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submitted 13 hours ago by D_a_X@feddit.org to c/dach@feddit.org
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[-] gandalf_der_13te@feddit.org 1 points 4 hours ago

Die EU gibt zukünftig vor, wie hoch der Rezyklatanteil in verschiedenen Verpackungsarten sein muss, also der Anteil aus bereits recyceltem Material.

d.h. alter müll der oft nicht sortenrein ist und allerlei verunreinigungen enthält, muss nun verwendet werden um unsere neuen lebensmittelverpackungen herzustellen (die natürlich geringfügig substanzen direkt an's essen abgeben)? nein danke

[-] squaresinger@lemmy.world 2 points 2 hours ago

Nö. Plastik-Rezyklat ist annähernd immer Fabriksabfall.

Beim Spritzguss fallen z.B. Anschlüsse ans Spritzgestell, Randabschnitte und Formteile mit Maßabweichungen an.

Das ist frisches Plastik, dass ein Mal durch das Spritzgussverfahren gegangen ist, und mit dem rein gar nichts ansonsten passiert ist. Das ist genauso sauber wie frisches Granulat.

Der einzige Bereich, wo "echtes" Plastikrecycling, also Recycling nach der Nutzung durch einen echten Endkunden, in nennenswerten Mengen passiert, ist PET-Flaschen.

Sämtliches andere benutzte Plastik kommt in das "Thermische Recycling", aka Müllverbrennung.

Wird nur Plastik verbrannt, dann kann man die Reste zur Asphaltherstellung verwenden. Das rennt dann unter Recycling.

[-] gandalf_der_13te@feddit.org 1 points 4 hours ago

ich bin dafür, bestimmte dinge zu verbieten die giftigen müll produzieren, insb. schwermetallhaltigen müll z.b. nickel-cadmium-batterien etc

und dann alles was übrig bleibt zusammen in große restmülltonnen zu werfen und zu verbrennen. (außer halt papier)

[-] Sibbo@nord.pub 1 points 4 hours ago

Naja, wenn alles aus nachwachsenden Rohstoffen besteht, dann wäre das ne gute Kreislaufwirtschaft. Wenn man dann plastik verbrennt, dann fördert es nur wieder den Treibhauseffekt.

[-] creamfresh@lemmy.world 13 points 9 hours ago

Ah ok und die Verpackungen, die ich erst auseinanderpuhlen muss, um sie ordentlich zu entsorgen, aber dafür schön bunt bedruckt werden können, sind weiter in Ordnung?

[-] jenesaisquoi@feddit.org 5 points 9 hours ago

Finde ich gut

[-] Redditquaza@feddit.org 8 points 11 hours ago

Was natürlich nicht erwähnt wird, ist, dass so wie ich es gehört habe, diese Regeln von jedem gewerblichen Händler egal ob Amazon oder eine selbständige Person, die sich damit gerade über Wasser hält, verlangen, dass diese sich in einem Register in jedem Mitgliedsstaat registrieren und dort einen Repräsentanten benennen, was aufgrund des enormen Aufwands und der Kosten de-facto dazu geführt hat, dass jetzt sehr viele kleinere Händler den Versand in andere EU-Staaten ausgesetzt haben.

[-] Sibbo@nord.pub 3 points 4 hours ago

Ich dachte die hätten das alle nicht richtig verstanden, und es gibt die Möglichkeit, die Verpackung an andere Firmen outzusourcen?

Also kann nicht Firma X hingehen und EU-kompatible Pappkartons herstellen, und die dann mit Siegel an kleine Ein-Mensch-Unternehmen verkaufen?

[-] kuro@piefed.social 1 points 3 hours ago

Soweit ich das mitbekommen habe liegt die Hauptverantung bei dem "Inverkehrbringer" der Verpackung. Also den Händlern.

[-] Sibbo@nord.pub 2 points 3 hours ago

Ja aber die können ja nen Dienstleister dafür bezahlen, die Verantwortung zu übernehmen, oder nicht?

[-] kuro@piefed.social 8 points 9 hours ago

Das ist wirklich lächerlich und dückt kleine Shops komplett aus Märkten raus. Habe einen Bekannten der einen Online-Shop betreibt und er ist wirklich am verzweifeln mit den neuen EU Regeln bzgl. Verpackung.

[-] Zwuzelmaus@feddit.org 3 points 12 hours ago

das Plastik-Netz für die 500 Gramm Zitronen im Supermarkt

Versteh ich das? Was ist an dem Netz verkehrt?

[-] A_norny_mousse@piefed.zip 8 points 8 hours ago

Viele haben schon besser geantwortet, aber:

Diese Netze haben mir schon öfter Sorgen bereitet. Sie fizzeln, da bleiben immer ein paar Kunststofffasern irgendwo hängen, manchmal auch auf der Nahrung.

[-] PreppaWuzz@discuss.tchncs.de 12 points 10 hours ago

Typischerweise Kunststoff, der wird feinstes Mikroplastik und lässt sich auch scheiße recyclen.

Ich versuche immer, die Netze zu vermeiden und nehme Obst und Gemüse am liebsten unverpackt oder in Papp/Papier-Verpackungen.

[-] James_Ryan@discuss.tchncs.de 19 points 12 hours ago

Naja Einwegplastik Netz nur für den Transport von Zitronen (/ Orangen). Kann man ja sonst für nichts nutzen..

Bin gespannt, was es da für Alternativen geben wird..

[-] A_norny_mousse@piefed.zip 2 points 7 hours ago

Bin gespannt, was es da für Alternativen geben wird..

Lose.

Ich hab aber auch schon mal etwas andere Plastikverpackungen gesehen - kein Netz, eher eine gelöcherte harte Folie. Weniger Mikroplastik schätz ich mal.

[-] ardorhb@discuss.tchncs.de 1 points 3 hours ago

Das wäre sowieso mein Traum, endlich frei wählen zu können wie viel ich will.

Klar geht heute auf Märkten und ähnlichem auch aber als ob ich mir das leisten könnte.

[-] PreppaWuzz@discuss.tchncs.de 6 points 10 hours ago

Gibt jetzt schon Netze aus irgendwelchen Fasern, die sich eher nach Stoff anfühlen. Keine Ahnung was das genau ist, aber fühlt sich nicht nach Kunststoff an. Könnte natürlich trotzdem Kunststoff sein, aber ich hoffe, es sind Naturfasern.

[-] voodoocode@feddit.org 1 points 5 hours ago

Ich glaube die sind aus Zellulose/Viskose und/oder Baumwolle

[-] Goldholz@lemmy.blahaj.zone 5 points 11 hours ago

Papierverpackung oder lose kann ich mir vorstellen

[-] Zwuzelmaus@feddit.org -3 points 12 hours ago

Kann mir als Ersatz nur eine Plastiktüte vorstellen.

Karton wäre undurchsichtig = da vertraut der Kunde nicht, ob die Früchte noch gut sind. Und unverpackt trauen sich die Märkte nicht.

[-] D_a_X@feddit.org 22 points 12 hours ago

Zitronen werden auch unverpackt verkauft

[-] jenesaisquoi@feddit.org 5 points 9 hours ago

Unverpackt? Die Netze sind jetzt nicht unbedingt nötig. Ansonsten offen verkaufen und den Kunden Papiertüten anbieten

[-] 872XXE@feddit.org 9 points 11 hours ago

Es gibt doch so viel unverpacktes Obst und Gemüse. Bis auf wenige Ausnahmen bekommt man doch mittlerweile alles unverpackt. Es macht vielleicht nicht jeder Discounter.

[-] James_Ryan@discuss.tchncs.de 9 points 12 hours ago

Oder so gelöcherte Papptüten, wie auch manchmal bei Kartoffeln. Oder Papp-Tragerl mit Abdeckung.

Unverpackt werden Zitronen und Orangen schon angeboten. Denke aber das Angebot gleich mehr zu kaufen, soll bestehen bleiben.

[-] DrunkenPirate@feddit.org 3 points 11 hours ago

Kann mir da gut diese 6er Kartons bei den Äpfeln vorstellen. Btw. Verpackung hat auch eine Schutz- und Hygienefunktion. Geht nicht nur darum mehr zu verkaufen.

Du möchtest nicht sehen, was manche Kunden das Obst drehen, riechen und vor allem quetschen, um es dann wieder zurück zu legen.

Da hilft verpackte Ware Ausschuss zu vermeiden, denn am Ende bleiben dann matschige und optisch nicht makellose Ware liegen.

[-] Akelei@discuss.tchncs.de 2 points 8 hours ago

Hab da kürzlich schier die Krise gekriegt beim Einkaufen. Mein Immunsystem ist geschwächt, aber z.B. Kolibakterien sterben erst bei 3 Minuten 70°. Wie soll man denn Pfirsiche sauber kriegen? Woher weiß ich, wie es die Opis, die alles Obst antatschen und drücken, mit der Hygiene halten? Da vergeht mir wirklich der Appetit. Hab dann nur Obst gekauft, bei dem man die Schale nicht isst.

[-] PreppaWuzz@discuss.tchncs.de 3 points 6 hours ago

Das wird doch nicht besser, wenn das Zeug verpackt ist. Du weißt genausowenig, wer das Zeug beim ernten oder verpacken angefasst hat und Du weißt nicht, welche Mäuse, Ratten oder sonstiges Getier bei der Lagerung drübergelaufen sind und Ihre Auscheidungen hinterlassen haben.

Ich hab auch gerne dieses latente Gefühl, dass verpackt hygienischer ist, vermutlich geht das den meisten Menschen so, aber das ist eine trügerische Sicherheit.

[-] jenesaisquoi@feddit.org 3 points 9 hours ago

Unnötiges Einwegplastik.

[-] Imke@feddit.org 7 points 11 hours ago

Sind auch schwer reycelbar wegen sortenunreiner Materialzusammensetzung und wegen Verhedderungsgefahr eher Störstoff in den Sortieranlagen.

Weiß nicht, ob das ein gutes Beispiel ist, aber vielleicht zeigt das ja eine der problematischen Eigenschaften: bei mir verheddern sich im Zwiebelnetz immer die Zwiebelschalen, sodass sich selbst mit viel Liebe für die Kreislaufwirtschaft Schalen (oder besonders Schlimm Kartoffelkeime lol) für die grüne Tonne kaum von der Verpackung für die gelbe Tonne trennen lassen. Auch wenn man sich in den Anlagen Sortiervorbereitungsmechaniken wie z. b das Zerkleinern vorstellt, wirken die Netze auf die Maschinen bestimmt wie Fangnetze auf Wale...

[-] Bohne93@feddit.org 3 points 11 hours ago

Dem ofen sind die zwiebelschalen herzlich egal

[-] Imke@feddit.org 1 points 5 hours ago

Hoffentlich landet die Ersatzverpackung dann nicht mehr im Ofen. Derzeit liegt die stoffliche Verwertungsquote beim gelben Sack bei ca. 70% und wird stetig angehoben. Abgesehen davon mag die grüne Tonne Bioabfall ja auch ganz gerne, zum einen für Biogas, zum anderen wegen der viel kürzeren Entsorgungsfahrwege und vor allem wegen der Substitution von mineralischem Dünger.

[-] trollercoaster@sh.itjust.works 3 points 11 hours ago

Die haben einen geringeren Heizwert, als Plastik, wenn zu viele drin sind, merkt man das im Heizkraftwerk.

[-] Imke@feddit.org 1 points 5 hours ago* (last edited 5 hours ago)

Stimmt, Bioabfall ist im Vergleich verdammt feucht, das ganze Wasser wird dann erstmal sinnlos rumgefahren und zieht dann im MHKW den Heizwert runter und den Aufwand für die Rauchgasentschwefelung hoch. Der gute Dünger wird dann auch noch aufwändig deponiert.

[-] trollercoaster@sh.itjust.works 1 points 5 hours ago* (last edited 5 hours ago)

Es ist nicht mal nur das. Auch die Energiedichte von trockener Biomasse ist um Einiges niedriger, als die von fossilen Kohlenwasserstoffen.

this post was submitted on 12 Aug 2026
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