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Deutschland
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Ich frage mich ja, ob es denn einen tagesaktuellen Indikator überhaupt braucht?
Trägt diese ständige Kakophonie von Börsenwerten wirklich sinnvoll zu irgendetwas bei - oder ist das vielmehr nur ein weiterer Teil der medialen Überfrachtung, die Vielen mittlerweile gar nicht mehr gut tut?
Ich habe ja das Gefühl, dass Monats- oder Wochenwerte für die Mehrheit der Menschen vollkommen ausreichend wären. Meinetwegen auch ergänzt durch Umfragen, wenn wirklich mal politisch Relevantes beschlossen wird.
Die interessierte Investorin, für die Echtzeitwerte relevant sind, kann die Daten ja auch am Tag mehrfach beziehen, das ist unbenommen. Aber der einfache ETF-Sparer braucht mmn. keine täglichen Daten.
Tja.. dieses Bedürfnis, da irgendwie einen Finger am Puls zu haben, scheint es halt schon zu geben - gerade in Zeiten, wo Leute 24/7 Puls, Atmung, Kalorien, Luftdruck, Standort des Autos/der Kinder/der Ehefrau,.. tracken, . Über die Sinnhaftigkeit kann man sicher streiten. Sehr viel mehr als die wirtschaftliche Großwetterlage auf dem Globus wird da bei vielen wohl nicht hängenbleiben. Ich finde den Gedanken, dieses Info-Bedürfnis mit einem/mehreren alternativen, besseren Indikatoren zu befriedigen, ganz interessant.
Ja, bei denen die dort Geld "erwirtschaften" (lies: von der Masse, die im Schnitt nichts gewinnt, abzweigt).
Ich hatte dich anfänglich nach deiner Meinung gefragt:
Hast du eine Idee, wie es besser laufen sollte, oder, sorry für die Wortwahl, kotzt du dich hier nur aus?
Nein, du hast behauptet, dass es einen tagesaktuellen Gradmesser braucht. Die Annahme ist falsch. Niemand außer denen, deren Massen an Geld weiteres Geld "erwirtschaften" (also eigentlich nichts beitragen) benötigen einen solchen. Weder braucht irgendeine ernsthafte Wirtschaftsanalyse Datenpunkte im Tagesrhythmus (eigentlich ja sogar noch kleinteiliger dank Verläufe über den Tag), noch benötigt irgend ein normaler Anleger diese.
Die Einzigen, die derart kleinteilige Angaben und Transaktionen benötigen sind diejenigen, die bereits kurz vor der Veröffentlichung neuer Nachrichten auf diese "reagieren" (lies: Verbindungen und Korruption) und die Spielsüchtigen, die sich einreden, dass sie auch mal so "schlau" sind oder so viel "Glück" haben, wie ihre Vorbilder, die tatsächlich nichts tun als dank viel Geld noch mehr tatsächlich produzierten Wohlstands abzuschöpfen.
Ok, verstehe. Auskotzen also.
Viel überzogene Klischee-Polemik, aber nichts konkretes, konstruktives. Sehr schade.
Zur Sache: für Wirtschaftsanalyse mit Datenpunkten in diesem Rhythmus interessieren sich beispielsweise Zentralbanken. Man darf gerne streiten, ob für die die tägliche Dosis Börse in der tagesschau relevant ist. Aber die Aussage, das so etwas nur etwas für den "Klischee-Monopoly-Typen an der Börse" ist, hält nicht.
Und eine dem billigen Klischee-Handbuch entsprungene "klandestine, vernetzte, insiderhandelnde Eliten-Clique" braucht diese Berichterstattung doch ebenfalls überhaupt nicht, denn wer Insiderhandel betreibt, braucht erst recht keine "Börse im Ersten"!
Die echte "Elite" an der Börse macht ihr schnelles Geld durch Hochfrequenzhandel, da wäre nicht mal ein Dauer-Liveticker auf tagesschau.de schnell genug. Zeit, die Vorurteile anzupassen.
Also, du willst nicht tagesaktuell über die Börse berichten, du willst nicht tagesaktuell über den Anstieg der Mieten berichten. Kommen wir doch mal aus dieser Negativphase raus: was würdest du denn wollen?