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AfD-Chef Chrupalla in ARD-Talk: Appell gegen Normalisierung der extrem Rechten
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Verstehe ich das jetzt richtig (ernst gemeint, ich bin mir absolut nicht sicher ob ich deine Aussage richtig verstanden habe), dass wir anfangen sollen gegen Ausländer zu hetzen, damit es die AfD nicht tut?
Bloß weil auf einmal andere Parteien Dinge tun die sonst die AfD machen würde, werden diese nicht gut. Wir sollten lieber darauf hinweisen, wie unfassbar beschissen und überlastet die Deutsche Integration ist und diese mit mehr Personal ausstatten, sowie Abläufe vereinfachen (bspw. Ist es komplett dumm, dass migrierende Person eine ArbeitsERLAUBNIS vom Amt brauchen und so lange man die nicht bekommt darf man nicht arbeiten). Die angeblichen "Probleme der Massenmigration" die wir haben sind Probleme, die man sich durch strukturellen Rassismus selber ins Haus geholt hat.
„Hetzen“: da taucht das polarisierte Denken bereits auf. Man muss in der Lage sein, sachbeständig sich unterhalten zu können, wie 1 Million+ Flüchtlinge/Migranten in dem Land einen Anschluss finden sollen, und die Vielzahl an logistischen Entscheidungen zu treffen, um das tragbar zu machen. Ohne dass gleich „besorgter Bürger“ u.ä. fällt. Das hilft auch den Migranten, denn ohne vernünftigen, langfristigen Plan, zu dessen Beschaffung es auch notwenig ist, allgemein Kritik ausüben zu dürfen, endet man mit der mysteriös ansteigenden AFD, die ihnen dann das Leben sehr schwer machen wird.
Als weiteres Beispiel fällt mir z.B. die dumme Debatte über Transfrauen im Sport ein. Warum weist man nicht einfach auf wissenschaftliche Studien der Leistungsfähigkeit in den betroffenen Sportarten hin, statt da immer eine große ideologische Debatte zu öffnen. Nicht-Rechte haben sich hier im Grunde genommen ähnlich populistisch wie die Rechten verhalten, indem sie auch mit ideologische oder sonstwie off-topic Parolen der Sache angegangen sind, anstatt sich hinzusetzen und denken, was da eigentlich besprochen wird, und wie man damit sachlich, und dadurch auch wirklich konstruktiv umgehen kann.
Das ist kein polarisierendes denken, sonder das was die AfD macht. Wenn es kein Hetzen ist, wie würdest du denn sonst das Verhalten der AfD gegenüber Migrationsthematiken bezeichnen? Was sind Aussagen wie "Alimentierte Messermänner" oder "wir brauchen Millionenfache Remigration". Wie sollen wir es nennen, wenn die AfD sämtliche Migrieren de Personen über einen Kamm schert, wenn es nicht Hetze genannt werden soll?
Ist ja das was ich gesagt habe. Das macht aber eben die AfD nicht. Sie sucht die Schuld bei den ganzen Menschen, welche vor Hunger und Krieg (welchen wir als Westen oftmals mit zu verantworten haben dank Kolonialismus) fliehen um ein besseres Leben zu haben. Sie redet nicht davon, dass man die Integration durch Bürokratieabbau verbessern kann. Die AfD interessiert sich nur dafür, wie man migrierende nicht weiße Personen am schnellsten wieder los wird (im Klartext: wie man sie abschieben kann).
Hast du mal probiert mit wahlweise mit Querdenken oder Faschos diskutiert? Wenn nicht, dann solltest du das mal machen und dann kannst du ja mal erzählen, wie sehr die deine Studien interessiert haben. So sehr ich mir wünschen würde, dass ein gesellschaftlicher Diskurs auf wissenschaftlicher Basis geführt würde, sieht die Realität ganz anders aus. Schau dir die Bild Schlagzeilen an. Ist das Wissenschaft? Ich glaube nicht. Leute die auf die Propaganda von Bild und co reinfallen haben die Superkräfte namens "Mir egal wie gut deine Quelle ist, ich glaube der einfach nicht." Du kannst nicht mit Leuten Argumentieren, die sich Argumenten verweigern.
Ich meinte Hetzen im Kontext unseres Gesprächs. Ich beschreibe ja, dass es möglich sein sollte, sich über das Migrationsthema offen und dadurch auch kritisch unterhalten zu können, und da kommt gleich „Hetzen“ auf, was nichts zur Sache tut. Ja, es gibt Leute die Kritik ausüben weil sie Hetzen wollen, aber es bleiben zwei völlig verschiedene Sachen, und Kritik führt nicht zwingend zu Hetze.
Zum Rest will ich nur sagen, dass ein großer Fehler in der derzeitigen öffentlichen Debatte es ist, kleine Gruppen zu verallgemeinern, und dadurch effektiv größer zu machen, ja, es gibt maliziöse Akteure, oder so total Hirngewaschene, wo Diskussion tatsächlich eine Zeitverschwendung ist, aber das ist NICHT das 25%+ der Bevölkerung, das letztendlich die Wahlen bestimmt. Es ist eine öffentliche Debatte, man muss an alle denken, die zuschauen. Die Personen womit debattiert wird sind nur ein Instrument, um die Mehrheit zu überzeugen. Wenn man damit nicht umgehen kann, ist eine politische Bestrebung sinnlos.
Als ob das noch niemand gemacht hätte 😂
In diesen Zeiten ist sich ja nicht mal ein Markus Söder zu schade, konfrontiert mit wissenschaftlicher Arbeit einfach zu antworten "Das glaube ich nicht" und damit davonzukommen.
Hast du die Formate wie Miosga oder Lanz mal gesehen? Was glaubst du, wieviel Redebeitrag da rumkommt? Und da soll jemand die wissenschaftliche Forschung, für den Laien verständlich, mal eben kurz darlegen? Mit Quellenangabe am besten. Und dann sagt der Fascho hinterher "Ach so, ja, jetzt bin ich überzeugt".
Ne, in diesen Formaten kann man kurz sagen "die Studienlage sagt dasunddas." Die Antwort darauf ist aber seit jeher "ich kenne aber andere Studien, die sagen das Gegenteil", dann ist die Sendezeit vorbei und das Publikum glaubt weiter das, was sie vorher schon für richtig gehalten haben, gibt ja auch Studien dazu.
Nein, man muss die wissenschaftliche Arbeit nicht zitieren, aber eben hartnäckig drauf hinweisen, denn das ist die eine und einzige Lösung des Problems. Wenn die Debatte ausufert, dann nochmal, und nochmal und nochmal
Dann behauptet die Gegenseite weiter hartnäckig "wir haben auch Studien". Das ist doch sogar bei so Themen wie dem Klimawandel so. Irgendein verirrter Sprallo schreibt ein Paper und plötzlich ist das eine zu beachtende Minderheitenmeinung, obwohl jahrzehntelange Forschung und Tausende Paper das Gegenteil belegen.
Mach' mal ruhig, weise hartnäckig auf die Lügenkonstrukte der extremen Rechten hin, und schau' wie weit du kommst, wird super 👍.
Hat auch noch niemand vorher versucht.
Dann bleibt man wie gesagt hartnäckig beim Thema, denn die wissenschaftliche Richtung ist korrekt, man muss dann diskutieren, warum die Studien glaubwürdig sind oder nicht, und wenn Zweifel bezüglich der Wissenschaft selbst aufkommen, dann diskutiert man diese Zweifel, und so weiter.
Die Sache ist, das ich dieses „bereits versucht“ ehrlich gesagt kein einziges Mal gesehen habe, in allen Fällen wurden Studien überhaupt nicht erwähnt. Also wenn es getan wird, ist es nicht oft genug.
OK, also muss ich bei jeder Diskussion ein so gutes Verständnis des Themas haben, dass ich Wissenschaftliche Literatur lesen und Interpretieren kann. Dieser Anspruch an Diskussion ist zwar nett, aber ich habe von ausreichend Themen nicht ansatzweise Genug Ahnung, als dass ich mir Zutrauen würde Studien gegen Anschuldigungen zu Verteidigen (sofern die Gegenseite sich die Studien überhaupt anschaut).
Studien können verständlichere Zusammenfassungen haben, die sich je nach Kontext einsetzen lassen. Wenn nicht existierend, lässt man sie erstellen. Bei so beliebten und vermeintlich wichtigen Themen, sollte das kein Problem sein. So können Debatten geführt werden, ohne dass alle Experte oder Wissenschaftler sein müssen.
Wichtig ist jedenfalls zu erkennen, dass so oder so, die wissenschaftliche Perspektive das EINZIGE ist, was hier Antworten liefern kann. Wenn es Schwierigkeiten gibt, dann muss rausgefunden werden, wie das verbessert wird. Jede andere Richtung ist zumindest eine Zeitverschwendung.
Leider leben wir nicht im Wunderland wo Wissenschaft siegt. Es ist 10x leichter Mist zu behaupten als diesen zu wiederlegen. Es ufert einfach nur darin aus dass man nicht hinterherkommt mit Falschaussagen korrigieren und jeder eigene Fehler wird von Springerpresse und anderem Abschaum bis ins kleinste rechte Eck in Sozialen Netzwerken verbreitet dass am Ende nicht der Inhalt zählt sondern alberne Dinge wie "Australische Austauschstudenten" (Faux-Pas von Van Aken). "flood the zone" wie der Trump-Propagandist Steve Bannon es beschreibt. Wer dieses Spiel mitspielt gräbt sich selber in die Scheisse.
Man darf rechtsradikales Dreckspack nicht Platformen.
Entschuldigt meine Wortwahl.
Diese ständige Hoffnungslosigkeit ist eine weitere Sache, die den schlechten Akteuren hilft.
Interessanterweise, sind es gerade die Rechten, die sich Fakten, und sogar die wissenschaftliche Methode angeeignet haben: man hört immer wieder „basic science“ usw. von Ihnen, wenn sie den zumeist Ideologie-gestützten Argumenten der Linken entgegnen. Sie benutzen es zur Täuschung, aber niemand geht darauf ein, und somit dürfen sie den Anschein, „wissenschaftlich“-angelehnt zu sein, zumindest für ihre unkritische Nachfolger, behalten.
Es wird hier im Thread behauptet, dass es „versucht wurde“ aber ich glaube, dass sind verzerrte Erinnerungen, denn wie gesagt, zumindest auf öffentlichen Plattformen argumentieren nicht-Rechte vorwiegend ideologisch, oder halt überhaupt nicht. Natürlich gibt es eine akademische Parallelwelt, in diesem Sinne das „Wunderland“, aber darum geht es nicht, es geht darum, im Mainstream einfach darauf hinzuweisen, dass sich „da“ die richtige Lösung befindet. Anstatt sich in andere Richtungen zu verirren, die öfter sogar den Anschein erwecken, GEGEN die Wissenschaft zu sein, was erneut von den Rechten ausgenutzt wird.