45
Neue Regeln der EU: Diese Verpackungen gibt es bald nicht mehr
(www.tagesschau.de)
Das Sammelbecken auf feddit.org für alle Deutschsprechenden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und die zwei Belgier. Außerdem natürlich alle anderen deutschprechenden Länderteile der Welt.
Für länderspezifische Themen könnt ihr euch in folgenden Communities austauschen:
___
Zusätzliche Regeln aus „Lessons learned":
___
Einsteigertipps für Neue gibt es hier.
___
Eine ausführliche Sidebar mit den Serverregeln usw. findet ihr auf der Startseite von feddit.org
___
Nö. Plastik-Rezyklat ist annähernd immer Fabriksabfall.
Beim Spritzguss fallen z.B. Anschlüsse ans Spritzgestell, Randabschnitte und Formteile mit Maßabweichungen an.
Das ist frisches Plastik, dass ein Mal durch das Spritzgussverfahren gegangen ist, und mit dem rein gar nichts ansonsten passiert ist. Das ist genauso sauber wie frisches Granulat.
Der einzige Bereich, wo "echtes" Plastikrecycling, also Recycling nach der Nutzung durch einen echten Endkunden, in nennenswerten Mengen passiert, ist PET-Flaschen.
Sämtliches andere benutzte Plastik kommt in das "Thermische Recycling", aka Müllverbrennung.
Wird nur Plastik verbrannt, dann kann man die Reste zur Asphaltherstellung verwenden. Das rennt dann unter Recycling.
Dass PET o. Ä. aus dem gelben Sack nicht mehr zu Lebensmittelverpackungen recycelt werden (somdern nur Pfand-PET oder Ausschuss aus der Produktion) ist aus lebensmittelhygienischen Gründen so vorgeschrieben. Das heißt aber nicht, dass der größte Teil aus dem gelben Sack verbrannt wird. Die stoffliche Verwertung steht in der Abfallhierarchie über der thermischen Verwertung, deshalb darf nur verbrannt werden, was nicht stofflich verwertet werden kann. Hier ist das Kreislaufwirtschaftsgesetz eindeutig. Derzeit werden ca. 70% aus dem gelben Sack stofflich verwertet (der Kunststoffbedarf ist leider so enorm, dass es derzeit keine Rolle spielt, ob aus Traubenverpackungs-PET keine Lebensmittelverpackung mehr werden darf, sondern nur z. B. eine Spüliflasche). Eine für das Recycling desigte Verpackung darf und wird also nicht verbrannt werden, auch wenn die Gerüchte, dass im gelben Sack eh alles verbrannt wird, schon seit der Einführung des grünen Punkts kursieren. Welche (Verbund-)Kunststoffverpackungsarten fast durchweg aus dem Stoffkreislauf herausfallen und größtenteils in die Verbrennung gehen sind schon lange bekannt und dieses Problem wird durch die hier besprochene EU-Verordnung ab 2030 angegangen. Besser spät als nie wenn man mich fragt.