28
[Blog] Die Rechte ist kein Echo linker Fehler
(starke-meinungen.de)
Das Sammelbecken auf feddit.org für alle Deutschsprechenden aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg und die zwei Belgier. Außerdem natürlich alle anderen deutschprechenden Länderteile der Welt.
Für länderspezifische Themen könnt ihr euch in folgenden Communities austauschen:
___
Zusätzliche Regeln aus „Lessons learned":
___
Einsteigertipps für Neue gibt es hier.
___
Eine ausführliche Sidebar mit den Serverregeln usw. findet ihr auf der Startseite von feddit.org
___
Ja, das bezweifelt auch niemand. Aber zwischen eine Generation Milliardäre langsam auszuphasen und einer radikalen Enteignung innerhalb von 10 Jahren, ist halt ein meilenweiter Unterschied. Und ich verstehe nicht, warum unser Wirtschaftssystem kaputt sein sollte, wenn es in ca. 30 Jahren dann halt keine Milliardäre mehr gibt?!
Meinen (resp. Adenauers) Weg über die Einkommensbegrenzung. Ich meine, wenn man die Steuertarife von 1949 nach Inflation auf heute umrechnet, dann wäre die Einkommensobergrenze bei ca. 850k. Bei einer durchschnittlichen 9% Rendite hätte man dann ja auch eine Vermögensobergrenze. Die läge dann so bei etwa 10 Mio. Euro. Dagegen sind die Linken ja geradezu großzügig mit 1 Milliarde 😅. Aber das würde halt voraussetzen, dass man Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne der ganz normalen Einkommensteuer unterwirft.
15 % ist kein langsames aus Phasen, das liegt, wie ich dir gezeigt habe, deutlich über den Kapitalmarkt Renditen, die wir kennen. Und da wird auch nichts langsam passieren. Die Leute werden sehr schnell Konsequenzen ziehen. Damit wird es auch nicht keine Milliardäre geben sondern keine Milliardäre in Deutschland, denn die deutschen müssen ja ihr Milliardenunternehmen verkaufen. Dann wohl nicht an andere deutsche.
Weil wir damit den Privatbesitz an Produktionsmitteln für beendet erklären, sobald er eine gewisse Größe hat also genau erfolgreiche Unternehmungen effektiv verbieten bzw. garantieren, dass diese an Ausländer verkauft werden müssen.
hohe Einkommen sind hier nicht das Problem, wenn ich dann glauben würde, dass Milliarden Vermögen ein Problem in sich sind. Wie du selber feststellst, kommt man damit nicht auf eine Milliarde. aber auch hier würde ich wieder eine schwäche im Zins rechnen attestieren, jemand der regelmäßig 800.000 weg gespart, würde natürlich easy weit über 10 Millionen € Vermögen erreichen.
was ein Adenauer in einem kaputtgebombten Land gemacht hat, in dem es kaum Wohlstand gab, lässt sich einfach nicht auf die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt übertragen.
Sind sie ja nicht, denn sie wollen ab 1 Million zulangen.
Auch hier: Es ist nicht das Problem, dass diese Erträge keiner Steuer und aber auf dem wären. Das sind sie. Vielmehr werden auf Körperschaftsebene bereits steuern erhoben, auf Kapitalertragsebene dann nochmals, so dass wir bei einer Erhöhung letzerer schnell jenseits der 50 % landen. Auch nicht so clever. aber auch das sind keine Substanzbesteuerungen und damit ein viel weniger scharfes Schwert.
Erstmal fordert die Linke "nur" 12 %.
Gut, man kann sich hier semantisch über "langsam" streiten. Aber ey, weil wir bei der Klatten waren: nur ihr BMW Vermögen (11 Milliarden) wäre erst nach 35 Jahren unter einer Milliarde wert, bei 12% Besteuerung. Aber die hat ja noch viel mehr als nur den BMW Teil. Die würde, selbst mit den Plänen der Linken, zu Lebzeiten gar nicht mehr erleben, dass sie weniger als eine Milliarde Vermögen hat. Und das auch nur unter der Annahme, dass ihre sonstigen Anlagen genauso schlecht laufen wie BMW mit "nur" 3-6 % Rendite im Jahr. Ist also wunderbar für das Leistungsprinzip: ihre Erben können dann selbst wieder großes Vermögen aufbauen. Nur ein Witz, die würden ja trotzdem hunderte Millionen erben und hätten ausgesorgt.
Finde das jetzt nicht so ad-hoc schnell, wenn man Milliardären sagt: finden wir zu doll, in 40-50 Jahren seid ihr keine Millardäre mehr. Dann habt ihr nur noch 999 Mio. Euro Vermögen, was ja dann nur noch mit 5% Vermögensteuer belegt wäre. Das kann man ja schaffen zu erhalten.
Wat? Warum? Können auch in inländischen Streubesitz gehen. Oder wir erlauben, dass Vermögensteuer auch direkt in Unternehmensanteilen gezahlt werden können. Ich meine, VW gehört auch zu einem großen Teil dem Staat. Die stehen genauso gut oder schlecht da, wie die anderen Autokonzerne.
1950 war Westdeutschland halt die achtgrößte Volkswirtschaft. Witzigerweise wurde ja der Lastenausgleich durchgeführt, um die damalige innerdeutsche Flüchtlingskrise zu bewältigen. Wir hatten ja auch eine Flüchtlingskrise. Und davor eine Finanzkrise. Dann Corony. Dann zwei Energiekrisen und Krieg vor der Haustür. Außerdem ein Haufen kaputter Infrastruktur. Fair enough, das Land ist nicht zerbomt, aber ein neues Wirtschaftswunder würde auch nicht schlecht tun. Und wenn du dir anschaust, wie das Wirtschaftswunder zustande kam: massive Umverteilung, Explosion der Staatsquote. Deswegen reite ich auch auf der Adenauergeschichte so rum. Wir (unsere Wirtschaft) haben ja nichts davon, wenn reiche Menschen Aktien horten und von der Rendite mehr Aktien kaufen. Sondern wir haben was davon, wenn unsere Brücken repariert werden. Wenn die inländischen Bauunternehmen Geld dafür erhalten und ihren Angestellten geben, die davon was kaufen können. Das Geld muss im Kreis laufen, damit wir (unsere Wirtschaft) etwas davon hat.
Ja, aber mit Steuersätzen deutlich unterhalb der Renditeerwartung von Vermögen.
Nein, wir landen nicht jenseits der 50%. Hier sind Modellrechnungen, die die Besteuerung auf Körperschaftsebene berücksichtigen. Davon ab, sind das halt auch die Kosten des Schutzprivilegs von Kapitalgesellschaften. Wenn ich meine Kapitalgesellschaft in Grund und Boden wirtschafte, dann bleibt mein Privatvermögen verschont. Aber bei der Besteuerung soll plötzlich Rücksicht genommen werden, dass die Privatperson und die Kapitalgesellschaft als eine Einheit zu betrachten sei? Ist irgendwie...inkonsistent.