Anarchie ist immer OK. Sogar wünschenswert. Du meinst vermutlich Anomie. Und die Bahn könnte ja beim Einlass der ersten Klasse das Ticket kontrollieren, anstatt auf das Strafrecht zur Durchsetzung ihrer wirtschaftlichen Interessen zu setzen. Palmer hat dadurch keinen Nachteil. Er hat nur Bock drauf andere auf Fehlverhalten hinzuweisen, obwohl er selbst das größte Arschloch ist. Von den vielen erbärmlichen Eigenschaften der Deutschen vermutlich die erbärmlichste. Soll er sich bei der Bahn beschweren, dass die die Jugendlichen in das Abteil lassen oder eben die Fresse halten und sich um seine eigenen Sachen kümmern.
Ich hasse dieses erbärmliche Land
Palmer muss sich nicht beschweren. Er liebt es im Mittelpunkt zu stehen und hat irgendwann festgestellt, dass er das am zuverlässigsten erreicht, wenn er polarisiert. Also polarisiert er eben. Ob mit Rassismus, Sexismus oder sonstigen Hot Takes. Wer austeilen will muss dann aber auch einstecken können und nicht die Krokodilstränen auspacken und den Niedergang der Sitten beklagen. Wie jämmerlich.
I don't like this logic. It implies that a person's value depends on their achievements. The only difference between the two is what the most important achievements are. Ultimately, this reinforces the right-wing logic that there are people of different values.
Ist übrigens mal wieder ein Beispiel des unterirdischen Journalismus des ÖRR, das gar nicht darauf eingegangen wird, dass gar niemand weiß, wer für den Brand verantwortlich ist. Es gibt inzwischen vier Schreiben von Personen, die sich als Vulkangruppe bezeichnen und gegenseitig widersprechen. Kommt da niemand auf die naheliegendste Idee, dass ein Bekennerschreiben praktisch keine Glaubwürdigkeit hat oder haben kann? Warum wird die Prämisse von Dobrindt einfach hingenommen und seine Interpretation medial als Wahrheit verwendet? Jeder Idiot kann jetzt einen Brand legen, ein Bekennerschreiben unter falscher Urheberschaft im Internet veröffentlichen und von Polizei über Politik bis Medien schlucken es alle wie Gummibärchen. So erbärmlich von der ARD.
Merz hat das Problem, dass er noch aus der alten politischen Schule kommt. Da konnte man sich darauf verlassen, dass die USA im Vorfeld schon eine Geschichte basteln würden, die Angriffe wie diesen irgendwie rechtfertigbar machen und es den Verbündeten erleichtern, ihre Unterstützung moralisch zu erklären. Jetzt sagt Trump aber sehr direkt, dass es um das Öl und Investment Opportunities für amerikanische Ölkonzerne geht. Und Merz steht jetzt entweder wie ein Dummkopf da, oder er müsste den Vasallenstatus Deutschlands und Europas gegenüber den USA zugeben.
Fuck the USA
I never would have thought that the recipient of the great FIFA Peace Prize would do something like that 😮
Erstaunlich ist, dass man davon außerhalb der IT Bubble nichts liest.
Auszug:
STANDARD: Wie geht es Ihnen als Physiker mit dem Begriff "hocheffiziente Verbrenner"?
Kückens: Damit geht es mir wirklich schlecht, muss ich sagen. Das ist kein physikalischer Begriff, sondern ein politischer Kampfbegriff. Lobbyisten und Politiker gebrauchen diesen wohl, um ein prinzipielles Problem zu verschleiern. Denn Diesel- und Benzinmotoren sind physikalisch gesehen sogenannte Wärmekraftmaschinen. Diese Art von Motoren stößt auf physikalische Grenzen und kann daher niemals hocheffizient sein.
STANDARD: Kann der Verbrennungsmotor durch Ingenieurskunst nicht noch effizienter werden? Vielleicht mit einem Wirkungsgrad bis 90 Prozent?
Kückens: Der Gedanke ist verlockend. (...) Wir stehen heute bei rund 45 Prozent Wirkungsgrad und stoßen nun auf physikalische Grenzen. Es wird daher niemals möglich sein, von 45 Prozent auf 80 oder 90 Prozent zu kommen. Es gibt aber trotzdem heute schon Autos mit Motoren von mehr als 90 Prozent Wirkungsgrad. Das sind Elektroautos.
STANDARD: Bevor wir über E-Autos sprechen, lassen Sie uns noch zu den E-Fuels kommen. (...) Zunächst die Frage: Wie funktionieren sie?
Kückens: Diesel und Benzin sind Kohlenwasserstoffe. Wenn man einen künstlichen Treibstoff herstellen will, muss man Kohlenwasserstoffe eben künstlich herstellen. Man kann sich das vielleicht mit drei großen Fabriken vorstellen. In der ersten Fabrik muss man mit klimaneutral erzeugtem elektrischem Strom Wasser aufspalten in Wasserstoff und Sauerstoff, um Wasserstoff zu bekommen. Dieser Prozess ist schon sehr aufwendig, da verliert man viel kostbare Energie. In der zweiten Fabrik muss man die Luft filtern und das CO2 rausholen, um klimaneutral an den Kohlenstoff zu kommen – auch dabei verliert man eine Menge Energie. In Fabrik drei muss man nun den Wasserstoff und den Kohlenstoff verbinden. Dann hat man das klimaneutrale E-Fuel. Leider enthalten diese Kraftstoffe wegen der aufwendigen Herstellung nur noch halb so viel Energie, wie man anfangs an erneuerbarem Strom reingesteckt hat. Aber das ist noch gar nicht das Schlimmste.
STANDARD: Was ist das Schlimmste?
Kückens: Dass man die E-Fuels auch noch in einen Verbrennungsmotor kippt, der ja aus physikalischen Gründen ineffizient ist. Am Ende landen daher nur etwas mehr als zehn Prozent der eingesetzten Energie auf der Straße.
STANDARD: Das Elektroauto ist also effizienter und praktischer als das Auto, das mit Verbrennungsmotor und E-Fuels fährt?
Kückens: Man kann E-Fuels im Verbrenner und E-Autos sehr gut vergleichen, weil sie Strom quasi als gemeinsame Währung haben. Man kommt mit der gleichen Menge Strom mit dem E-Auto sechsmal so weit wie mit einem Auto mit Verbrennungsmotor, das E-Fuels getankt hat.
STANDARD: Ist der Elektromotor im Vergleich mit dem Verbrenner beim Pkw also die überlegene Technologie?
Kückens: Die Antwort ist in jeder Hinsicht Ja.
Widerspricht aber linken Kernideen. Nationalstaaten sind ein Problem, weil sie Menschen auf Basis willkürlich gezogener Grenzen in wir und die einteilen. Patriotismus ist der Schirm, in dessen Schatten sein großer Bruder, der Nationalismus, gedeihen kann. Außerdem verschleiert Patriotismus die tatsächlich, materielle Trennung der Menschen. "Du und dein Boss haben nix gemeinsam bis auf das Deutschlandtrikot"
Kollektivbegriffe müssen sich auf die materiellen Bedingungen, nicht willkürliche Grenzen beziehen. Wir Lohnarbeiter müssen global zusammenhalten. Nicht wir Deutschen.