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submitted 2 days ago by dubak@feddit.org to c/cologne@feddit.org
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[-] dubak@feddit.org 5 points 1 day ago

Ich schätze der Großteil der Kosten geht für Rechtsanwälte die ein rechtsicheres Gutachten schreiben müssen. In Paris oder Kopenhagen könnte man sich natürlich dieses Gutachten sparen und die Stadt Köln kann auch selber Messungen und Simulationen durchführen bzw. macht sie das bereits. In DE sagt aber die StVO, dass die Straßen dazu da sind, dass der Autoverkehr fließend vorankommt. Wenn die Stadt eine Autospur entfernen möchte, muss sie rechtsicher zeigen, dass der Verkehrsfluss dadurch unbeeinträchtigt bleibt. Das geht nur mit einem Gutachten von einer anerkannten externen Firma.

Lärmmessungen werden für das Gutachten nicht benötigt. Dazu wurde bereits ein Gutachten vor ca. 1 Jahr bestellt und erstellt.

[-] BigShammy80@feddit.org 2 points 1 day ago

Das ist doch alles Quatsch. Wofür haben wir denn zuständige Behörden, die für den Verkehr verantwortlich sind? Wenn die selber, sprich ohne rechtssichere Gutachten von Anwälten, nichts machen können, ja wofür sind die dann bitte da?

Hier wird Geld unnötig zum Fenster rausgeschmissen!

[-] dubak@feddit.org 4 points 1 day ago* (last edited 1 day ago)

Das Geld ist wirklich das kleinste Problem. An der Luxemburger Straße sind in den letzten Jahre zahlreiche Fahrradfahrer bei Verkehrsunfällen gestorben. Die zweitgefährlichste Kreuzung in NRW für Jahr 2025 ist die Kreuzung mit Luxemburger und Universitätstr. Leider sind bereits alle einfacheren Maßnahmen wie Tempo 30 ausgeschöpft worden und Sperrung der Autospuren ist in DE rechtlich ein großes Unterfangen.

Natürlich gibt es andere Maßnahmen, wie das Erneuern von horizontalen Markierungen oder der Straßenschilder, bei denen das Verkehrsdezernat kein Gutachten benötigt. Letztendlich ist das aber eine Risikokalkulation. Das Tempo 30 an der Luxemburger hat das Verkehrsdezernat im ersten Anlauf ohne ein Gutachten eingeführt und die Bezirksregierung (die Aufsichtsbehörde) hat das dann nach zwei Tagen wegen mangelder Rechtssicherheit wieder gekippt. Danach wurde ein Gutachten eingefordert und erst danach kam Tempo 30. Es gibt aber auch andere Themen und andere Bereiche in denen die Bezirksregiurung gerne wegschaut.

EDIT: Quelle hinzugefügt

[-] it_depends_man@lemmy.world 1 points 1 day ago

Dann stellt sich trotzdem die gleiche Frage wieder.

Das geht nur mit einem Gutachten von einer anerkannten externen Firma.

Was genau macht diese Firma und warum bedeutet eine Lärmmessung, egal wie gut oder rechtssicher, Vollbeschäftigung für mind. 2 Leute für 2 Jahre?

[-] dubak@feddit.org 2 points 1 day ago

Es kamen noch heute Infos zu deiner Frage. Von KStA:

Markus Friedrich, Inhaber des Lehrstuhls für Verkehrsplanung und Verkehrsleittechnik an der Universität Stuttgart, hält die Summe grundsätzlich für erklärbar: „Angesichts der Komplexität ist es eine vorstellbare Summe.“ Schließlich müsse nicht nur geprüft werden, was der Wegfall eines Fahrstreifens für Autofahrer bedeutet. Nötig seien unter anderem ein verkehrstechnischer Entwurf, angepasste Ampelschaltungen, aktuelle Verkehrsdaten sowie Simulationen dazu, wie sich Fahrzeiten, Routenwahl und der Umstieg auf andere Verkehrsmittel verändern könnten. Entscheidend sei zudem, welche Anforderungen die Stadt an die Untersuchung stelle. Friedrich betont deshalb: „Es ist nicht so, dass ein Ingenieurbüro damit reich wird.“ Als Alternative wäre aus seiner Sicht auch ein provisorischer Verkehrsversuch auf der Luxemburger Straße denkbar – allerdings müsste auch dieser fachlich von einem Planungsbüro begleitet werden.

[-] it_depends_man@lemmy.world 2 points 1 day ago

Vielen Dank für das Update!! Wirklich sehr nett von dir!

„Es ist nicht so, dass ein Ingenieurbüro damit reich wird.“

Als Ingenieur zweifel ich das mal ganz stark an 🤣 die sind auch nicht dumm und werden alle verfügbaren Bären aufbinden um den Preis zu rechtfertigen. "Wir haben die gefragt die wir bezahlen und die haben gesagt das muss soviel kosten." Ist jetzt nicht sooooo der Glücksgriff.

Deswegen will ich ja die Aufstellung sehen und keine Phrase von denen die das Geld einstreichen.

Aber egal, ich werds nicht ändern oder weiter verfolgen.

[-] dubak@feddit.org 2 points 1 day ago* (last edited 1 day ago)

Rechtswissenschaftler sind teuer, die Arbeiten nicht für 3000 € Netto. Ich schätze das Honorar orientiert sich in diesen Bereichen weniger nicht nach arbeitsstunden sondern nach Angebot und Nachfrage am Markt. Dass das Gutachten kurzfristig und schnell (das werden einige Monate nicht Jahre) erstellt werden soll macht es nicht günstiger. Grundsätzlich, stimme ich zu, dass das Gutachten teuer ist. Ob es überteuert ist, bei der Frage müsste man die branchenübliche Vergütung kennen.

this post was submitted on 28 Jul 2026
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