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[-] dreamless_day@feddit.org 5 points 5 days ago* (last edited 5 days ago)

Ich weiß nicht wie viel Geld du ausgeben willst, aber der Hälfte der Kindern überhaupt erstmal deutsch als Fremdsprache beizubringen ist halt was anderes als der Deutschunterricht, der in Deutschland angeboten wird. Man müsste eigentlich ein neues Fach erschaffen.

Nach 5 Jahren Stagnation und immer steigenden Steuern und Abgaben sollten wir vielleicht erstmal schauen, die Ausgaben nicht immer weiter steigen zu lassen. Wir können es uns momentan nicht leisten.

Es hat auch nichts mit Xenophobie zu tun einzusehen, dass unser Schulsystem mit der Masse an Einwanderung überlastet ist. Wie gesagt, der Deutschunterricht in Deutschland ist nicht darauf ausgelegt, Kindern deutsch als Fremdsprache beizubringen.

Auf der anderen Seite muss man die krasse Integrationsverweigerung von großen Teilen der Immigranten auch mal benennen. Es ist ein Skandal dass über 50% nicht mal meinen sie müssten deutsch lernen wenn sie nach Deutschland kommen.

[-] JensSpahnpasta@feddit.org 5 points 4 days ago

Ich weiß nicht wie viel Geld du ausgeben willst, aber der Hälfte der Kindern überhaupt erstmal deutsch als Fremdsprache beizubringen ist halt was anderes als der Deutschunterricht, der in Deutschland angeboten wird. Man müsste eigentlich ein neues Fach erschaffen. Es hat auch nichts mit Xenophobie zu tun einzusehen, dass unser Schulsystem mit der Masse an Einwanderung überlastet ist. Wie gesagt, der Deutschunterricht in Deutschland ist nicht darauf ausgelegt, Kindern deutsch als Fremdsprache beizubringen.

Das ist ... aber keine Überlastung, sondern halt pures Nicht-Wollen. Wir haben seit Jahrzehnten Nicht-Muttersprachler in den Schulen. Die Einwanderungswellen aus der Türkei. In den 1990ern die Aussiedler. Die Syrer. Die Ukrainer. Und noch viele andere. Wenn man dann als Kultusministerium bzw. Landesregierung nicht hinkriegt, sich mit den Realitäten zu befassen und genau Deutsch als Fremdsprache anzubieten, dann hat man versagt. Das ist nicht "mit der Masse an Einwanderung überlastet", sondern einfach ein "wir hassen Ausländer und finden die doof".

[-] dreamless_day@feddit.org 1 points 4 days ago

Es gibt Kinder bei denen das so ist != bei der Hälfte der Kinder ist das so

[-] JensSpahnpasta@feddit.org 2 points 4 days ago

Kannst du das etwas genauer ausführen? Ich verstehe deine Aussage nicht.

[-] kossa@feddit.org 7 points 5 days ago

Ich weiß nicht wie viel Geld du ausgeben willst,

So viel wie nötig.

aber die Hälfte der Kindern überhaupt erstmal deutsch als Fremdsprache beizubringen ist halt was anderes als der Deutschunterricht, der in Deutschland angeboten wird.

Ja, das stimmt. Muss man halt drauf reagieren und anpassen.

dass unser Schulsystem mit der Masse an Einwanderung überlastet ist.

Ja, weil wir es nicht anpassen.

Wir können es uns momentan nicht leisten.

Wir könnten uns quasi alles leisten, wenn wir Bock drauf haben. Hat man ja in den letzten Jahren gesehen. Mirnichtsdirnichts wurden ungeahnte Summen entdeckt, um Waffen zu kaufen. Aber bei Bildung geht das nicht, obwohl Bildung im Gegensatz zu Waffen tatsächlich eine Investition wäre und nicht konsumptiv. Konsumptive Ausgaben sind ja angeblich böse.

Auf der anderen Seite muss man die krasse Integrationsverweigerung von großen Teilen der Immigranten auch mal benennen

Herzlichen Glückwunsch, hast du erfolgreich benannt. Und nun? Sollten wir vielleicht den Kindern trotzdem auf die Sprünge helfen? Das sind schließlich die Arbeiter von morgen, die wir brauchen?!

[-] dreamless_day@feddit.org 1 points 5 days ago

Große Teile der Bevölkerung (und ich persönlich auch) geben schon an die 50% ihres Lohn ab. Mit AG-Anteil sind es weit über 50%. Tut mir leid, ich sehe es nicht ein noch mehr abzugeben, um einen nicht vorhandenen Integrationswillen abzufangen. Ich denke viele andere sehen es auch so, sonst würden rechte Parteien nicht konsequent über 50% bekommen.

Mirnichtsdirnichts sind die Ausgaben für Zinsen auf einmal auch ziemlich groß geworden, so dass wir nun noch mehr schauen müssen, woher der Haushalt genug Einnahmen bekommt. Zinsausgaben sind neben der Verteidigung der Bereich, der am größten wächst.

Wir können zumindest schon mal dafür sorgen, dass wir nicht noch mehr Kinder ohne grundlegende Deutschkenntnisse ins Schulsystem bekommen. Immigranten, die hier keinen legalen Aufenthaltstatus haben, können abgeschoben werden. Duldungen können überprüft werden, Asyl kann auf das eigentlich Asylrecht beschränkt werden.

Man kann arbeiten durch Senkung der Angaben wieder attraktiver machen. Wieso sollte man ne Fortbildung machen, sich weiterbilden und reinhängen, wenn von der Gehaltserhöhung nur 1/4 hängen bleiben? Attraktive hochqualifizierte Arbeit zieht hoch qualifizierte Leute an. Leute, die sich vielleicht eher integrieren wollen.

[-] helix@feddit.org 4 points 5 days ago

Große Teile der Bevölkerung (und ich persönlich auch) geben schon an die 50% ihres Lohn ab. Mit AG-Anteil sind es weit über 50%. Tut mir leid, ich sehe es nicht ein noch mehr abzugeben

Warum gehst du dann nicht auf die Straße, wenn Multimillionäre eher eine Steuerlast von 20% haben? Findest Du das nicht ungerecht?

Was können die Ausländer und Migranten dafür?

Immigranten, die hier keinen legalen Aufenthaltstatus haben, können abgeschoben werden. Duldungen können überprüft werden, Asyl kann auf das eigentlich Asylrecht beschränkt werden.

Haja dann gib doch den Ausländerbehörden, Staatsanwaltschaft und Polizei mehr Leute, damit die die ausreisepflichtigen Leute auch abschieben können. Das BAMF kämpft ums Überleben und der Bundeswehr geben wir Geld.

[-] dreamless_day@feddit.org 1 points 5 days ago

Ich sehe da kein entweder ... oder. Wir müssen auf jeden Fall dafür sorgen, dass reiche Menschen ebenfalls ihren Beitrag leisten.

Ausländer und Migranten können was dafür, dass sie sich in großen Teilen nicht richtig integrieren und damit dafür sorgen, dass die (grundschulische) Bildung den Bach runter geht. Wenn die Hälfte der Klasse nicht richtig deutsch spricht und Lehrkräfte das auffangen müssen, hat das auch Auswirkungen auf die andere Hälfte.

[-] Quittenbrot@feddit.org 5 points 5 days ago

Ausländer und Migranten können was dafür, dass sie sich in großen Teilen nicht richtig integrieren und damit dafür sorgen, dass die (grundschulische) Bildung den Bach runter geht.

Auch wenn ich dir grundsätzlich zustimme, dass man als Migrant bzgl der Integration in einer gewissen Bringschuld ist, gehören am Ende eben doch wieder zwei dazu: die Deutschen müssen diesen Rahmen und die Erwartungen der Integration auch klar abstecken. Das bedeutet einerseits, klar zu sagen, was man von den Leuten erwartet. Aber andererseits eben auch, den Leuten den Raum zur Integration zu geben. Wenn wir aber stattdessen beispielsweise Diskussionen darüber führen, ob der Islam nun zu Deutschland gehört, die Ausübung dessen aber in die Hände irgendwelcher türkischer Behörden legen, statt selber einen "deutschen Flavour" des Islams im Rahmen unserer Verfassungsordnung anzubieten, drängt man diese Leute an den gesellschaftlichen Rand. Fordern und Fördern.

[-] dreamless_day@feddit.org -1 points 5 days ago* (last edited 5 days ago)

Ich denke da muss man unterscheiden, wie jemand nach Deutschland gekommen ist. Gegenüber Leuten, die hier über die normalen Migrationwege herkommen, sich ein Visum besorgen, Arbeits-/Ausbildungs oder Studienplatz haben, die wir aktiv holen (wie zum Beispiel die Gastarbeiter) haben wir gewiss eine bringschuld. Hingehen Leuten die als Flüchtlinge kommen sind zu 100% selbst verantwortlich sich zu integrieren. Wir bieten ihnen schon Schutz und eine grundlegende Versorgung. Wenn sie es im Gegenzug nicht mal schaffen die Sprache zu lernen (was mit einem Smartphone heutzutage jeder kann), dann sollten sie sich überlegen ob sie hier richtig sind.

[-] helix@feddit.org 2 points 5 days ago

Was können denn die Kinder dafür, dass sich die Eltern nicht integrieren?

Und warum wollen sich die Eltern nicht integrieren?

Wie willst du das Problem lösen? Willst du den Eltern vorschreiben, wie sie ihre Kinder erziehen sollen? Wie stellst du dir das vor?

Viel sinnvoller ist es doch wenn die Kinder in der ersten Klasse schon sitzen bleiben können und eine Vorschulpflicht besteht. Vielleicht könnte man auch KiTas besser finanzieren.

Oder vielleicht könnte man den Eltern eine Integration ja auch erleichtern. Die Sprachkurse sind auch überfüllt und überfordert. Es ist viel leichter, Kindern Sprache beizubringen, als Eltern. Man muss aber beides tun.

[-] dreamless_day@feddit.org -2 points 5 days ago

Nichts, aber hier geht’s ja eher um den Schutz des Schulsystems und der Bildung in Deutschland.

Vorschläge wurden im Artikel ja gemacht. Man könnte auch Milieus aufbrechen und für mehr Durchmischung in den Gemeinden sorgen, wie es zum Beispiel Dänemark macht. Hilft sicherlich auch bei der Integration und bei den Deutschkenntnissen.

[-] kossa@feddit.org 2 points 5 days ago* (last edited 5 days ago)

ich sehe es nicht ein noch mehr abzugeben, um einen nicht vorhandenen Integrationswillen abzufangen

Siehste, und ich bin eigentlich nicht bereit mit meinen Abgaben einen nicht vorhandenen Fahrradfahrwillen abzufangen und Straßen für Autos bauen zu lassen ¯\_(ツ)_/¯. Müssen wir wohl beide durch.

Rede dir gerne weiter ein, dass

A. wenn die Abgabenlast sinken würde, du so viel mehr Geld hättest. Das nehmen sich die Arbeitgeber.

B. Wenn all' die böse Ausländer weg sind, dann sieht es viel besser aus an den Schulen. Spoiler: wird es nicht, der Förderbedarf bleibt bestehen.

Und die armen, armen Wähler. "Mir gefällt etwas nicht. Deswegen bin ic gezwungen Faschisten zu wählen". Jo, ist klar.

[-] dreamless_day@feddit.org 2 points 5 days ago

Und wie genau kommst du darauf, dass sich an der Schulsituation nichts ändern würde, wenn weniger Kinder da sind, die einfach kein deutsch können? Das betrifft ja nicht nur das Fach Deutsch, sondern als Grundlage für den Unterricht auch sämtliche anderen Fächer.

Natürlich muss man dafür kämpfen, dass eventuelle Abgabenreduzierungen auch bei den AN ankommen. Dafür sind Gewerkschaften da, die könnten wir auch mal wieder stärken. Andererseits sieht man an den Inflationsausgleichzahlungen oder dem Tankrabatt, dass Steuersenkungen auch weitergegeben werden.

Ich glaube kaum dass man die CDU faschistisch nennen kann.

[-] kossa@feddit.org 2 points 5 days ago* (last edited 5 days ago)

Und wie genau kommst du darauf, dass sich an der Schulsituation nichts ändern würde, wenn weniger Kinder da sind, die einfach kein deutsch können?

Weil die Kinder ja jetzt schon da sind und weitere kommen werden. Das Asylrecht wurde ja eingeschränkt, wir haben tolle illegale Grenzkontrollen, wir schieben nach Afghanistan zu Verbrechern ab. Wir nähern uns halt dem Maximum, was ohne ReMiGrAtIoN aka ethnische Säuberung möglich ist, und dann sinkt der Wert vielleicht von 53% auf 49%. Such wow.

Ich sehe halt in der KiTa maximal biodeutsche Kinder, und die können auch nicht richtig sprechen. Das ist halt das Ergebnis von personell unterbesetzten und überforderten KiTas, Eltern, die struggeln und deshalb nicht mir ihren Kindern reden. Die Gesellschaft erntet, was sie säht. Da können wir noch so fröhlich Menschen auf das Mittelmeer zurückschieben und ersaufen lassen ¯\_(ツ)_/¯

[-] dreamless_day@feddit.org -1 points 5 days ago

Ist ja schön, dass du zumindest zustimmst, dass die aktuell härte Migrationspolitik hilft. Natürlich wird es nicht alle Probleme lösen, aber es macht es nicht schlimmer.

[-] kossa@feddit.org 4 points 5 days ago

^^ Nö, sie hilft halt nicht. Wenn man schon so monokausal glaubt, dass ein Problem ursächlich ist für "alles andere", dann sollte man statt Migranten mal die Vermögensverteilung im Land angehen.

Glaube auch nicht, dass das alle Probleme™ löst, aber deutlich mehr als irgendwas mit Migrationspolitik.

Au contraire halte ich die restriktive Migrationspolitik für saudämlich, weil sie nämlich keine Probleme löst, aber halt Unmenschlichkeit normalisiert. Wenn wir dann endlich die Ausländer alle weg haben, und immer noch vor dem Scherbenhaufen stehen, haben wir uns daran gewöhnt, dass es normal ist Menschen..."loszuwerden". Und dann sind die scheiß Arbeitslosen dran. Und die ekelhaften Behinderten. Die grünen Lastenradheinis auch noch.

Alles schon dagewesen, alles schon gesehen.

[-] dreamless_day@feddit.org 0 points 5 days ago

Wo habe ich gesagt, dass damit alle Probleme gelöst werden?

[-] kossa@feddit.org 3 points 5 days ago

Zumindest das hier Besprochene. Du hast behauptet, dass meine aus dem Arsch gezogene von 53% Kindern mit Förderbedarf auf 49% Kinder mit Förderbedarf gesenkte Quote für das besprochene Problem eine Lösung wäre. Finde ich halt nicht. Ist ganz schön viel Aufwand, beim gleichzeitigen Über-Bord-Werfen "unserer geilen westlichen und christlichen Werte", für genau gar keine ernstzunehmende Verbesserung.

[-] dreamless_day@feddit.org 0 points 5 days ago

Ich hab nirgendwo behauptet, dass man damit allein die Probleme in den Grundschulen lösen kann.

Jeden ungefragt aufnehmen, der es irgendwie über unsere Grenze schafft ist ganz bestimmt kein westlicher Wert. Christlich? Vielleicht aber Hilfs-Bereitschaft und Möglichkeit hat nunmal auch Grenzen.

[-] Cacaocow@feddit.org 3 points 5 days ago* (last edited 5 days ago)

Wir nehmen ja nicht jeden ungefragt auf, die Menschen durchlaufen alle ein Asylverfahren. Und die Möglichkeiten werden ganz stark durch die finanziellen Möglichkeiten eingeschränkt. Und die könnte man definitiv lockern, ohne dafür Menschen in Kriegsgebiete zurückzuschicken oder in Unrechtsstaaten, wo sie dann hingerichtet werden.

Das Problem ist nicht die Zuwanderung, sondern die Unterstützung für Zugewanderte. Und jetzt kann man sich fragen, wieso sollten wir den Leute zuwandern lassen? Da gibt es einerseits die wirtschaftliche Perspektive, dass die Bevölkerung schrumpft, aber die Rentner trotzdem versorgt werden wollen. Und auch die menschliche Perspektive, dass man den Menschen in einer Notlage hilft, den ohne Not machen sich die Leute nicht die Mühe hier herzukommen. Und an der Notlage sind die westlichen Länder häufig massiv dran mitbeteiligt. Und von dem Unrecht, dass zu den Notlagen geführt hat, haben die Leute am meisten profitiert, die sich jetzt vor der Vermögenssteuer und co. drücken. Man kann also sagen, dass man mit einer Vermögenssteuer, die man in die Zugewanderten investiert, den Leuten das Geld zurück gibt, was man ihnen vorher genommen hat. Zu erwarten, dass man damit ja erstmal die Einheimischen entlasten soll, hieße nur sich selbst an dem Blutgeld bereichern zu wollen.

[-] dreamless_day@feddit.org 1 points 5 days ago

Wir nehmen ja nicht jeden ungefragt auf, die Menschen durchlaufen alle ein Asylverfahren.

Wie gut das funktioniert sehen wir ja an den Duldungszahlen. Wenn nur jeder hier wäre der Asyl bekommen hat, hätten wir kein Problem.

Ich glaube kaum, dass die Flüchtlingsmigration wirtschaftlich Sinn macht. Kann mich an eine ganz lustige Situation in der Lage der Nation mit einem Migrationsforscher erinnern, in der die beiden das unbedingt hören wollten. Der Forscher wollte aber nicht mitgehen.

Und bezüglich mit Mitschuld, wenn du mir mit westlichen Ländern die USA, UK und Frankreich meinst, da würde ich in Teilen mitgehen. Bei Deutschland wird es schon schwieriger, bei Polen, Bulgarien oder Finnland bin ich gar nicht dabei.

Sowieso finde ich diese Denkweise irgendwie merkwürdig. Das spricht den Menschen und Ländern ihre Selbstverantwortung und damit auch ihre Souveränität ab. Find ich ehrlich etwas paternalistisch.

[-] Cacaocow@feddit.org 2 points 4 days ago

Wieso meinst du ist es schwierig Deutschland Mitschuld zuzuschieben? Klar hat Deutschland seine Kolonien als erstes verloren, aber da hat die Ausbeutung ja nicht aufgehört. Z.B. die EU (und da gehört Deutschland dazu, und hat auch einen sehr großen Einfluss [übrigens auch Polen und Bulgarien]) mit ihrer Handelspolitik fördert die Ausbeutung für den eigenen Vorteil. Z.B. gibt es auf Kakao als Rohstoff keinen Einfuhrzoll. Auf Produkte aus Kakao allerdings schon. Die großen Gewinne entstehen aber bei der Veredelung und nicht beim Rohstoff. Das gleiche gilt auch für Kaffee. Man behindert also bewusst die Entstehung von verarbeitender Industrie in den Ländern. Andersherum werden hauptsächlich hochverarbeitete Produkte nach Afrika exportiert oder überschwemmt den Markt mit Altkleidern und zerstört den Aufbau von lokaler Textilproduktion (profitieren tun davon die europäischen Modelabels, die ihre Altkleider billig entsorgen können und mehr verkaufen können)

[-] dreamless_day@feddit.org 0 points 4 days ago* (last edited 4 days ago)

Es steht afrikanischen Ländern frei das zu unterbinden. China, Taiwan, Südkorea, Thailand haben es auch irgendwie geschafft eine komplexere Wirtschaft aufzubauen.

[-] Cacaocow@feddit.org 2 points 4 days ago

Ne, so einfach funktioniert das nicht. Die afrikanischen Länder sind auf die Devisen angewiesen. Ist so, als wenn du sagst, dass sich Europa ja ganz easy von China oder American-Tech abkapseln kann.

[-] dreamless_day@feddit.org 1 points 2 days ago

Natürlich ist es nicht einfach.

Und meinst du, Amerika ist schuld daran, dass wir es in Europa nicht schaffen eine tech Branche aufzubauen?

[-] kossa@feddit.org 2 points 4 days ago

Wie gut das funktioniert sehen wir ja an den Duldungszahlen. Wenn nur jeder hier wäre der Asyl bekommen hat, hätten wir kein Problem.

Achso, und Duldungen entstehen, weil wir so herzensgut sind? Wir müssen nur aufhören Duldungen auszustellen.

Duldungen "entstehen" doch überhaupt nur, weil man halt die Leute nicht wegschicken kann. Die haben formal kein Recht auf Asyl, aber

  1. Wir wissen nicht wo sie herkommen
  2. Da wo sie herkommen ist Krieg
  3. etc. pp.

und man kann sie nicht zurückschicken. Unser geliebter Vater Staat versucht ja schon sein Bestmöglichstes alle loszuwerden.

Aber klar, nur aufhören mit den Dulden und, zauberzauber, morgen ist unser Bildungssystem richtig geil und billig 🙄.

[-] dreamless_day@feddit.org 0 points 4 days ago* (last edited 4 days ago)

Wenn man Menschen nicht loswird, obwohl man als Staat will, darf man sie eben nicht rein lassen.

Ich habe nirgends behaupten, dass Migranten im Bildungssystem das einzige Problem sind und ohne sie alles geil und billig ist.

[-] kossa@feddit.org 2 points 4 days ago

Ich habe nirgends behaupten, dass Migranten im Bildungssystem das einzige Problem sind und ohne sie alles geil und billig ist

Dein erster Kommentar ist "Mehrausgaben sind nicht drin, die ganzen Ausländer überfordern das Schulsystem".

Jetzt kommen durch deine brillante "Kein Vergeben, kein Vergessen, keine Duldung, keiner kommt mehr rein" auf magische Art und Weise, und natürlich, logischerweise, unter Wahrung von allen Menschenrechten, keine neuen Migranten mehr ins Land. Aber irgendwie haben wir ja immer noch kein Geld, angeblich, um die bestehenden Missstände anzugehen?!

Die Kinder mit Schwierigkeiten sind immer noch da, und trotz Stacheldraht an der Grenze, werden neue Kinder mit Schwierigkeiten nachkommen.

Wo ist denn dann dein konstruktiver Vorschlag, außer "muh, Ausländer?".

[-] dreamless_day@feddit.org 0 points 4 days ago

Der Artikel macht Vorschläge. Initial habe ich übrigens nur auf einem deinen Kommentar geantwortet, dass daran doch wieder nicht den Ausländern die Schuld gegeben werden darf.

Habe sogar noch einen weiteren Vorschlag als Antwort auf einen Kommentar von dir gemacht: https://feddit.org/post/32401395/13897141

Aber naja, dir geht’s wohl ausschließlich darum bloß nicht auch nur ein bisschen Schuld bei den Migranten zu sehen.

[-] RoflmasterBigPimp@feddit.org 5 points 5 days ago

Wir können es uns momentan nicht leisten.

mhmmm. Herr Merz sind sie es?

[-] dreamless_day@feddit.org 0 points 5 days ago

Man muss nicht Herr Merz sein, um einzusehen, dass man nach 5 Jahren ohne Wirtschaftswachstum n bisschen schauen muss, für was man Geld ausgibt.

[-] bob_lemon@feddit.org 4 points 5 days ago* (last edited 5 days ago)

Stimmt. Dienstwagenprivileg. Förderung von Gaskraftwerken. Erlass von Erschaftssteuer. Duldung von Milliardenbetrug.

Es gibt eine Menge Dinge, wo man als Regierung sparen könnte. Stattdessen spart man u.a. an der Bildung, die die Grundlage für das so hoch gelobte Wirtschaftswachstum ist.

[-] dreamless_day@feddit.org 0 points 5 days ago* (last edited 5 days ago)

Da bin ich voll bei dir.

[-] helix@feddit.org 2 points 5 days ago* (last edited 5 days ago)

Man muss sogar jemand anderes als Herr Merz sein um zu schauen für was man Geld ausgibt, weil der das gerade an den falschen Stellen ausgibt und an den falschen Stellen kürzt, um die Probleme zu lösen, die zu lösen sind.

Man merkt, dass Merz betriebswirtschaftlich und nicht volkswirtschaftlich denkt, und damit wird er Deutschland gegen die Wand fahren.

[-] trollercoaster@sh.itjust.works 2 points 1 day ago* (last edited 12 hours ago)

Der denkt nicht mal betriebswirtschaftlich, denn auch ein Betrieb, der nicht langfristig in seine eigene Zukunft investiert, ist bald kaputt. Der Merz denkt wie ein verantwortungloser raffgieriger Finanz"investor", dem es egal ist, ob er einen Laden an die Wand fährt, solange er persönlich davon reich genug wird.

[-] helix@feddit.org 1 points 16 hours ago

Sag ich doch, betriebswirtschaftlich. Der Kapitalismus fußt auf Ausbeutung.

[-] helix@feddit.org 3 points 5 days ago

Nach 5 Jahren Stagnation und immer steigenden Steuern und Abgaben sollten wir vielleicht erstmal schauen, die Ausgaben nicht immer weiter steigen zu lassen. Wir können es uns momentan nicht leisten.

Du kannst es Dir nicht leisten. Olaf Scholz hat mutmaßlich Millionen oder Milliarden verschoben in der Cum Ex Affäre und kann sich nicht mal mehr erinnern, mit welchen seiner reichen Lobbyistenfreunde er beim Abendessen war.

Friedrich Merz flog mit dem eigenen Flugzeug zur Hochzeit von Christian Lindner auf Sylt.

Dietmar Hopp weiß gar nicht mehr wo hin mit seinem Geld und baut die "Alla-Hopp-Spielplätze", sein Sohn betreibt die Hopp Foundation, weil die der Gesellschaft was zurück geben wollen, und niemand sie besteuern will.

Marlene Engelhorn verteilt ihr Vermögen und lobbyiert dafür, dass Steuern für Superreiche steigen.

Die Lösung für unser Geldproblem ist dass Superreiche Philantropie betreiben und freiwillig ihr Geld nicht vor dem Fiskus verstecken. Aber da das auf Freiwilligkeit basiert hast Du eben den Kontrast da oben.

Aber klar, fall' doch einfach auf die Propaganda rein, dass wir uns es nicht leisten können und die dir persönlich in den Geldbeutel greifen müssen. Das ist genau das, was narzisstische, egoistische und manipulative Superreiche von dir wollen. Herzlichen Glückwunsch, du Systemling.

[-] dreamless_day@feddit.org 4 points 5 days ago

Ich bin voll bei dir, dass Reiche endlich ordentlich besteuert werden müssen. CumEx ist ein massiver Skandal, genauso wie die Erbschaftssteuer

[-] helix@feddit.org 3 points 5 days ago

Siehst du dann ein, dass wir es uns leisten können, es aber nur deswegen nicht tun, weil wir uns lieber Superreiche leisten?

Superreiche kosten uns mehr als Bildungssystem und Flüchtlingshilfe in Kombination.

[-] dreamless_day@feddit.org 1 points 5 days ago

Wir könnten dann ja mal daran arbeiten die Abgaben zu senken. Oder unsere sonstigen Baustellen ordentlich angehen, sei es die Bahn, die Energiewende, Infrastruktur oder erstmal überhaupt die Bildungsstätten in Schuss halten. Die TU Berlin muss ein marodes Gebäude nach dem anderen schließen.

[-] helix@feddit.org 2 points 5 days ago

Das Geld, um Abgaben zu senken und Infrastruktur zu verbessern, muss irgendwo her kommen. Wo nimmst du es her?

Warum nicht bei den Superreichen und Konzernen anfangen, die Steuerflucht betreiben? Steuerfahndung ist unterfinanziert. Jeder Euro den du in Steuerfahndung steckst bringt dir 2€ wieder, genau wie jeder Euro den du in Bildung steckst dir 2€ höheres BIP verschafft. Dazu gibt es genügend Statistiken.

Beispiel: https://germany.representation.ec.europa.eu/nachrichten-und-veranstaltungen/pressemitteilungen/bericht-bildung-investieren-2025-ausgaben-deutschland-unter-eu-durchschnitt-2025-08-27_de

Man muss dort Geld ausgeben, wo man am Meisten Gegenwert dafür bekommt. Aktuell ist der einzige Gegenwert, den wir vom Nichtverfolgen von Steuerflucht bekommen, dass ein paar Superreiche ein geiles Leben führen. Da geht es um Millionen und Milliarden, nicht um die Steuerhinterziehung von kleinen Arbeitern.

[-] dreamless_day@feddit.org 2 points 5 days ago

Ich bin da voll bei dir. Man muss auf jeden Fall schauen, die reichen ordentlich zu besteuern und Steuerhinterziehungen verhindert.

Mit den Einnahmen könnte man dann die Sachen machen, die ich meinte.

[-] helix@feddit.org 2 points 4 days ago* (last edited 4 days ago)

Und wenn man die Abgaben gesenkt und die Infrastruktur verbessert hat, woher kommt dann das Geld für die Bildung?

Sollte man nicht lieber für ein höheres BIP durch bessere Bildung sorgen und damit dann die Abgaben senken und die Infrastruktur verbessern?

Niedrigere Abgaben für Arbeitnehmer steigern das BIP nicht. Sie können (und sollten) das Resultat sein.

[-] dreamless_day@feddit.org 2 points 4 days ago

Und du meinst wir können alle unsere Ausgaben finanzieren wenn wir nur ne Vermögenssteuer einführen? Bahn sanieren? Vermögenssteuer! Klimakrise? Vermögenssteuer! Rente steigt ständig? Vermögenssteuer! Bildung kommt nicht mit den neuen Anforderungen klar? Vermögenssteuer

Schon mal überlegt, dass Einnahmen aus einer Vermögenssteuer auch endlich sind?

[-] helix@feddit.org 4 points 4 days ago* (last edited 4 days ago)

Wie möchtest du es denn finanzieren? Wenn wir die Abgaben senken, ist weniger Geld da.

Ich glaube, Dir sind die Größenverhältnisse noch nicht ganz klar. Rechnen wir mal nach.

Und wer's radikal will: 3% wären ~200 Mrd.€/Jahr. damit wäre der komplette Bildungsetat von Bund, Ländern und Gemeinden finanziert.

Zur Erinnerung: Zu den reichsten 1% gehört als Vollzeitbeschäftigter, wer mindestens ~213.000€ brutto im Jahr ~~verdient~~ bekommt (Destatis-Verdienstdaten 2024, via arbeits-abc). Die Vermögens-Top-1% liegen nochmal weit darüber. deren Einkommen speist sich vor allem aus Kapitalerträgen, nicht aus Gehalt.

Und wenn dir das jetzt immer noch nicht reicht: das war eine Milchmädchenrechnung zur Komplettfinanzierung, nicht zum Defizit.

[-] dreamless_day@feddit.org 2 points 2 days ago

Super, eine Vermögenssteuer würde also grade so die Haushaltslücken für die nächsten Jahre schließen. Herzlichen Glückwunsch.

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/haushaltsluecke-groesser-als-angeommen-100.html

[-] trollercoaster@sh.itjust.works 1 points 1 day ago* (last edited 1 day ago)

Dazu noch Einkommenssteuer auf sehr hohe Einkommen erhöhen, z.B. den Spitzensteuersatz abschaffen, dass die Progression nicht nach oben gedeckelt ist, sondern weitergeht. Denn es gibt keinerlei Rechtfertigung dafür, dass bei kleinen und mittleren Einkommen die steuerliche Progression Mehrverdienst praktisch auffrisst, während hohe Einkommen ab dem Spitzensteuersatz mit jedem Euro mehr auch tatsächlich mehr Geld bekommen.

Finanztransaktionssteuer ist auch ein Thema, das schon lange sogar international im Gespräch ist, aber immer wieder durch korrupte Machenschaften der Finanzlobby verhindert wird. Da wären viele hundert Milliarden zu holen.

Dazu noch die schlappen rund 100 Milliarden im Jahr, die man bei richtiger Bekämpfung von Steuerhinterziehung mehr einnehmen würde.

Außerdem verscherbelte Infrastruktur wieder verstaatlichen, dass man dafür wenigstens nur die Unterhaltskosten und nicht auch noch die Profite und Dividenden der Scheiß "Investoren" bezahlen muss, während die den Kram verfaulen lassen, bis die Allgemeinheit die Sanierung bezahlt.

[-] helix@feddit.org 2 points 2 days ago

Das ist ja super! Dann sollten wir das unbedingt machen. Welche Ideen hast du noch?

this post was submitted on 09 Jul 2026
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