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Deutschland
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Oooh wie liiiieeeb 🥰🥰🥰 wow jäger*innen sind ja scheinbar ganz gut für die tiere 🤔🤔
Nachhaltigkeit sollte beim Jagen wie beim Fischen oberstes Gebot haben. Sonst schafft es sich selbst ab. Viele raffen das bestimmt nicht. Besonders nicht beim Fischen. Aber es gibt auch noch welche, mit ein bisschen Sinn und Verstand. Jäger würde Ich sogar als wertvoll für den Artenerhalt ansehen, einfach weil sie nah an der Materie dran sind und ein Gefühl dafür haben, wie es um die Wildtiere bestellt ist. Die Industrie setzt sich damit jedenfalls nicht auseinander.
Bei der Jagd ist das in Deutschland auch größtenteils so. Das größte Problem ist eher, dass man zu zimperlich mit invasiven Arten (z.B. Waschbären, für die verdammten Viecher gibt es Schonzeiten) und bei der Eindämmung von Seuchen ist, (z.B. Schweinepest, statt in den betroffenen Gebieten die Wildschweinpopulation für anschließende Wiederbesiedelung durch Einwanderung aus gesunden Beständen zu dezimieren, hat man das laufen lassen und sich eingeredet, dass man mit teuren Zäunen, über die ein Wildschein nur lacht, die Ausbreitung verhindern zu können) ist das Jagdwesen auf eine Erhaltung eines gesunden Wildbestands ausgelegt.
Bei der kommerziellen Fischerei ist die Erhaltung der Bestände leider nur eine Nebensache, wahrscheinlich, weil da die Lebensmittelindustrie mit drinsteckt und einfach durch die Bank Politiker schmiert, um ihre Profite zu maximieren, hast Du ja selbst gesagt.
Nicht umsonst muss man, um in Deutschland überhaupt jagen zu dürfen, einen Jagdschein machen, für den man so Einiges an Fachwissen über das Thema nachweisen muss. Die Jagd reguliert die Bestände in Abwesenheit eines Großteils der natürlichen Fressfeinde. (Die wurden schon vor Jahrhunderten ausgerottet, und eine Wiederansiedelung auf einem Niveau, dass sich dadurch eine Bestandsregulierung einstellt, wird immer problematisch bleiben, außerdem ist der Mensch auch natürlicher Fressfeind von Wildtieren, auch wenn das so Einige nicht wahrhaben wollen)
Viele Leute die einfach nur scharf darauf sind Tiere abzuknallen werden sich hinter solchen Argumenten verstecken, aber in diesem Fall trifft es ja tatsächlich zu.
Und wer wie ich in einer Region lebt in der es mehr Rehe als Mücken gibt versteht auch dass am "Ersetzen natürlicher Feinde" wirklich was dran ist.
Jäger hat als Beruf tatsächlich mehr mit Wald- und Landschaftspflege zu tun.
Wer gibt den Tieren im Wald sonst Wasser, wenn keins da ist?
Förster (die häufig auch berufsbedingt Jäger sind) erscheint mir weniger moralisch heuchlerisch als Jäger aus einem Jagdverein
So? Dann soll also jeder Waldbesitzer auf eigene Kosten einen Förster für die Aufgaben anstellen, für die Jäger ihm Pacht bezahlen, nur damit es nicht mehr heuchlerisch ist? Und was macht man, wenn der Förster, wie nicht selten, auch Mitglied eines Jagdvereins ist?
Ein Förster ist ein Waldverwalter, der sowohl für Wild- als auch für Holzwirtschaft zuständig ist. In einem Privatwald braucht man selten jemanden, der einem die Holzwirtschaft verwaltet, es sei denn man hat riesige Ländereien. Und für das Verwalten des Wildes sind die Jagdpächter zuständig.
Ich habe nie von wirtschaftlicher Rentabilität gesprochen. Ethische Bedenken gehen nicht immer mit Umsetzbarkeit einher, insbesondere im kleineren Maßstab. Trotzdem finde ich es wichtig auf die Eingangsfrage die ja auf "Wer kümmert sich um die Tiere bei Dürre?" hinausläuft eine aus meiner Sicht ethische bessere Antwort als "Diejenigen, die ein Interesse daran haben sie zu jagen" zu geben.
Ich habe explizit schon beigeschrieben, dass Förster auch häufig Jäger sind, was eine Mitgliedschaft in einem Jagdverein nicht ausschließt.
Danke für die Aufklärung, bin nicht so tief im Thema drin, dass ich die Unterscheidung Förster Jagdpächter und deren Aufgabengebiete sowie Bezahlung gewusst hätte
Was ist daran moralisch heuchlerisch?
Während Förster und Jagdpächter (wie ich eben gelernt habe) sich um die Verwaltung des Wildes kümmern (schließt ja auch Jagd mit ein) enthält die Gesamtheit der Jäger auch diejenigen, denen lediglich am Vergnügen der Jagd gelegen ist. Vielleicht ist es zu allgemein betrachtet, aber Jäger und Jagdverein schließt für mich auch diejenigen ein, die sich zwar an die (gesetzlichen) Regeln zur Jagd halten aber keine Empathie für die Tiere haben und deshalb auch weniger bis nicht auf das Leiden, das sie verursachen können, achten.
Diese Tiere dann mit Wasser zu versorgen und sich damit zu rühmen sie gerettet zu haben nur um sie später in Teilen zum Leiden zu zwingen ist für mich moralische Heuchelei (ethisch wäre hier vermutlich das bessere Wort gewesen).
Nur um es gesagt zu haben: Ich beziehe das explizit nicht auf die Gesamtheit aller Jäger. Insbesondere muss es sich nicht auf die beteiligten Jäger beziehen.
TL;DR: Die Gruppe "Jäger" beinhaltet Leute mit reinem Eigeninteresse, für die Gruppe "Förster" ist die Erhaltung / Verwaltung die Aufgabe. Damit ist Tiere retten und das öffentlich teilen für Jäger als Gruppe aus meiner Sicht wahrscheinlicher / mehr ethisch heuchlerisch als für Förster.
Natürlich! Jagd ist schließlich angewandter Naturschutz! Und Sex ist angewandte Enthaltsamkeit.
Nachdem wir alle natürlichen Fressfeinde ausgerottet muss man schon schauen, dass der Bestand nicht überhand nimmt.
Das wir jeden Lebensraum dichtmachen hilft natürlich auch nicht wirklich.
Wir versuchen menschengemachte Problem auf die menschlichste Art und Weise zu lösen: Mord und Totschlag.
Meistens würde es schon reichen, die Viecher nicht noch extra zu füttern. Der Grund für die katastrophal hohen Wildbestäde in deutschen Wäldern ist, dass die Tiere von den Jägern aufgepäppelt werden damit sie was zum Abknallen haben.
Das große Problem sind landwirtschaftliche Nutzflächen. Fütterung ist mittlerweile weitestgehend verboten, aber selbst in Revieren ohne jeglichen jagdlichen Eintrag hast du durch den Nitrateintrag in Landwirtschaft und co. so eine Verkippung im Ökosystem, dass die Rehe über den ökologischen Limes gedrüwerden.
Wenn das stimmt ist das echt richtig schwach
Tatsächlich scheint es schwierig zu sein Quellen zu finden, die nicht direkt von der Jagdlobby stammen. Ich hatte früher jedenfalls Jäger in der Familie und ich kann aus Erfahrung sagen, das die ökologischen Aspekte da nur ein Feigenblatt sind. Da geht es immer erstmal ums ballern.
Edit: hier habe ich doch noch ein paar Quellen gefunden:
https://ag-wildtiere.com/2023/09/28/positionspapier-wild-futterungen/
https://www.tierschutz-austria.at/wildtierfuetterung-hege-jagd/
Bomben für den Frieden🤯
Gaskraftwerke für den Klimaschutz!