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Jedes dritte Schiff der Schattenflotte könnte gestoppt werden
(www.tagesschau.de)
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Ich weiß nicht, wie die Söldner definieren, aber ich glaube die werden einen Teufel tun und auf ein vollwertiges Kriegsschiff in dessen Hoheitsgebiet feuern.
Hier geht es ja auch nicht um das jagen und versenken von Konvois im Stile von WWII. Das wäre staatlich sanktionierter Mord an den Seeleuten.
Es geht um die Durchsetzung von Internationalem Recht, welches eine korrekte Beflaggung verlangt. Eine Nation darf die Kontrolle über ein Schiff übernehmen, wenn dieses nicht oder falsch beflaggt ist.
Hierfür muss man die eigenen Sicherheitskräfte auf eben jenes Schiff bringen. Schau dir mal Videos von den Marinedrills dazu an. Das ist schon in den Übungssituationen ein sehr gewagtes Unternehmen. Da reicht eine kleine Truppe Bewaffneter aus um aus "Joa ab und an stürzt halt einer ab" ein "Wie viele Leben opfern wir im Optimalfall?" zu machen.
Und das bleibt am Ende die Frage. Wie viele Soldatenleben wollen wir opfern, um die wirtschaftlichen Sanktionen aufrecht zu erhalten. Wie lange hält die öffentliche Meinung, wenn jede Woche in der Tagesschau über gefallene Soldaten berichtet wird?
Ich kann voll verstehen, dass man da zögerlich agiert und bin froh in keinen Schuhen zu stecken, die das entscheiden müssen.
Wenn die Besatzung Widerstand leistet, kann man das Personal auch zurückziehen und aus sicherer Entfernung das Schiff selbst angreifen. Bewaffneter Widerstand sollte mehr als genug Rechtfertigung dafür sein. Kriegsschiffe sind dafür ausgerüstet, das zu tun. Spätestens, wenn den Söldnern ihr Schiff unter dem Arsch absäuft, werden sie aufgeben.
Wenn einmal ein Schiff der Schattenflotte bewaffneten Widerstand leistet, wird man beim nächsten Mal auch gleich anders vorgehen. Das hat einen abschreckenden Effekt.
Ist es das? Da hört halt ehrlich gesagt mein Verständnis des Seerechts und die deutsche Interpretation dessen auf.
Wieso sollen die Leben anderer Crewmitglieder gefährdet werden dürfen, wenn ein einziger Widerstand leistet? Klingt für mich nach: Es ist OK das Wohnhaus in die Luft zu sprengen, immerhin hat sich im dritten Stock jemand mit einer Waffe verschanzt.
Mann kann immer noch die Besatzung auffordern, sich zu ergeben und das Schiff zu verlassen. Man kann sie sogar wissen lassen, wo man gleich hin schießen wird. Ein Frachter ist zu langsam, um auch nur zu versuchen, einem Kriegsschiff zu entkommen. Sobald die Besatzung in einem Rettungsboot ist, sind ihre Optionen zum Widerstand sehr begrenzt. Außerdem geht auch, wenn man es beschießt, ein Schiff nicht sofort unter oder fliegt restlos in die Luft. (Außer vielleicht, wenn es große Mengen sehr sanktionsfähiger Güter geladen hat und man die zufällig trifft) In der Regel ist da genug Zeit zur Evakuierung.
Ich glaube du hast mich missverstanden. Meine Frage ist nicht, was ist möglich ist. (Und auch da würde ich behaupten, dass dieses Szenario nicht gefahrlos ist)
Meine Frage ist, wie man es nach deutschem Recht rechtfertigen will. Ist es im deutschen Recht angemessen, wegen dem schiffsäquivalent eines fehlenden Nummernschilds und weil Ivan an Deck mit seiner VPO-209 zu sehen ist, das Schiff zu versenken?
Aha, fehlendes Nummernschild. Wie oft werden denn bei Schiffen die Nummernschilder gewechselt, das man versehentlich mal vergisst? Seltsam das sowas bei Schiffen ander Nationen scheinbar nie passiert...?
Ich verstehe nicht was du hier sagen willst. Ich verteidige die Schattenflotte nicht. Ich sage nicht das hier die Schiffe irgendwas richtiges tun oder nur versehentlich unter keiner Flagge fahren.
Ich will wissen auf welcher Rechtsgrundlage deutsche Behörden potenziell tödliche Gewalt in internationalen Gewässern anwenden dürfen sollen, weil wir halt in einem Rechtsstaat leben, der das vorrausssetzt...