auch im Zivilschutz und anderen gesellschaftlich wichtigen Bereichen braucht es weit mehr Leute, als man mit Bezahlung alleine bekommen kann
Ähm...why, though?
auch im Zivilschutz und anderen gesellschaftlich wichtigen Bereichen braucht es weit mehr Leute, als man mit Bezahlung alleine bekommen kann
Ähm...why, though?
15 % ist kein langsames aus Phasen, das liegt, wie ich dir gezeigt habe, deutlich über den Kapitalmarkt Renditen
Erstmal fordert die Linke "nur" 12 %.
Gut, man kann sich hier semantisch über "langsam" streiten. Aber ey, weil wir bei der Klatten waren: nur ihr BMW Vermögen (11 Milliarden) wäre erst nach 35 Jahren unter einer Milliarde wert, bei 12% Besteuerung. Aber die hat ja noch viel mehr als nur den BMW Teil. Die würde, selbst mit den Plänen der Linken, zu Lebzeiten gar nicht mehr erleben, dass sie weniger als eine Milliarde Vermögen hat. Und das auch nur unter der Annahme, dass ihre sonstigen Anlagen genauso schlecht laufen wie BMW mit "nur" 3-6 % Rendite im Jahr. Ist also wunderbar für das Leistungsprinzip: ihre Erben können dann selbst wieder großes Vermögen aufbauen. Nur ein Witz, die würden ja trotzdem hunderte Millionen erben und hätten ausgesorgt.
Finde das jetzt nicht so ad-hoc schnell, wenn man Milliardären sagt: finden wir zu doll, in 40-50 Jahren seid ihr keine Millardäre mehr. Dann habt ihr nur noch 999 Mio. Euro Vermögen, was ja dann nur noch mit 5% Vermögensteuer belegt wäre. Das kann man ja schaffen zu erhalten.
dass diese an Ausländer verkauft werden müssen
Wat? Warum? Können auch in inländischen Streubesitz gehen. Oder wir erlauben, dass Vermögensteuer auch direkt in Unternehmensanteilen gezahlt werden können. Ich meine, VW gehört auch zu einem großen Teil dem Staat. Die stehen genauso gut oder schlecht da, wie die anderen Autokonzerne.
was ein Adenauer in einem kaputtgebombten Land gemacht hat
1950 war Westdeutschland halt die achtgrößte Volkswirtschaft. Witzigerweise wurde ja der Lastenausgleich durchgeführt, um die damalige innerdeutsche Flüchtlingskrise zu bewältigen. Wir hatten ja auch eine Flüchtlingskrise. Und davor eine Finanzkrise. Dann Corony. Dann zwei Energiekrisen und Krieg vor der Haustür. Außerdem ein Haufen kaputter Infrastruktur. Fair enough, das Land ist nicht zerbomt, aber ein neues Wirtschaftswunder würde auch nicht schlecht tun. Und wenn du dir anschaust, wie das Wirtschaftswunder zustande kam: massive Umverteilung, Explosion der Staatsquote. Deswegen reite ich auch auf der Adenauergeschichte so rum. Wir (unsere Wirtschaft) haben ja nichts davon, wenn reiche Menschen Aktien horten und von der Rendite mehr Aktien kaufen. Sondern wir haben was davon, wenn unsere Brücken repariert werden. Wenn die inländischen Bauunternehmen Geld dafür erhalten und ihren Angestellten geben, die davon was kaufen können. Das Geld muss im Kreis laufen, damit wir (unsere Wirtschaft) etwas davon hat.
Sind sie ja nicht, denn sie wollen ab 1 Million zulangen.
Ja, aber mit Steuersätzen deutlich unterhalb der Renditeerwartung von Vermögen.
Vielmehr werden auf Körperschaftsebene bereits steuern erhoben, auf Kapitalertragsebene dann nochmals, so dass wir bei einer Erhöhung letzerer schnell jenseits der 50 % landen
Nein, wir landen nicht jenseits der 50%. Hier sind Modellrechnungen, die die Besteuerung auf Körperschaftsebene berücksichtigen. Davon ab, sind das halt auch die Kosten des Schutzprivilegs von Kapitalgesellschaften. Wenn ich meine Kapitalgesellschaft in Grund und Boden wirtschafte, dann bleibt mein Privatvermögen verschont. Aber bei der Besteuerung soll plötzlich Rücksicht genommen werden, dass die Privatperson und die Kapitalgesellschaft als eine Einheit zu betrachten sei? Ist irgendwie...inkonsistent.
Im Schnitt und langfristig wird da also niemand 15% Zahlen können ohne Substanzverlust
Ja, das bezweifelt auch niemand. Aber zwischen eine Generation Milliardäre langsam auszuphasen und einer radikalen Enteignung innerhalb von 10 Jahren, ist halt ein meilenweiter Unterschied. Und ich verstehe nicht, warum unser Wirtschaftssystem kaputt sein sollte, wenn es in ca. 30 Jahren dann halt keine Milliardäre mehr gibt?!
Welchen habe ich ignoriert?
Meinen (resp. Adenauers) Weg über die Einkommensbegrenzung. Ich meine, wenn man die Steuertarife von 1949 nach Inflation auf heute umrechnet, dann wäre die Einkommensobergrenze bei ca. 850k. Bei einer durchschnittlichen 9% Rendite hätte man dann ja auch eine Vermögensobergrenze. Die läge dann so bei etwa 10 Mio. Euro. Dagegen sind die Linken ja geradezu großzügig mit 1 Milliarde 😅. Aber das würde halt voraussetzen, dass man Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne der ganz normalen Einkommensteuer unterwirft.
Wo kommt der Rest her, ganz konkret
Um beim Beispiel Klatten zu bleiben: das sind die Dividendenzahlungen (also, bar aufs Konto) der letzten zehn Jahre:
2026 - 597 Mio.
2025 - 584 Mio.
2024 - 815 Mio.
2023 - 1,15 Milliarden
2022 - 788 Mio.
2021 - 258 Mio.
2020 - 339 Mio.
2019 - 475 Mio.
2018 - 543 Mio.
2017 - 475 Mio.
2016 - 543 Mio.
2015 - 394 Mio.
Sind in Summe fast 7 Milliarden Euro Rendite. Kursgewinne noch nicht einmal berücksichtigt (die es bei BMW in diesem Zeitraum erstaunlicherweise auch fast nicht gab. Aber man hat ja andere Investments, die ggf. Kursgewinne UND Dividende abgeworfen haben). Nur auf ihren Anteil an BMW bezogen ist das ein Vermögenszuwachs von knapp 62%.
Dein komisches "in 10 Jahren verliert man dann rund 80 % seines Vermögens" ist also Humbug. Das dauert viel länger, und dann haben die immer noch unfassbar viel Geld. Gerade, wenn man diesem "Leistung muss sich lohnen" anhängt, sollte man doch eigentlich dafür sein, dass ein Vermögen über etwa eine Generation viel wert verliert. Damit die Kinder auch Leistung zeigen müssen. Was sie aber selbst bei 15% Vermögensteuer (auf solche gigantischen Vermögen, wohlgemerkt) nicht müssten. Weil, ob ich nun 4 Milliarden oder 50 Milliarden erbe...finanzielle Probleme habe ich trotzdem nicht. Aber die 46 Milliarden Euro könnten für die Gesellschaft richtig was bewegen.
Brauchst mir keine Behauptungen in den Mund zu legen
Ähm...du hast original geschrieben
Zuletzt bekommen sie ja genau keine Zinsen, weil das Geld nicht in bar irgendwo herumliegt
Ja doch. Durch Kursgewinne und, s.o., Dividenden. Zeig mir mal einen einzigen Milliardär, der in den letzten Jahren nicht sein Vermögen vermehrt hat (und es nicht gespendet hat).
Und auf meine anderen Punkte gehst du ja gar nicht ein. Ich hänge ja nicht gnadenlos an Vermögensteuern, aber ich hänge daran, die Vermögensungleichheit zu verringern. Die Vermögensteuer ist ja ein sehr einfacher Weg, aber man könnte ja eben über eine Änderung der Einkommensteuer bspw. große Vermögen gezielt langsamer wachsen lassen und dafür kleine Vermögen und Vermögensaufbau begünstigen. Ich habe nun selten die Gelegenheit mit Menschen zu diskutieren, die Vermögensteuern doof finden. Daher versuche ich rauszufinden, wo hier der Kompromiss wäre, um (große) Vermögensungleichheit in den Griff zu bekommen.
Puh, hab schon dreimal den Kommentar geschrieben und verworfen, hab' lange drüber nachgedacht und bin mir nicht mehr so sicher, wie im ersten Impuls. Versuche trotzdem mal meine Gedanken zu teilen.
Es ging ja in dem Verfahren zunächst einmal nicht darum, ob sie ihren Geschlechtseintrag ändern darf, sondern um die Frage, ob die Änderung und ihre Aussagen dazu die Eignung zur Beförderung einschränken.
Ich neige dazu, dass das eher der Fall ist. Sie scheint ja, aufgrund ihrer Aussagen, bereit zu sein für einen persönlichen Vorteil Regeln für sich zu nutzen (oder je nach Sichtweise: zu biegen). Und wenn ich da so drüber nachdenke, neige ich dazu, dass solche Menschen tatsächlich vielleicht kein vorbildliches Polizistenmaterial sind (so, wie ich mir die Polizei wünsche, nicht wie ich sie tatsächlich wahrnehme). Für mich entscheidet da das Motiv des "persönlichen Vorteils". Jemand, der Regeln nutzt, um Arme und Schwache zu schützen, oder gerecht zu walten, wäre da schon eher ein guter Polizist. Damit steht und fällt die Beurteilung in meinem persönlichen Rechtsempfinden.
Also im Grunde eine Eignungsfrage als potentielle Vorgesetzte. Wenn ich als Dienstherr damit rechnen müsste, dass sie als Vorgesetzte dann Entscheidungen trifft, die zwar legal, aber auf die persönlichen Vorteile bedacht sind, dann kann ich ja davon ausgehen, dass sie eine denkbar schlechte Vorgesetzte wäre und sie darum aus dem Beförderungsverfahren ausschließen.
"sich zur Not mit physischen Mitteln zur Wehr setzen" != "gewaltbereit".
Was bin ich lesend? "Gewaltbereit = bereit dazu Gewalt einzusetzen".
"sich zur Not mit physischen Mitteln zur Wehr setzen" liest sich für mich wie...bereit dazu Gewalt einzusetzen 😅
dauerhaft 15 % macht einfach keiner.
Macht ja auch keiner, weil Steuerprogression und so.
sie ja genau keine Zinsen [bekommen]
Ja, das Vermögen von Milliardären stagniert im Moment, mussmanwissen. Wächst seit Jahrzehnten quasi gar nicht. Die 500 Millionen Dividende, die die Quands und Klattens jedes Jahr direkt überwiesen bekommen, existieren einfach nicht 😅.
das Vermögen von Menschen faktisch zu kappen
Ja gut, ich würde mich auch ab einem gewissen Vermögen einfach damit zufrieden geben, Kapitalerträge wie ganz reguläres Einkommen zu versteuern. Und dann das Einkommen faktisch zu kappen mit 95% Einkommensteuer. So wie der alte Kommunist Adenauer das halt gemacht hat. Höchsteinkommen festlegen und 50% Vermögensabgabe, kleinere Vermögensteuer als 15% danach Wirtschaftswunder. Deal?
Das war eine Einmalige Abgabe
Gestreckt über 30 Jahre, also eine jährliche Abgabe in einer relativ großen Größenordnung. Und da kam ja noch die reguläre Vermögensteuer on Top. Aber gut, dann lass uns halt Milliardäre alle 30 Jahre mit 50% Abgabe belegen (oder 60%, why not?), und dann erheben wir eine niedrigere Vermögensteuer. Dann sind wir auf Adenauerkurs und unser Wirtschaftssystem gerettet.
Eine 15% besteuerung ist eine Reduktion von [über 80% über die nächsten 10 Jahre]
Regt sich über Menschen auf, die den Zinseszins angeblich nicht verstehen, aber versteht Steuerprogression nicht. Wenn jemand genug Vermögen hat, um 10 Jahre 15% abgeben zu müssen und immer noch in den Sphären liegt, dass er weiterhin 15% abgeben muss...ist er halt immer noch Milliardär. Ja wow, hat dann nach 10 Jahren statt 20 Milliarden Euro Vermögen nur noch 4 Milliarden Euro Vermögen...buhuu, diese Person wurde "faktisch enteignet" und steht nun bei der Tafel an.
Plus deine Rechnung unterschlägt ja auch fein wiederum die Zinsen, die der Milliardär in der Zeit erwirtschaftet 😅.
Adenauer hat unironisch eine Vermögensabgabe von 50% umgesetzt. Der linke Spinner hat wohl den Zinseszins nicht verstanden 😅 (was auch immer der Zinsezins mit einer Vermögensteuer zu tun hat)
zumal es auf der Insel Sylt zahlreiche Quartiere wie etwa Campingplätze oder Ferienwohnungen gibt, in denen die Teilnehmer von Protestkundgebungen übernachten könnten
Auch richtig gut. Hat direkt "sollen sie doch Kuchen essen" Vibes. Der Kreis übernimmt dann die Kosten für die Übernachtungen, nehme ich an?
Idk. People are just excited. Source: I am one of them ¯\_(ツ)_/¯.
Deshalb
konnte man schon den ganzen Krieg beobachten. Immer, wenn es irgendwo Gespräche gab oder das Wort Waffenruhe anklang, sind die Waffenaktien gefallen.
Gut, für die Aktionäre, wenn die Waffenruhe nicht hält, sonst könnten sie nicht gut schlafen.