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[–] 8 points 21 hours ago (3 children)

Dies. Das eigentliche Problem in der Demokratie liegt in der wie auch immer gearteten Manipulation des Repräsentanten. Da ist der Entscheidungsmodus wie dieser Repräsentant gefunden wird fast egal.

Man muss also Manipulation selbst angehen oder so einplanen dass es kein Problem ist.

Ich weiß nicht in wie weit die Reps mit Geld zu schütten hilft. Bezweifle ich sogar.

Die Idee des Lobbyismus muss komplett neu gedacht werden, da das "Expertenwissen" faktisch eher der Demokratie abträglich ist, wie es derzeit organisiert ist.

Man könnte evtl Lobbyisten nur aus Rentnern rekrutieren, die dann nicht mehr auf ihre alte Firma/Holding Struktur verweisen dürfen.

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  • [–] 6 points 20 hours ago (1 child)

    FWIW, hab noch ein bisschen recherchiert, es gibt Hinweise darauf dass Bürgerräte, da, wo sie tatsächlich Macht haben, tatsächlich (gegen Lobbies) besser funktionieren als klassische Demokratie.

    Das liegt hauptsächlich daran, dass die Bürgerräte nicht wiedergewählt werden müssen. Der wichtigste Hebel für Lobbyisten (Mittel für Wahlkampf) wirkt dadurch nicht, und sie können nur noch mit Drohung arbeiten.

    Das scheint in der Praxis ganz gut zu funktionieren:

    • Macron berief einen Klimabürgerrat ein, der dann weitreichende Maßnahmen erlassen hat (Werbeverbote, SUV Abgaben, Inlandsflugverbot) - trotz hartem gegenwind
    • in Texas (of all places) hat ein Bürgerrat effektiv dafür gesorgt, dass sie massiv in erneuerbare investiert haben und nun ist Texas (trotz Öl Lobby) führender US Bundesstaat in Windenergie.
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  • [–] 2 points 19 hours ago

    Das liegt hauptsächlich daran, dass die Bürgerräte nicht wiedergewählt werden müssen. Der wichtigste Hebel für Lobbyisten (Mittel für Wahlkampf) wirkt dadurch nicht, und sie können nur noch mit Drohung arbeiten.

    Ich fürchte, dass man das Argument umdrehen könnte. In einem Losverfahren, wo ein zufälliger Mensch für vier oder fünf Jahre Macht kriegt, gibt es riesige Incentives, diese Macht dann auch in Geld umzuwandeln. Etwas platt gesagt, wenn du die Chance nicht nutzt, um möglichst viel Geld rauszuschleppen, dann machst du etwas falsch. Dann bist du ein ganz normaler Arbeitnehmer oder irgendein armer Schlucker und hast die Chance, durch entsprechende Lobbyzuwendungen mehrere hunderttausend Euro oder mehr an Land zu ziehen. Aktuelle Politiker können ja nach ihrer Karriere dann ihr Telefonbuch zu Geld machen. Das funktioniert aber nicht, wenn du nach dem Losverfahren plötzlich komplett neues Personal hast. Das ist ein Vorteil, aber gleichzeitig auch wieder ein anderes Incentive.

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  • [–] 1 point 19 hours ago

    Ich weiß nicht in wie weit die Reps mit Geld zu schütten hilft. Bezweifle ich sogar.

    Das passiert doch schon. Die kriegen ja schon absurd hohe Gehälter, von denen normal arbeitende Menschen nur träumen können. Und kriegen nach sehr kurzer Amtszeit auch absurd hohe Pensionen, während normal arbeitende Menschen nicht mal mehr mit einer Rente rechnen können, von der man leben kann.

    Einfach viel Geld draufwerfen hilft nicht gegen Korruption, die Leute können den Hals nicht voll genug kriegen. Die Leute, die es in den etablieren politischen Organisationen bis in die Landes- oder Bundespolitik schaffen, haben Jahre von Arschkriecherei hinter sich und sind in einem System aus Vorteilsnahme und Vetternwirtschaft groß geworden. Sogar in der Kommunalpolitik wird innerhalb von Parteien selten jemand was, der nicht ein rückgratloser Arschkriecher ist, sich total der Parteilinie unterordnet, und bei der Vetternwirtschaft und Korruption mitspielt.

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