[-] Aequitas@feddit.org 6 points 21 hours ago* (last edited 12 hours ago)

Widerspricht aber linken Kernideen. Nationalstaaten sind ein Problem, weil sie Menschen auf Basis willkürlich gezogener Grenzen in wir und die einteilen. Patriotismus ist der Schirm, in dessen Schatten sein großer Bruder, der Nationalismus, gedeihen kann. Außerdem verschleiert Patriotismus die tatsächlich, materielle Trennung der Menschen. "Du und dein Boss haben nix gemeinsam bis auf das Deutschlandtrikot"

Kollektivbegriffe müssen sich auf die materiellen Bedingungen, nicht willkürliche Grenzen beziehen. Wir Lohnarbeiter müssen global zusammenhalten. Nicht wir Deutschen.

[-] Aequitas@feddit.org 3 points 4 days ago

Anarchie ist immer OK. Sogar wünschenswert. Du meinst vermutlich Anomie. Und die Bahn könnte ja beim Einlass der ersten Klasse das Ticket kontrollieren, anstatt auf das Strafrecht zur Durchsetzung ihrer wirtschaftlichen Interessen zu setzen. Palmer hat dadurch keinen Nachteil. Er hat nur Bock drauf andere auf Fehlverhalten hinzuweisen, obwohl er selbst das größte Arschloch ist. Von den vielen erbärmlichen Eigenschaften der Deutschen vermutlich die erbärmlichste. Soll er sich bei der Bahn beschweren, dass die die Jugendlichen in das Abteil lassen oder eben die Fresse halten und sich um seine eigenen Sachen kümmern.

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geteilt von: https://feddit.org/post/25379848

Ein krasser Einschnitt für die psychotherapeutische Versorgung, den der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen spontan, ohne große Medienaufmerksamkeit und auch schon im nächsten Monat mal eben durchdrücken will: Einfach die Honorare für Psychotherapeut:innen um 10% kürzen (statt sie inflationsbereinigt anzuheben).

Man muss wohl zu dem Schluss kommen, die GKV finden, wir hätten zu viele Psychotherapeut:innen. Oder dass die vorhandenen Praxen zu viele Kassenpatient:innen behandeln, und zu wenig private? Denn das wäre in der Realität natürlich die einzige Folge dieser Anpassung: Weniger Therapieplätze für die gesetzlichen Kassen, oder gleich weniger Absolvent:innen, die Lust haben, eine Praxis aufzumachen.

Jeder, der schonmal wochen- oder monatelang auf der Suche nach einem ambulanten Therapieplatz war, muss da eigentlich sauer werden.

Medial bis jetzt trotzdem eher ein Nischenthema:

[-] Aequitas@feddit.org 17 points 5 days ago

Ich hasse dieses erbärmliche Land

[-] Aequitas@feddit.org 5 points 5 days ago* (last edited 4 days ago)

Palmer muss sich nicht beschweren. Er liebt es im Mittelpunkt zu stehen und hat irgendwann festgestellt, dass er das am zuverlässigsten erreicht, wenn er polarisiert. Also polarisiert er eben. Ob mit Rassismus, Sexismus oder sonstigen Hot Takes. Wer austeilen will muss dann aber auch einstecken können und nicht die Krokodilstränen auspacken und den Niedergang der Sitten beklagen. Wie jämmerlich.

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Die syrische »Übergangsregierung« unter Ahmed al-Scharaa, der einst für das Terrornetzwerk Al-Qaida kämpfte, will die demokratische Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (»Rojava«) endgültig zerschlagen. In den letzten Tagen haben al-Scharaas Truppen alle Regionen westlich des Euphrats übernommen. Tabqa, Raqqa und Deir ez-Zor sowie wichtige Erdöl- und Erdgasfelder stehen nun unter Kontrolle der islamistischen Regierung. Außerdem haben die syrische Armee und mit ihr verbündete islamistische Milizen die Stadt Kobane umzingelt. Die Situation dort ist besonders prekär. Es gibt kein fließendes Wasser, keinen Strom und kein Internet mehr.

(...)

Politisch markieren die letzten Tage einen Wendepunkt: Prozesse zur Integration der SDF, die im März 2025 begonnen wurden, führten nun zu einem militärisch durchgesetzten Abkommen. Entscheidend verantwortlich dafür ist der Umstand, dass die USA die Selbstverwaltung fallengelassen haben. Am Dienstag gab der US-Sonderbeauftragte für Syrien, Thomas Barrack, den Verrat an den SDF offiziell bekannt: »Der ursprüngliche Zweck der SDF als wichtigste Anti-IS-Truppe vor Ort ist weitgehend hinfällig geworden, da Damaskus nun sowohl bereit als auch in der Lage ist, die Sicherheitsaufgaben zu übernehmen«, erklärte er in einem Beitrag auf der Plattform X.

Offenkundig ist der Westen um ein gutes Verhältnis mit dem neuen syrischen Machthaber bemüht. Während al-Scharaa Aleppo belagern ließ, besuchte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Syrien und stellte Damaskus fürs kommende Jahr 620 Millionen Euro in Aussicht. Die Bundesregierung hat Syriens Machthaber bereits nach Berlin eingeladen.

Die Autonomie Rojavas, die 2012 entstand, ist in dieser Form wohl Geschichte. Wie viele Rechte die kurdische Bevölkerung in einem islamistisch-autoritären Syrien behaupten wird können, wird auch vom internationalen Druck auf Damaskus und Ankara abhängen. Momentan hingegen läuft alles auf einen Massenmord der islamistischen Milizen an den Menschen in Rojava hinaus.

[-] Aequitas@feddit.org 61 points 2 weeks ago

I don't like this logic. It implies that a person's value depends on their achievements. The only difference between the two is what the most important achievements are. Ultimately, this reinforces the right-wing logic that there are people of different values.

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[-] Aequitas@feddit.org 40 points 4 weeks ago* (last edited 4 weeks ago)

Ist übrigens mal wieder ein Beispiel des unterirdischen Journalismus des ÖRR, das gar nicht darauf eingegangen wird, dass gar niemand weiß, wer für den Brand verantwortlich ist. Es gibt inzwischen vier Schreiben von Personen, die sich als Vulkangruppe bezeichnen und gegenseitig widersprechen. Kommt da niemand auf die naheliegendste Idee, dass ein Bekennerschreiben praktisch keine Glaubwürdigkeit hat oder haben kann? Warum wird die Prämisse von Dobrindt einfach hingenommen und seine Interpretation medial als Wahrheit verwendet? Jeder Idiot kann jetzt einen Brand legen, ein Bekennerschreiben unter falscher Urheberschaft im Internet veröffentlichen und von Polizei über Politik bis Medien schlucken es alle wie Gummibärchen. So erbärmlich von der ARD.

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[-] Aequitas@feddit.org 37 points 1 month ago

Merz hat das Problem, dass er noch aus der alten politischen Schule kommt. Da konnte man sich darauf verlassen, dass die USA im Vorfeld schon eine Geschichte basteln würden, die Angriffe wie diesen irgendwie rechtfertigbar machen und es den Verbündeten erleichtern, ihre Unterstützung moralisch zu erklären. Jetzt sagt Trump aber sehr direkt, dass es um das Öl und Investment Opportunities für amerikanische Ölkonzerne geht. Und Merz steht jetzt entweder wie ein Dummkopf da, oder er müsste den Vasallenstatus Deutschlands und Europas gegenüber den USA zugeben.

[-] Aequitas@feddit.org 175 points 1 month ago

Fuck the USA

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Faces of Gulag (thelemmy.club)
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[-] Aequitas@feddit.org 209 points 1 month ago* (last edited 1 month ago)

I never would have thought that the recipient of the great FIFA Peace Prize would do something like that 😮

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[-] Aequitas@feddit.org 68 points 1 month ago

Erstaunlich ist, dass man davon außerhalb der IT Bubble nichts liest.

[-] Aequitas@feddit.org 41 points 2 months ago

Auszug:

STANDARD: Wie geht es Ihnen als Physiker mit dem Begriff "hocheffiziente Verbrenner"?

Kückens: Damit geht es mir wirklich schlecht, muss ich sagen. Das ist kein physikalischer Begriff, sondern ein politischer Kampfbegriff. Lobbyisten und Politiker gebrauchen diesen wohl, um ein prinzipielles Problem zu verschleiern. Denn Diesel- und Benzinmotoren sind physikalisch gesehen sogenannte Wärmekraftmaschinen. Diese Art von Motoren stößt auf physikalische Grenzen und kann daher niemals hocheffizient sein.

STANDARD: Kann der Verbrennungsmotor durch Ingenieurskunst nicht noch effizienter werden? Vielleicht mit einem Wirkungsgrad bis 90 Prozent?

Kückens: Der Gedanke ist verlockend. (...) Wir stehen heute bei rund 45 Prozent Wirkungsgrad und stoßen nun auf physikalische Grenzen. Es wird daher niemals möglich sein, von 45 Prozent auf 80 oder 90 Prozent zu kommen. Es gibt aber trotzdem heute schon Autos mit Motoren von mehr als 90 Prozent Wirkungsgrad. Das sind Elektroautos.

STANDARD: Bevor wir über E-Autos sprechen, lassen Sie uns noch zu den E-Fuels kommen. (...) Zunächst die Frage: Wie funktionieren sie?

Kückens: Diesel und Benzin sind Kohlenwasserstoffe. Wenn man einen künstlichen Treibstoff herstellen will, muss man Kohlenwasserstoffe eben künstlich herstellen. Man kann sich das vielleicht mit drei großen Fabriken vorstellen. In der ersten Fabrik muss man mit klimaneutral erzeugtem elektrischem Strom Wasser aufspalten in Wasserstoff und Sauerstoff, um Wasserstoff zu bekommen. Dieser Prozess ist schon sehr aufwendig, da verliert man viel kostbare Energie. In der zweiten Fabrik muss man die Luft filtern und das CO2 rausholen, um klimaneutral an den Kohlenstoff zu kommen – auch dabei verliert man eine Menge Energie. In Fabrik drei muss man nun den Wasserstoff und den Kohlenstoff verbinden. Dann hat man das klimaneutrale E-Fuel. Leider enthalten diese Kraftstoffe wegen der aufwendigen Herstellung nur noch halb so viel Energie, wie man anfangs an erneuerbarem Strom reingesteckt hat. Aber das ist noch gar nicht das Schlimmste.

STANDARD: Was ist das Schlimmste?

Kückens: Dass man die E-Fuels auch noch in einen Verbrennungsmotor kippt, der ja aus physikalischen Gründen ineffizient ist. Am Ende landen daher nur etwas mehr als zehn Prozent der eingesetzten Energie auf der Straße.

STANDARD: Das Elektroauto ist also effizienter und praktischer als das Auto, das mit Verbrennungsmotor und E-Fuels fährt?

Kückens: Man kann E-Fuels im Verbrenner und E-Autos sehr gut vergleichen, weil sie Strom quasi als gemeinsame Währung haben. Man kommt mit der gleichen Menge Strom mit dem E-Auto sechsmal so weit wie mit einem Auto mit Verbrennungsmotor, das E-Fuels getankt hat.

STANDARD: Ist der Elektromotor im Vergleich mit dem Verbrenner beim Pkw also die überlegene Technologie?

Kückens: Die Antwort ist in jeder Hinsicht Ja.

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