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Ersatz für Autos, Stütze für ÖPNV: Wie E-Scooter wirklich genutzt werden
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Eine Sache, die ich mich frage, ist ob die Verfügbarkeit von Scootern manche Menschen davon abhalten könnte, das Fahrrad zu benutzen, oder auch überhaupt Fahrrad fahren zu lernen.
Schließlich ist das Fahrrad auch für weitere tägliche Entfernungen bis 15 oder 20 Kilometer geeignet und ist deshalb nicht nur eine echte Entlastung für den für die Kommunen vergleichweise teuren ÖPNV, sondern auch eine ernstzunehmende Konkurrenz zum Auto.
Welche Variante die Autolobby bevorzugt, dürfte daher klar sein.
Fahrradmitnahme im Zug ist halt in Deutschland wegen völlig überfüllter Nahverkehrszüge oft unmöglich, die Leihscooter sind da schon praktisch - Leihfahrräder wären es auch, aber die sind oft viel teurer, können oft nicht am Zielort abgestellt werden und sind allgemein schlecht verfügbar.
In Frankfurt/Main sind die Leihfahrräder mit 1€ für 30 min wesentlich günstiger.
In München beispielsweise sind elektrische Scooter im ÖPNV verboten, wegen des Risikos eines Akkubrandes.
Nichtelektrische darf man natürlich weiter mitnehmen, und die tun's ja auch.
Jetzt als blöde Frage: Wäre das nicht eigentlich total egal? Ob jetzt jemand mit dem eBike oder dem eScooter durch die Gegend fährt, dürfte ja egal sein. Er macht keinen Lärm, keine lokalen Abgase, der Energieverbrauch ist gering und volksgesundheitlich dürfte es zwischen einem eScooter und einem eBike im Turbo-Modus wenig Unterschied geben.
Abgesehen vom in Deutschland ungelösten Problem der Stellplätde, so dass Fussgänger nicht behindert werden, werden Scooter-Nutzer längere Strecken eher mit einer Kombi aus Bus + Bahn + Scooter zurück legen. Da aber der ÖPNV nicht kostendeckend arbeitet, ist das teurer für die Allgemeinheit. Es blockiert auch ÖPNV Ressourcen für Leute, die etwas längere Strecken zurück legen müssen und dann deswegen zum Auto greifen.
Deswegen sind Fahrräder aus kommunaler Sicht besser.
Und zur Volksgesundheit - das Fahrrad ist auch sicherer, leider.
Ist Fahrrad auch bei Hitze besser für Gesundheit?
Bei den Temperaturen die wir bis jetzt normal haben ja. Fahrtwind kühlt und Ausdauer"sport" erhöht die Toleranz gegen Hitze.
Bei 42°C und 80% Feuchte ist das nicht mehr so, da muss man sich tatsächlich anpassen.
Denke ich auf jeden Fall. Die Unter-20-Jährigen hier fahren gefühlt nur mit Scootern, keine Fahrräder. Die fragen sich wahrscheinlich, warum da so eine alberne Tretmühle auf dem Elektrofahrzeug installiert ist.
Also klar, wenn die mal irgendwann den ganzen Tag im Bürojob sitzen, dann lernen sie die Bewegung auch zu schätzen, aber wenn die dann aus der Jugend keine Verbindung zum Fahrrad haben, dann suchen sie sich wahrscheinlich auch etwas anderes...