ja aber das Ergebnis ist das gleiche: Du wirst gezwungen heute zu sparen, d.h. weniger Geld auszugeben als du Brutto bekommst; dadurch hast du im Alter dann mehr Wohlstand.
Du gibt jetzt einen Teil ab, und im Alter bekommst du ohne Job trotzdem Geld.
Nicht zwingend. Denn das Geld, was du heute einzahlst, geht direkt an die heutigen Rentner. Du bekommst im Alter nur Geld, wenn dann noch jemand einzahlt.
Inwiefern die zukünftige Auszahlung an deine ursprüngliche Einzahlung gekoppelt ist, wird durch die Politik beliebig festgelegt - Tendenz fallend, dank Demographie. Gleichzeitig musst du als junger Mensch heutzutage aber die größte Anzahl Rentner jemals schultern. Die Pyramide steht Kopf, das kann gar nicht funktionieren.
Geht’s du davon aus dass jeder der jünger ist als du stirbt?
Natürlich nicht. Aber jeder Alte muss auf mehrere Schultern verteilt werden, damit es für die Jungen von ihrem Arbeitseinkommen finanzierbar bleibt.
Das funktionierte toll, als man sich das System ausgedacht hat: Bevölkerungswachstum und vergleichsweise wenige Rentner, die einigermaßen früh starben. Die 'Last' der Rente weniger konnte auf viele Schultern verteilt werden.
Mittlerweile ist das nicht mehr so. Die Leute werden immer älter, beziehen also immer länger Rente, gleichzeitig nimmt der Anteil der jungen Leute an der Bevölkerung ab.
Dieses System funktioniert nur bei dauerhaftem Wachstum, insbesondere wenn die Leute auch immer älter werden. Glaubst du an ein System, das nur mit dauerhaftem Wachstum funktioniert?
Tatsächlich fraglich.. wenn die junge Generation das Geld, das sie für das kriselnde Rentensystem aufbringen muss, einfach selber anlegen würde, bekäme sie mehr raus als das System am Ende für sie springen lassen kann.
Schau dir die Entwicklung bzgl Rentenniveau und Beiträgen mal an. Da ist seit Jahrzehnten offensichtlich der Wurm drin und keiner traut sich, es anzugehen. Stattdessen sind die jungen irgendwann die kompletten Deppen, wenn das System zusammenbricht, weil sie dann einerseits das umlagefinanzierte System weiter bedienen müssen, für die momentanen Rentner, die nix anderes haben, gleichzeitig aber auch selber für sich privat vorsorgen müssen, da das klassische System für sie nicht mehr funktionieren wird.
wie gut das funktioniert wenn Leute selber sparen sieht man ja im Artikel. Menschen sind einfach nicht gut darin, sich vorzustellen dass sie einmal alt sein werden und darauf entsprechend vorzubereiten.
So schlecht sind sie aber auch nicht. Man kriegt bei der Rente durchaus 2-3% reale Rendite(also nach Inflation und Kosten). Bei einem Aktien-ETF hat man 4% oder so. Schlecht ist die also nicht.
Und vor allem: Je schlechter sich die Löhne in der Vergangenheit entwickelt haben, desto besser natürlich die Gewinnsteigerungen der Firmen und auch deren Aktienkurse.
Aber als Arbeiter sollte man doch lieber um Löhne kämpfen statt zu sagen: "Bitte keine Lohnerhöhung, dann steigt meine Aktienrente schneller".
Ja wer nicht mitmacht, hat Opportunitätskosten.
Gleichzeitig ergibt sich die Rendite aus der Nachfrage. Abgesehen von diesem Schneeballsystem (Blase?) profitiert am Meisten, wer bereits investiert hat (Reiche) und am wenigsten, wer zu spät wieder aussteigt (Laien, nicht Insider). Laien profitieren auch nicht von Leerverkäufen.
Heißt, die Börsenhändler und Unternehmen bedienen sich am Kapital von Laien mehr als je zuvor, und vernichten auch viel Geld von Laien wenn die Blase platzt. Dabei zahlt der Laie in Deutschland bereits in Rentenkassen ein, und hat auch deshalb schon weniger Budget zur Verfügung als so mancher Laie im Ausland.
Das Ansparziel ist auch unklar, solange in Trends investiert wird, deren Return of Investment und dessen Einfluss auf den Wertverfall des Geldes bis dahin unklar ist. Der Preis für Pflege ist schon heute nicht mehr mit einer Rente allein bezahlbar. Das Problem wird auch nicht damit behoben dass alle irgendwo Rendite einsammeln. Denn die kann das Pflegepersonal locker aufschlagen.
Man kriegt bei der Rente durchaus 2-3% reale Rendite
Wird das auch in 30 Jahren noch so sein? Wie soll das angesichts der Demografie dann überhaupt aufgehen, so rein rechnerisch? Wenn die Antwort Nein ist dann bleibt das Argument. Das heutige Rentner 2-3% reale Rendite gemacht haben wird mir in 30 Jahren halt leider gar nichts mehr helfen.
Das kann man bei Aktien-ETFs auch fragen. Alle der größten 10 Volkswirtschaften haben eine Fertilitätsrate uner 2,1 und der Klimawandel wird viele Länder härter treffen als Deutschland.
ja aber das Ergebnis ist das gleiche: Du wirst gezwungen heute zu sparen, d.h. weniger Geld auszugeben als du Brutto bekommst; dadurch hast du im Alter dann mehr Wohlstand.
Nur dass der Teil mit dem 'im Alter dann mehr Wohlstand' halt quasi nicht mehr stimmt.
Der Kommentar redet von was anderen. Du gibt jetzt einen Teil ab, und im Alter bekommst du ohne Job trotzdem Geld.
Da etwas mehr ist als nichts stimmt dies.
Nicht zwingend. Denn das Geld, was du heute einzahlst, geht direkt an die heutigen Rentner. Du bekommst im Alter nur Geld, wenn dann noch jemand einzahlt.
Inwiefern die zukünftige Auszahlung an deine ursprüngliche Einzahlung gekoppelt ist, wird durch die Politik beliebig festgelegt - Tendenz fallend, dank Demographie. Gleichzeitig musst du als junger Mensch heutzutage aber die größte Anzahl Rentner jemals schultern. Die Pyramide steht Kopf, das kann gar nicht funktionieren.
Wieso sollte es wenn du alt bist niemanden mehr geben der einzahlt. Geht's du davon aus dass jeder der jünger ist als du stirbt?
Natürlich nicht. Aber jeder Alte muss auf mehrere Schultern verteilt werden, damit es für die Jungen von ihrem Arbeitseinkommen finanzierbar bleibt.
Das funktionierte toll, als man sich das System ausgedacht hat: Bevölkerungswachstum und vergleichsweise wenige Rentner, die einigermaßen früh starben. Die 'Last' der Rente weniger konnte auf viele Schultern verteilt werden.
Mittlerweile ist das nicht mehr so. Die Leute werden immer älter, beziehen also immer länger Rente, gleichzeitig nimmt der Anteil der jungen Leute an der Bevölkerung ab.
Dieses System funktioniert nur bei dauerhaftem Wachstum, insbesondere wenn die Leute auch immer älter werden. Glaubst du an ein System, das nur mit dauerhaftem Wachstum funktioniert?
mehr Wohlstand im Vergleich zu es gibt gar keine Rente
Tatsächlich fraglich.. wenn die junge Generation das Geld, das sie für das kriselnde Rentensystem aufbringen muss, einfach selber anlegen würde, bekäme sie mehr raus als das System am Ende für sie springen lassen kann.
Schau dir die Entwicklung bzgl Rentenniveau und Beiträgen mal an. Da ist seit Jahrzehnten offensichtlich der Wurm drin und keiner traut sich, es anzugehen. Stattdessen sind die jungen irgendwann die kompletten Deppen, wenn das System zusammenbricht, weil sie dann einerseits das umlagefinanzierte System weiter bedienen müssen, für die momentanen Rentner, die nix anderes haben, gleichzeitig aber auch selber für sich privat vorsorgen müssen, da das klassische System für sie nicht mehr funktionieren wird.
wie gut das funktioniert wenn Leute selber sparen sieht man ja im Artikel. Menschen sind einfach nicht gut darin, sich vorzustellen dass sie einmal alt sein werden und darauf entsprechend vorzubereiten.
Das Risiko ist nicht das gleiche und die Wertsteigerung entsprechend auch nicht.
So schlecht sind sie aber auch nicht. Man kriegt bei der Rente durchaus 2-3% reale Rendite(also nach Inflation und Kosten). Bei einem Aktien-ETF hat man 4% oder so. Schlecht ist die also nicht.
Und vor allem: Je schlechter sich die Löhne in der Vergangenheit entwickelt haben, desto besser natürlich die Gewinnsteigerungen der Firmen und auch deren Aktienkurse.
Aber als Arbeiter sollte man doch lieber um Löhne kämpfen statt zu sagen: "Bitte keine Lohnerhöhung, dann steigt meine Aktienrente schneller".
4% hatte man vielleicht bisher. In einer US dominierten Welt.
Ja wer nicht mitmacht, hat Opportunitätskosten.
Gleichzeitig ergibt sich die Rendite aus der Nachfrage. Abgesehen von diesem Schneeballsystem (Blase?) profitiert am Meisten, wer bereits investiert hat (Reiche) und am wenigsten, wer zu spät wieder aussteigt (Laien, nicht Insider). Laien profitieren auch nicht von Leerverkäufen.
Heißt, die Börsenhändler und Unternehmen bedienen sich am Kapital von Laien mehr als je zuvor, und vernichten auch viel Geld von Laien wenn die Blase platzt. Dabei zahlt der Laie in Deutschland bereits in Rentenkassen ein, und hat auch deshalb schon weniger Budget zur Verfügung als so mancher Laie im Ausland.
Das Ansparziel ist auch unklar, solange in Trends investiert wird, deren Return of Investment und dessen Einfluss auf den Wertverfall des Geldes bis dahin unklar ist. Der Preis für Pflege ist schon heute nicht mehr mit einer Rente allein bezahlbar. Das Problem wird auch nicht damit behoben dass alle irgendwo Rendite einsammeln. Denn die kann das Pflegepersonal locker aufschlagen.
Wird das auch in 30 Jahren noch so sein? Wie soll das angesichts der Demografie dann überhaupt aufgehen, so rein rechnerisch? Wenn die Antwort Nein ist dann bleibt das Argument. Das heutige Rentner 2-3% reale Rendite gemacht haben wird mir in 30 Jahren halt leider gar nichts mehr helfen.
Das kann man bei Aktien-ETFs auch fragen. Alle der größten 10 Volkswirtschaften haben eine Fertilitätsrate uner 2,1 und der Klimawandel wird viele Länder härter treffen als Deutschland.