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Zu warm: Ältestes AKW der Welt muss vom Netz - Landesspiegel
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Vielleicht ist das ja auch wirklich nicht so gut, wenn ein von Hitzewellen aufgeheizter Fluss noch weiter mit Kühlwasser aufgeheizt wird.
Natürlich ist das nicht gut, deswegen gibt es ja inzwischen diese Regelung, aber man muss ab einem bestimmten Punkt halt entscheiden, ob man einen warmen Fluss oder Probleme mit der Stromversorgung haben will.
Große thermische Kraftwerke, die ihr Kühlwasser aus Flüssen beziehen, sind nun mal ein Ding und stellen einen erheblichen Teil der Grundlast. Die ersetzt man nicht von heute auf morgen. Wenn ein Kraftwerk, das planmäßig wegen Wartung abgeschaltet war, nicht wieder ans Netz gehen kann, mag das zwar die Versorgung nicht unmittelbar gefährden, aber dadurch verschiebt sich Alles, was davon abhängig ist, dass das Kraftwerk wieder läuft. (z.B. geplante Wartung an anderen Kraftwerken)
Ergänzung in kursiv von mir. Und eben darum können diese Kraftwerke nicht unironisch als "verlässliche Grundlastkraftwerke" bezeichnet werden..
Thermische Kraftwerke sind nun mal sehr gut für Grundlast geeignet, denn Dampfanlagen sind sehr gut verstanden, robust, langlebig, und, wenn man sie am richtigen Betriebspunkt fährt, sehr effizient.
Bei den Erneuerbaren gibt es nur eine Art von Kraftwerken, die für sich alleine bei richtiger Auslegung zuverlässig Grundlast können. Das sind Wasserkraftwerke. Und leider werden genau die gleichen Leute, die heulen, dass das thermische Kraftwerk die Fische kocht, auch heulen, dass das Wasserkraftwerk die Fische zu Filet verarbeitet. Irgendeinen Tod müssen wir sterben.
Solaranlagen können prinzipbedingt keine Grundlast, weil eben nachts keine Sonne scheint. Brauchbare Speicheranlagen gibt es zu wenige, Batteriespeicher sind nicht sonderlich langlebig und brauchen für die Batterien große Mengen an exotischen Materialien. Pumpspeicheranlagen werden aus vermeintlichen Umweltschutzgründen nicht genehmigt. Windkraft kann Grundlast nur unter Vorbehalt, sehr bedingt in Verbindung mit massiver Überkapazität, leistungsfähigen Fernübertragungsnetzen und geographisch sehr weiter Verteilung der Anlagen, dass immer irgendwo genug nutzbarer Wind ankommt.
Welchen Tod wollen wir denn jetzt sterben?
Ich wäre ja dafür, jedem thermischen Kraftwerk ein Laufwasserkraftwerk vorzuschalten, denn nur diese Kombination könnte flussabwärts die gesamte Gastronomie mit Strom und verzehrfertig zubereiteten Fischfilets versorgen. /s