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this post was submitted on 12 Aug 2026
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Datenschutz - Privacy - Digitale Selbstverteidigung
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Schon extrem, was für eine Grundrechtserosion hier in weniger als einem Jahrzehnt stattgefunden hat und wie selbstverständlich das alles hingenommen wird. Es war mal ohne jeden Zweifel tief im legalen Bereich, in der Öffentlichkeit öffentlich Gezeigtes – in Abgrenzung zu Privatem auf Privatgrund, der von öffentlichem Grund aus einsehbar ist – aufzunehmen und sogar weiterzuverbreiten. Letzteres fiel mal unter die Meinungsfreiheit. Irgendwie ist innerhalb weniger Jahre sehr viel an Grundrechten lautlos und plötzlich gestorben (bzw. getötet worden).
Nun soll bereits der Vertrieb eines Geräts, das für alle möglichen Zwecke eingesetzt werden kann, für strafbar erklärt werden. Warum setzen die Leute sich nicht für etwas wirklich Nützliches wie z.B. ein Verbot von Nägeln ein? Mit denen kann man tödliche Körperverletzungen begehen.
Auch leicht absurd erscheint mir, dass sich eine „Menschenrechtsorganisation“ gegen Menschenrechte (hier Gewerbefreiheit und in Konsequenz Meinungsfreiheit) einsetzt? Es wäre angemessener, sich für die Abschaffung aller Gesetze einzusetzen, die Zufallsaufnahmen von Privatleuten in der Öffentlichkeit einschränken. (Dauerhafte oder massenweise Bespitzelung sollte natürlich verboten bleiben oder werden. Darunter fällt etwa die Dauerüberwachung in Verkehrsmitteln und im öffentlichen Raum durch Gewerbe, Kommunen und Polizei. Da wird sinnlos die Privatsphäre aller Menschen verletzt. Ironischerweise ist die Anfertigung von Beweisfotos durch Privatleute bei Ordnungswidrigkeiten („Falschparken“) verboten. Man muss ja die Privatsphäre der Täter schützen! Die gesamte Bevölkerung anlasslos zu überwachen ist aber OK.)
Dass die Meinungsfreiheit weltweit seit einigen Jahren drastisch abnimmt, ist natürlich nur eingebildet und eine üble linke oder rechte Verschwörungstheorie. Alles in bester Ordnung. Wir waren noch nie so frei wie heute.
Du hast da einen Punkt vergessen, nämlich, dass diese Geräte bereits jetzt verboten sind. Bereits jetzt ist es nämlich illegal, Kameras und Aufnahmegeräte zu vertreiben, die sich als Alltagsgegenstände tarnen. Und das hat durchaus einen Sinn und Zweck und ist auch schon seit zig Jahren gängige EU-Rechtslage.
https://www.it-recht-kanzlei.de/spionagekamera-verkauf-recht.html
Jetzt kommt halt Meta und baut in Brillen (was ja Alltagsgegenstände sind) Kameras ein. Was einfach illegal ist, du darfst nach geltender Rechtslage keine als Alltagsgegenstände getarnten Kameras auf den Markt bringen und das macht Meta hier ganz bewusst. Die haben ja auch Anwälte und kennen diese sehr klare Rechtslage
Das Recht am eigenen Bild und auf Privatsphäre werden schon immer höher gewertet als Gewerbefreiheit. Wenn man ein Produkt auf den Markt bringt, dass beides in Kombination untergräbt und dabei gegen bestehendes Recht verstößt, dann ist das eine Frechheit, dass es HateAid braucht, um überhaupt den Stein in's Rollen zu bringen.
Wie du auf die Idee kommst, dass dadurch die Meinungsfreiheit eingeschränkt wird, musst noch mal erklären.
Mein Grundrecht zu Privatsphäre > dein Grundrecht zu Meinungsfreiheit.
Bearbeitungsnotiz. Ausserdem wenn du keine Privatsphäre hast kannst du deine Meinungsfreiheit nicht nutzen. Siehe Alex Pimmel Grote.