Als sehr sportlicher Jungendlicher - ich habe damals wahrscheinlich 8 Stunden pro Woche im Durchschnitt in meiner bevorzugten Sportart trainiert und dazu kommt nochmal einiges an Fahrradkilometern pro Woche - fand ich Schulsport immer total nutzlos. Um sich richtig in einer Sportart zu vertiefen oder etwas thematisch neues auszuprobrieren ist keine Zeit, also hat man einfach 90 Minuten irgendwas-Ball gespielt. Das hat meinem persönlichen Trainingsplan mehr geschadet als geholfen und entsprechend schlecht war ich in irgendwas-Ball auch. Den weniger fitten Schülern ging es meiner Erinnerung nicht viel anders, um in irgendwas-Ball mitzuspielen ist eine gewisse Grundfitness vorausgesetzt. Die Einzigen, die das gut fanden, waren die, die schon freizeitlich selbst viel irgendwas-Ball gespielt haben.
Darauf bauen die Lehrer dann eine Leistungsbewertung auf? Ich war fit aber mies in irgendwas-Ball, habe meine 1-2 bekommen, die weniger fitten eine 3-4 obwohl sie genauso mies waren. Von Fairness kann hier keine Rede sein.
Mit 90 Minuten pro Woche bekommt man auch keine Grundfitness aufgebaut. Dafür braucht man täglich etwas Bewegung und eine einigermassen gesunde Ernährung. Da sollte man die Zeit im Schulsport lieber nutzen, um diese Dinge zu fördern oder zu lehren.