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Weil es für einzelne attraktiv ist, berufsethische Maßstäbe außen vor zu lassen und weil sie vom Diebstahl profitieren, ist ihnen sowohl der Vertrauensverlust in die Branche als auch die langfristigen Folgen für die Existenz des Journalismus egal.

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[-] HansGruber@sh.itjust.works 9 points 3 days ago* (last edited 3 days ago)

Ehemals vierte Gewalt, dann dem Kapitel hörig geworden, verzweifelt billig an der Bildschirmkante sein Clickbait anbietend und anschließend Kundendaten an die nächstbesten 378 Partner verkauft für eine kleine Finanzspritze.

Es gibt Ausnahmen und Lichtblicke, keine Frage. Der Großteil agiert jedoch augenscheinlich eher wie ein drogensüchtiger Freiluft Stricher.

Ki Artikel sind da doch nur noch der Sargnagel nach dem letzten goldenen Schuss

[-] trollercoaster@sh.itjust.works 4 points 3 days ago* (last edited 3 days ago)

K"I" macht letztendlich auch nichts Anderes, als ein Großteil der Journalisten eh schon tun. Einfach wie ein Papagei bruchstückhaft Inhalte von irgendwo Aufgeschnapptem wiedergeben, ohne sie zu verstehen, oder gar den Wahrheitsgehalt zu prüfen.

Hauptsache die so produzierte gequirlte Scheiße liefert das richtigen Framing für den eigentlich maßgeblichen Inhalt: Die ungefragt mit ausgelieferte Werbung.

[-] Ooops@feddit.org 9 points 4 days ago

"eine ganze Branchen ums Überleben kämpft, weil einzelne Beteiligte unethisch handeln"

Nettes Märchen. Journalisten waren jetzt nicht meine erste Vermutung, wer als nächstes die große Mär von den Einzelfällen spinnt, um vom weit verbreiteten und systemischen Verfall abzulenken, aber überraschen tut es mich auch nicht.

"Falls wir noch eine Chance haben wollen, der Tragedy of the Commons zu entkommen, ~~führt kein Weg daran vorbei~~ hätte kein Weg daran vorbei geführt, diese Diskussion ~~jetzt~~ vor Jahren hart und konsequent zu führen.

Denn der völlige Verfall journalisitscher Maßstäbe und das bloße Abschreibung (ohne Prüfung natürlich) von (möglichst reißerischen) Artikeln zum Ergattern von Klicks, ist nicht neu. KI macht das Ganze nur sichtbarer, weil es oft so dermaßen plump ist, ist aber hier definitiv nicht das ursprüngliche Problem.

[-] einkorn@feddit.org 4 points 3 days ago

Zumal die Tragödie des Gemeinwesens hier eh nicht greift. Einerseits weil die Metapher eh schlecht ist, zum anderen weil die journalistischen Produkte, die hier verteidigt werden überhaupt nicht gemeinfrei sind.

this post was submitted on 01 Jul 2026
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