Ich antworte dir einfach mal stellvertretend, weil die meisten Antworten an meinem Punkt vorbeigehen: mir ist schnurzepiepegal, ob Leute sich in ihr Auto setzen und dann irgendwo im Stau stehen.
Mein Punkt ist: immer sagt jemand sinngemäß "wir würden ja alle Bus statt Auto fahren, aber es gibt hier keinen Bus". Und dann guckste dir an, was da seit 80 Jahren gewählt wird: Autoparteien.
Mein Punkt ist: dass es da keinen Bus gibt, liegt nicht daran, dass der Bundestag oder das Europaparlament das Land nicht mit ÖPNV versorgen. Es liegt daran, dass die lokale Bevölkerung kein Interesse an einem Bus hat. Und wenn dann plötzlich Autofahren, seit 25 Jahren absehbar, ungemütlicher wird, dann habe ich kein Mitleid. Das ist mein Punkt.
Im Übrigen kann man das mancherorts andersrum sehen. Schönes Beispiel: Mörsdorf im Hunsrück. 630 Einwohner. Die haben vor 15 Jahren einen Windpark genehmigt, und haben sich schlau an den Einnahmen beteiligt. Das ist eine reiche ländliche Gemeine, die einzige ländliche Gemeinde in RP, die wächst. Die haben halt bspw. 18 Busverbindungen am Tag in die Kreisstadt Kastellaun. Das ist halt besser, als 2 Verbindungen pro Tag. Da werden Unernehmen gegründet, da kommen Touristen hin, da ist was los.
Ich kann halt nicht sagen "Windkraft verschwult meine Kinder, Ausländer raus, Kinder sind zu laut, Verkehrsberuhigung und Bushaltestellen nehmen mir die Vorfahrt", aber dann irgendwie erzählen "mein Dorf stirbt und ich muss Auto fahren, weil der Habeck mich nicht persönlich mit dem Bus abholt!!!!1111".