Hängen sicher irgendwo fest. Oder in den Urlaub geflogen.
Letztens klebte bei mir alles. Ganz ohne letzte Generation.
Ich finde es schade, dass sie nicht erfolgreich waren. Es hätte klappen können, wenn sie die Bevölkerung hinter sich vereint hätten. Insgesamt fühlte sich die Bevölkerung leider eher provoziert und angegriffen, statt dazu motiviert etwas zu tun. Das ist nur zum kleinen Teil die Schuld der Klimakleber. Die Leute wollen ihr klimaschädliches Tun nicht hinterfragen, das macht Mühe.
Sie hätten nichtmal die ganze (oder auch nur einen Großteil der) Bevölkerung hinter sich vereinen müssen. Wenn alle, die die Aktionen gut fanden, sie auch irgendwie unterstützt/mitgemacht hätten, dann hätten sie unglaubliche Veränderungen erreicht. Die Abschreckung durch Polizei- und Justizgewalt haben nur leider viel zu stark gewirkt. Die Springerpresse hat ihr übriges getan.
Insgesamt fühlte sich die Bevölkerung leider eher provoziert und angegriffen, statt dazu motiviert etwas zu tun. Das ist nur zum kleinen Teil die Schuld der Klimakleber.
Das ist sogar ganz primär Schuld der Klimakleber. Deren damaliger Ansatz, im Innenstadtverkehr wahllos irgendeine Gruppe Leute zu blockieren und damit aus dem Alltag zu reißen, führt eben genau dahin, dass sich die Leute provoziert und angegriffen fühlen, statt Sympathien für das Anliegen zu entwickeln. Das war wirklich nicht schlau.
Ich wage zu behaupten, dass jede andere Form die meisten Leute noch weniger interessiert hätte und sie sich noch weniger motiviert gefühlt hätten. Ähnlich war es schon bei den FFF-Demos, die zwar wohlwollender aufgenommen wurden, den Schülern allerdings eher nahegelegt wurde, doch was zu lernen und irgendwann selbst die Umwelt zu retten statt jetzt dafür zu demonstrieren.
Zum einen, ja. Zum anderen wurde auch massivst von allen möglichen Seiten kulturkämpferisch aufgeladen Stimmung gegen die LG gemacht, sodass sich auch ein nicht zu vernachlässigender Teil der Bevölkerung kaum dagegen wehren konnte, sich vor den Karren spannen zu lassen. Springer (KKR) zB ging ja mal richtig einer ab.
Die Letzte Generation hat sich dummerweise nie richtig reflektiert und hinterdacht. Anstelle auf moralisch zu machen und den Normalos den Spiegel vorzuhalten, hätten sie sich mal lieber auf die wahren Klimasünder fokussieren sollen.
Edit: So wie Ende Gelände zB. Die sind in die Braunkohlegebiete rein und haben da alles stillgelegt.
Die Industrie verballert immer noch ungehindert CO2 und keiner sagt was stattdessen werden wir mit CO2-Fussabdruck kleingehalten und uns wird eingeredet, wir wären Schuld. Und die LG übernimmt diese Nebelkerze unhinterfragt.
Ganz ehrlich, was ich teilweise mitbekomme, was bei meinem Arbeitgeber täglich für ein Müll anfällt, da frag ich mich, warum ich kleiner Hansel Müll vermeiden soll.
Die Politik soll endlich mal die Industrie zum Umweltschutz verpflichten.
Aspekte sind imo:
- wer sendet die Botschaft? Die Bauernproteste kamen anders an und die haben ebenfalls Straßen gesperrt. Bei der LG ließ es sich leicht nach unten treten.
- was wird gesagt. Will man das hören? Widerspricht das Gesagte der eigenen Überzeugung?
- wie wird es gesagt. Werden Lösungswege aufgezeigt oder fühlt es sich unlösbar an? Die Herde läuft eher hinterher, wenn sich eine Lösung abzeichnet und es einen charismatischen Botschafter gibt.
- Steuerung der medialen Berichterstattung. Gibt es Pressemitteilungen und ein Narrativ für die Sache das verfängt? Ich habe nur wenige laute Stimmen für das Ziel wahrgenommen.
Generell möchte ich gern glauben, dass ein großer Teil der Bevölkerung mobilisiert werden könnte, wenn es um das Klima geht.
Größter Klimakleber ist derzeit Donald Trump, welcher durch geschickte Diplomatie die weltweite Versorgung mit Öl und Kraftstoffen reduziert hat. So konsequent hat bisher noch kein Politiker gehandelt!
Jedes Mal wenn der Benzinpreis nach oben schnellt werden mehr Elektroautos verkauft... manchmal fange ich fast an daran zu glauben, dass bei einer Benzin-Bepreisung die auch die Kosten der Umweltschäden von Autofahren mit einrechnet, die unsichtbare Hand des Marktes vielleicht doch regeln würde. Nur sind natürlich ausgerechnet die Politiker die den Kult der unsichtbaren Hand predigen auch immer diejenigen die meinen, sowas sollte nicht mit ins Benzin und in die Energieerzeugung eingepreist werden.
CO2-Zertifikate werden von Liberalen immer als die beste Methode angepriesen und immer wenn diese davor stehen, Wirkung zu zeigen sind sie plötzlich eine Gefahr für den Markt. Fast so als wären sie nur gut, um reale Handlungen möglichst lange hinauszuschieben. /s
Waren die das nicht, die von der Öl Lobby gekauft wurden um Klimaaktivismus einen schlechten Ruf zu geben ?
Nein, das war ein Springernarrativ.
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