Find ich auch gut, im Prinzip. Allerdings muss man den Gedanken auch weiterdenken, finde ich.
Die Mächtigen, die heute ihren Willen durch Lobbyismus (oder straight up corruption) durchsetzen, werden ja nicht einfach die Hände zusammenfalten bei nem Losverfahren. Sie werden weiter versuchen, Ihren Willen durchzusetzen.
Das würde für die gewählten Bürger enormen Druck bedeuten - teils von der Presse (die den Reichen gehört), die eventuelle Gegner in aller Öffentlichkeit diffamieren wird. Teils von bestehenden Lobbygruppen, die alles daran setzen werden, die Entscheidungsträger zu beeinflussen.
Der Grund wieso das bei existierenden Bürgerräten kein Problem ist, ist, dass sie einfach nicht so viel Macht haben.
Ich sage nicht, dass das Problem unlösbar wäre (zb. hohes Gehalt und hohe korruptionsstrafen könnten wirken), aber ich fände es mal interessant, die 2nd order effects zu beleuchten.
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