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Deutschland
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Förster (die häufig auch berufsbedingt Jäger sind) erscheint mir weniger moralisch heuchlerisch als Jäger aus einem Jagdverein
So? Dann soll also jeder Waldbesitzer auf eigene Kosten einen Förster für die Aufgaben anstellen, für die Jäger ihm Pacht bezahlen, nur damit es nicht mehr heuchlerisch ist? Und was macht man, wenn der Förster, wie nicht selten, auch Mitglied eines Jagdvereins ist?
Ein Förster ist ein Waldverwalter, der sowohl für Wild- als auch für Holzwirtschaft zuständig ist. In einem Privatwald braucht man selten jemanden, der einem die Holzwirtschaft verwaltet, es sei denn man hat riesige Ländereien. Und für das Verwalten des Wildes sind die Jagdpächter zuständig.
Ich habe nie von wirtschaftlicher Rentabilität gesprochen. Ethische Bedenken gehen nicht immer mit Umsetzbarkeit einher, insbesondere im kleineren Maßstab. Trotzdem finde ich es wichtig auf die Eingangsfrage die ja auf "Wer kümmert sich um die Tiere bei Dürre?" hinausläuft eine aus meiner Sicht ethische bessere Antwort als "Diejenigen, die ein Interesse daran haben sie zu jagen" zu geben.
Ich habe explizit schon beigeschrieben, dass Förster auch häufig Jäger sind, was eine Mitgliedschaft in einem Jagdverein nicht ausschließt.
Danke für die Aufklärung, bin nicht so tief im Thema drin, dass ich die Unterscheidung Förster Jagdpächter und deren Aufgabengebiete sowie Bezahlung gewusst hätte
Was ist daran moralisch heuchlerisch?
Während Förster und Jagdpächter (wie ich eben gelernt habe) sich um die Verwaltung des Wildes kümmern (schließt ja auch Jagd mit ein) enthält die Gesamtheit der Jäger auch diejenigen, denen lediglich am Vergnügen der Jagd gelegen ist. Vielleicht ist es zu allgemein betrachtet, aber Jäger und Jagdverein schließt für mich auch diejenigen ein, die sich zwar an die (gesetzlichen) Regeln zur Jagd halten aber keine Empathie für die Tiere haben und deshalb auch weniger bis nicht auf das Leiden, das sie verursachen können, achten.
Diese Tiere dann mit Wasser zu versorgen und sich damit zu rühmen sie gerettet zu haben nur um sie später in Teilen zum Leiden zu zwingen ist für mich moralische Heuchelei (ethisch wäre hier vermutlich das bessere Wort gewesen).
Nur um es gesagt zu haben: Ich beziehe das explizit nicht auf die Gesamtheit aller Jäger. Insbesondere muss es sich nicht auf die beteiligten Jäger beziehen.
TL;DR: Die Gruppe "Jäger" beinhaltet Leute mit reinem Eigeninteresse, für die Gruppe "Förster" ist die Erhaltung / Verwaltung die Aufgabe. Damit ist Tiere retten und das öffentlich teilen für Jäger als Gruppe aus meiner Sicht wahrscheinlicher / mehr ethisch heuchlerisch als für Förster.