ago

Ich denke, da muss man sich etwas subtileres einfallen lassen. Wenn jeder 700 Meter vom eigenen Wohnort Abstand halten muss, obwohl andere direkt vor der Haustür parken dürfen, kann man da ja kaum eine Begründung dafür finden außer aktive Gängelung. Und damit treiben wir die Leute weiter in die Arme einer bestimmten Partei.

Dann würde ich eher einfach Parken am Straßenrand generell einschränken zu Gunsten von P&R Parkhäusern pro Wohngebiet o.ä.

Aber generell fürchte ich, dass das sehr unbeliebte Maßnahmen wären, die die Politik daher auch nicht im großen Stil umsetzen wird.

[-] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 2 points 18 hours ago

Wenn jeder 700 Meter vom eigenen Wohnort Abstand halten muss, obwohl andere direkt vor der Haustür parken dürfen, kann man da ja kaum eine Begründung dafür finden außer aktive Gängelung.

Es ist keine Gängelung, Aktivitäten einzuschränken, die andere objektiv beeinträchtigen . Parkuhren und Parkscheiben sind auch keine Gängelung und Klimaschutz ist ein übergeordnetes Ziel.

[-] rbn@sopuli.xyz 2 points 18 hours ago

Also wenn A vor der Haustür von B parken darf und B vor der Haustür von A, aber weder A noch B vor ihrer eigenen Haustür, weil sie 700 Meter Abstand halten müssen, dann ist das für mich Gängelung. Genauso gut könnte man fordern, dass Autos nach dem Einsteigen noch 10 Minuten warten müssen, bevor sie losfahren.

[-] Majoran@feddit.org 0 points 17 hours ago

Ist halt schon eine sehr idealistische Denkweise, es gibt auch noch was zwischen Gehbbehinderung und 700 Meter. Ich hatte mir mal für 2 Jahre ein Auto für 1500 Euro gekauft, weil es meine Pendelzeit von 5 Stunden auf 1 Stunde reduziert hat und ich das zu 8 Stunden Arbeit kaum psychisch ertragen hätte. Ein Gericht in deiner Welt würde mir aber sofort sagen, dass das alles schon zumutbar ist.

ÖPNV gesamt strukturell verbessern, dass sie sich einfach komfortabel in alle Lebenslagen integrieren, alles andere ist einfach nur Symptombekämpfung.

[-] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 4 points 17 hours ago

Ich hatte mir mal für 2 Jahre ein Auto für 1500 Euro gekauft, weil es meine Pendelzeit von 5 Stunden auf 1 Stunde reduziert hat

Ja dann pendelst Du halt eine Stunde umd zehn Minuten, ich sehe das Problem nicht.

Oder fährst mit dem Fahrrad oder Scooter zu deinem Auto.

Es wird immer die 2% Härtefälle geben, die mit einer Regelung nicht völlig glücklich sind.

[-] Majoran@feddit.org 1 points 16 hours ago

Wenn Stellplätze Pflicht werden, wird sich das auch ganz schnell im Preis reflektieren.

Ich finde Autos selber die Pest und meinen jetzigen Arbeitsweg von 2x6km fahre ich nun mit dem Fahrrad ganzjährig. Aber solche Gesetze werden eh wieder nur mehr Leute aufn Sack gehen. Ich brauch gute Infrastruktur und nicht noch mehr Ausgaben und Verträge für ein Auto in einer Autowelt.

[-] pantherina@feddit.org 1 points 17 hours ago

Oder man weist halt durch arbeitsplatz und wohnort nach, dass man mehr als die durchschnittlichen 12km pendeln muss.

Ob das jetzt sinnvoll ist, ist was anderes. Aber pendeln ist ja auch kein Traum, passt schon.

Vor allem gibt das dem System Legitimität

[-] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 1 points 17 hours ago

Was kriege ich dann für's 14 Kilometer mit dem Fahrrad pendeln?

[-] steiner@nrw.social 1 points 16 hours ago

@HaraldvonBlauzahn @pantherina nen Brief von Merz, dass du bei 14 km auch mal ruhig schon die erste Telefonkonferenz vom Rad aus machen kannst.

[-] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 2 points 17 hours ago

ÖPNV gesamt strukturell verbessern,

Das ist sicher sinnvoll und absolut nötig. Aber man muss auch die Nutzung des Autos im der Stadt auch etwas einschränken, das sagen auch Verkehrsforscher. Gerade auch, weil es wie eine abhängig machende Droge auf Bequemlichkeit zielt.

this post was submitted on 07 May 2026
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Verkehrswende

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