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Deutschland
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Das ist natürlich ein Autounfall: Palantir ist scheiße. Auch wegen Thiel, aber halt auch weil es Dinge machen kann, die ein Staat eben nie machen sollte. Eine europäische Alternative ist daher auch abzulehnen. Ein Torment Nexus aus Europa ist halt immer noch ein Torment Nexus
Ja. Das Einzig positive an der Sache ist, dass unser Inlandsgeheimdienst scheinbar nicht so dumm ist, Überwachungssoftware bei einem feindlichen Staat zu kaufen, dem zuzutrauen ist, dass er Informationen an von eben diesem Inlandsgeheimdienst überwachte Staatsfeinde weitergibt.
Leider muss man heute nicht mal mehr an die Weitergabe an Dritte denken. Die Weitergabe an die USA und Israel ist schon höchst problematisch. Nach Erpressung und Bedrohung mit diversen Mitteln ist davon auszugehen dass auch diese Daten sowohl vom Unternehmen als auch den involvierten Staaten verwendet würden.
Selbst wenn Palantir vertraglich Dinge zusichert, würde ich fest davon ausgehen, dass die sich nicht daran halten. Als Datenkrake und entsprechend bisherigem Verhalten muss man davon ausgehen.
Als Europäer habe ich das Recht, dass meine Privatsphäre von einer europäischen KI abgeschafft wird /s
Ganz genau. Grundlose Massenüberwachung, die auch noch auf Verknüpfung von diversen Datenquellen setzt, ist in Deutschland verfassungswidrig, was das Bundesverfassungsgericht mit seiner Entscheidung zur informationellen Selbstbestimmung bereits festgestellt hat. Auch europäischem Recht widersprichst das.
Nun so zu tun, als sei es nicht so, nur weil man die sensibelsten Daten über die Bürger nicht unmittelbar an die Faschisten in den US weitergibt, ändert die Rechtswidrigkeit des Einsatzes entsprechender Anwendungen keineswegs.
Und das ist ja nur das Recht. Allein der gesunde Menschenverstand sollte doch gerade in Deutschland schon ausreichen, um nachvollziehen zu können, dass Massenüberwachung nicht nur missbraucht werden kann, sondern fast zwangsläufig auch missbraucht werden wird - gerade in einer Situation, in der die skrupellosen Faschos von der AfD wohl leider an der nächsten Regierung beteiligt sein werden.
Kurzum: Die Behörden verfügen bereits über umfassende Befugnisse, die für effektive Strafverfolgung völlig ausreichend sind. Zudem gibt es m.W. nicht einmal Belege dafür, dass solche Anwendung überhaupt irgendeinen Nutzen haben. Es ist schlicht Bespitzelung der Bürger, die Missbrauch Tür und Tor öffnet.
Das Tragische ist, dass du natürlich mit einer totalen Überwachung wunderbar Kriminalität bekämpfen kannst. Wenn du alle Daten aller Menschen zusammenfügst, überall Kameras mit Gesichtserkennung hast, Funkzellenabfragen, Kennzeichenscanner, Fahrkartendaten der Bahn und so weiter und so fort, dann ist das Leben als Polizist supereinfach. Den Einbruch kannst du wunderbar aufklären, wenn die Kamera nebendran den Dieb gefilmt hat und deine Datenbank dir direkt den Namen nennt. Irgendwelche sonstigen Kriminalitätssachen kriegst du perfekt aufgeklärt, indem du Bewegungsprofile analysiert. Ein Mord ist super einfach aufzuklären, weil gar nicht so viele Menschen dann am Fundort der Leiche gewesen sein können und du Funkzellendaten mit Autodaten und was nicht alles verknüpfst. Auch Internetkriminalität ist total einfach aufzuklären, wenn man direkt mit ID weiß, wer auf welcher Internetseite gesurft hat.
Das Problem daran ist, dass die sinkende Kriminalität leider gegenüber den Bürgerrechtseinschränkungen überhaupt nicht mehr ins Gewicht fällt. Es wäre auch viel sinnvoller, wenn man die dort investierten Milliarden in Kriminalitätsprävention stecken würde. Wir streichen aber aktuell Therapieplätze für Suchtkranke und bauen dann KI-basierte Kamerasysteme gegen Straßen und Beschaffungskriminalität auf. Das ist natürlich völlig irre.
Ganz deiner Meinung. Nur ist das meiste von dem, das du nennst, in Deutschland aus gutem Grund verboten, denn wir wissen ja aus unserer finsteren Geschichte sogar doppelt, wohin Massenüberwachung (heute auch noch mit Kameras überall und AI-Gesichtserkennung), Denunziantentum und keinerlei Privatsphäre führt. Natürlich ist das der feuchte Traum aller Polizisten, sofern es denen darum geht, irgendwelche Quoten zu erfüllen - und auch die elenden "Ordnungsbürger" finden das toll, weil sie zu stumpf sind, um die Konsequenzen zu erkennen.
Was ich meine ist dies: Die Rechtslage hierzulande ist glücklicherweise eine ganz andere als im Höllenloch US. Daher können solche Anwendungen hier auch glücklicherweise nicht so eingesetzt werden wie dort. Entsprechend können sie auch nicht so funktionieren, denn hier ist es schlicht illegal beliebige Datenquellen ohne irgend einen Grund miteinander zu verknüpfen (etwa deine Sozialversicherungsnummer mit deiner IP-Adresse, um sicherzustellen, dass du auch ein brave Bürgerin bist). Mir ist keine Fallstudie bekannt, die belegen würde, wie eine solche Technologie unter rechtsstaatlichen Gegebenheiten noch die gewünschten Ergebnisse liefern soll.
Und das ist auch gut so, denn niemand braucht oder will das.
Die Sache ist einfach die: Ein Überwachungsstaat à la Orwell ist mit einer Demokratie schlicht unvereinbar. Es gibt kein rationales Argument, das solche Maßnahmen rechtfertigen könnte, zumal diese Mittel ja nicht einmal dort eingesetzt würden, wo wirklich Bedarf bestünde - nämlich allem voran zur Bekämpfung der grassierenden Wirtschaftskriminalität, die der Gesellschaft weit mehr schadt als alle Einbrecher in Europa zusammen genommen (der Schaden ist selbst bei diesem Vergleich verschwindend gering).
Deshalb: Ja, so ist es. Es wäre sehr viel besser, diese astronomischen Mittel in Prävention und Personal zu setzen, sofern das überhaupt notwendig ist. Wir leben hier ja schließlich nicht in einem Land, in dem das Verbrechen regiert - das wären buchstäblich die US, nur dort kontrollieren eben die Verbrecher die Überwachungstechnologie und genau das gilt es zu verhindern...
Aber wenn sie nicht mehr massiv Geld und Arbeitskraft in illegale Überwachung investieren, müssten sie ja mit tatsächlicher effektiver Strafverfolgung anfangen...
Ja, leider - und das vielleicht sogar in Sachen Wirtschaftskriminalität....