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submitted 1 day ago* (last edited 1 day ago) by D_a_X@feddit.org to c/dach@feddit.org
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[-] Black616Angel@discuss.tchncs.de 21 points 1 day ago

Also das ist so ein Artikel, der mich an ein kürzlich erschienenes Kurz gesagt Video erinnert und ähnliche Bedenken hervorruft.

Hier wird wieder gesagt "Die Rente zahlen entweder alle mit einem Teil von ihrem Lohn, oder die siee fliegt weg!"

Aber es gibt nicht nur diese beiden Möglichkeiten. Man könnte auch (wird im Artikel eher abfällig erwähnt) mehr aus anderen Staatseinnahmen zuschießen. Bspw. (ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster) indem man Vermögen und Erben endlich mal richtig besteuert und diese Steuern dann auch eintreibt.

Das System bröckelte nur dann, wenn man diesen reinen Umverteilungsgedanken hat, denn die deutsche Produktivität ist nicht gesunken, lediglich das, was beim Pöbel ankommt wird im Verhältnis weniger.

[-] Ooops@feddit.org 16 points 1 day ago

denn die deutsche Produktivität ist nicht gesunken

Das ist 'ne interessante Art, es auszudrücken. Richtig ist sogar: bereinigt ist die Produktivität der Deutschen massiv gestiegen, so massiv, dass in der Tat selbst pro Kopf (also Demographie schon inklusive) ein riesiges Plus existiert. Nur werden jetzt schon seit Jahrzehnten alle Zugewinne unberührt nach oben weg transferiert.

[-] sfxrlz@lemmy.world 5 points 22 hours ago

Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren

[-] FooBarrington@lemmy.world 4 points 1 day ago

Wer dazu mehr hören möchte, dieses Video ist eine gut argumentierte Antwort auf das kurzgesagt-Video: https://youtu.be/UjmsfOXy5oM

[-] Jiral@lemmy.org 5 points 1 day ago

Telepolis gibt es noch immer? Ich habe aufgehört das zu lesen als man bei vielen Artikeln keinen Unterschied mehr zu Sputnik und RT erkennen konnte.

[-] D_a_X@feddit.org 2 points 22 hours ago

Ich bin auch noch sehr zögerlich, Artikel von Telepolis zu posten. Aber der Stil scheint sich etwas geändert zu haben.

[-] Don_alForno@feddit.org 6 points 1 day ago

Da hat ein Staat über Jahrzehnte hinweg seinen Bürgern eingeredet, das Eigenheim sei der Kern bürgerlicher Sicherheit – und nun sollen dieselben Bürger im Alter genau dieses Haus verkaufen, damit sie dem Gemeinwesen nicht zur Last fallen.

Ja warum denn eigentlich nicht? Eine Altersvorsorge ist dafür da, für's Alter vorzusorgen. Und wenn das bedeutet, dass sie ein Vermögenswert ist, den man bei Geldnot verkaufen kann, dann ist das doch nur gerecht. Warum sollte ein bestimmter Vermögenswert gegenüber Altersvorsorge in anderer Form privilegiert werden?

[-] KatherinaReichelt@feddit.org 2 points 1 day ago

Das ist grundsätzlich das Problem an privater Altersvorsorge. Du sparst und bildest Rücklagen. Das ist sinnvoll. Und wenn du dann vor der Rente irgendwann mal ein Problem hast, dann bist du gekniffen: Du bist verpflichtet deinen schicken ETF zu verkaufen bevor du Bürgergeld bekommst. Das gilt auch manchmal für dein Haus und sonstige Ersparnisse.

Auf der einen Seite ist das natürlich sinnvoll - der Staat muss jetzt keinem den Lebensunterhalt zahlen, der hunderttausende Euro Ersparnisse hat. Auf der anderen Seite killt dann eine bei vielen in der Biographie zu erwartende Durststrecke dann auch alle private Altersvorsorge. Wirtschaftskrise, Job weg, länger arbeitslos? Tja.

(im Pflegefall ist das natürlich anders, da ist dann der Verkauf eines Hauses halt schon die Nutzung als Altersvorsorge. Wenn, und das ist wichtig, wenn da nicht noch der Partner wohnt)

[-] Don_alForno@feddit.org 2 points 7 hours ago* (last edited 4 hours ago)

Wenn, und das ist wichtig, wenn da nicht noch der Partner wohnt)

Wieso? Wenn ich ETFs mit meiner Frau im gemeinsamen Depot bespare, und als erster zum Pflegefall werde, ist "ihre" Hälfte vom Depot am Ende doch auch mit weg wenn's ganz dumm kommt (bis auf ich glaube 20.000€, die geschont werden).

Das sage ich nicht um auszudrücken, dass mir das Schicksal des Ehepartners egal sei, sondern dass nicht nur der status quo verteidigt werden sollte. Wenn eine Vermögensart geschützt wird, sollten alle geschützt werden. Bzw. eigentlich sollte es besser gar keine Eigenanteile in der PV geben.

[-] DrunkenPirate@feddit.org 4 points 1 day ago* (last edited 1 day ago)

Auch wenn es so kommen könnte, halte ich es für einen sehr unwahrscheinlichen Fall. Statistische Daten sprechen da eine andere Sprache. Diese besagen, dass Akademiker eine höhere Lebensarbeitszeit haben als normale Facharbeiter. Dies erreichen sie, trotz längerer Ausbildung/Studium, durch weniger Arbeitslosigkeit.

IdR können sich Akademiker (oder Handwerksmeister) durch die höheren Löhne eher ein Haus leisten als Ungelernte oder Facharbeiter.

Das würde für mich in dieser logischen Kette bedeuten, dass Hausbesitzer weniger von Arbeitslosigkeit betroffen sind, da sie idR höhere Ausbildung haben.

Der Punkt den der Telepolisautor bringen möchte, ist mMn ein Klassistischer. Er argumentiert, dass die Menschen aus dem schutzlosen Proletariat/Prekärem rausgeholt werden sollen. Sie sollen nicht den Mächten des Lebens schutzlos ausgeliefert sein und auf die Güte des Staates hoffen. Und für mich fühlt sich ein Eigenheim auch ein wenig nach Autonomie an.

Er kritisiert, dass der Staat erst die Bürger mündiger/autonomer/resistenter machen wollte und nun, wenn die Sozialsysteme wegen Demografie zusammenbrechen, alles rückgängig macht und diese Autonomie wegnimmt. Bzw. den kommenden, erbenden Generationen das Eigenheim wegnimmt.

Denn dieses Gefühl nicht mehr in der Lage zu sein, sein Leben eigenständig führen zu können, dieses Gefühl radikalisiert die Menschen. Und ich fürchte, das sehen wir ja auch schon zum Teil. Viele Menschen (ausser der Oberschicht) kommen finanziell immer mehr an ihre Grenzen. Aber das ist ein anderes Thema.

[-] kossa@feddit.org 3 points 1 day ago

der Staat muss jetzt keinem den Lebensunterhalt zahlen, der hunderttausende Euro Ersparnisse hat

Da ließen sich ja auch Regeln drumherum bauen. Größeres Schonvermögen, dass realitsisch Altersvorsorgen abdeckt z.B.

Oder halt "wir zahlen nur, solange du keinen signifikanten Anteil deiner Altersvorsorge liquidierst". Das ist ja überprüfbar.

[-] gandalf_der_12te@feddit.org 1 points 22 hours ago

wirkt auf mich wie ein sehr polemisch geschriebener artikel.

[-] rbn@sopuli.xyz 1 points 23 hours ago

Ich finde ein Kompromiss in diese Debatte könnte darin bestehen, dass die Leute (sofern es der Gesundheitszustand zulässt) in ihrem Haus leben bleiben dürfen, die Immobilie aber trotzdem nach und nach in den Besitz des Staates übergeht, entsprechend der Lebenshaltungskosten. Dann betrifft das Problem nur die potentiellen Erben, was ich persönlich in Ordnung finde.

Eine Lücke sehe ich nur darin, dass die Leute (wie schon heute häufig) ihren Besitz schon vorzeitig an die Kinder o.ä. übertragen.

[-] bremen15@feddit.org 3 points 1 day ago
[-] D_a_X@feddit.org 3 points 1 day ago

Im Firefox Textansicht geht es noch.

this post was submitted on 30 May 2026
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