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this post was submitted on 06 May 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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founded 2 years ago
MODERATORS
Das ist eine Ansicht die ich persönlich nicht teile.
Ich auch nicht. Es hat noch nie zur Realität gepasst.
Erleuchte uns, inwiefern widersprichst du der Aussage?
Gerade heute wird in der Mainstreamgesellschaft wieder das Bild eines emotional stabilen in sich selbst ruhenden und "starken" Mannes gebraucht der auch in der Lage ist sich zur Not mit physischen Mitteln zur Wehr zu setzen, der Probleme lösen und idealerweise einer der Grundsteine einer intakten Familie ist. Der derzeitige Kampf gegen alles "männliche" wird ansonsten nur weiter dazu führen daß sich immer mehr (junge) Männer in die Gesellschaft entweder der (extremen-) Rechten, dem Islamismus und anderer toxischer Strukturen begeben.
Inwiefern ist ein gewaltbereiter Mann ('sich zur Not mit physischen Mitteln zur Wehr zu setzen') ein guter Grundstein einer intakten Familie? Die Situation ist doch genau gegenteilig. Gewalttätige Männer zerstören Familien. Wie in diesem Beispiel, wie in den unzähligen Fällen von Femiziden.
"sich zur Not mit physischen Mitteln zur Wehr setzen" != "gewaltbereit".
In einer idealen, utopischen Gesellschaft wird es nie notwendig sein eine physische Auseinandersetzung mit jemand anderen einzugehen, wir leben nur leider nicht in dieser Gesellschaft.
Was bin ich lesend? "Gewaltbereit = bereit dazu Gewalt einzusetzen".
"sich zur Not mit physischen Mitteln zur Wehr setzen" liest sich für mich wie...bereit dazu Gewalt einzusetzen 😅
Der gewaltige Unterschied ist halt der Punkt "zur Not". Aus Notwehr. Ein prügelnder Familienvater handelt nicht aus Notwehr.
Ungeachtet dieser interessanten Definition von 'gewaltbereit', fehlt mir noch die Erklärung, warum ein solches Verhalten ein guter Grundstein einer intakten Familie sei.
Welche Rolle spielt für eine intakte Familie die Bereitschaft, physische Gewalt anzuwenden?
Wir leben noch nicht so fürchterlich lange in den relativ stabilen Verhältnissen wie wir sie aktuell haben, emotional sind wir doch noch alle Höhlenmenschen. Das Bewusstsein, dass da jemand in der Familie ist der zur Not als "Beschützer" fungieren kann dürfte sich positiv auf die Stabilität der Familie auswirken.
An diesem Punkt der Diskussion würde ich vielleicht sogar noch einen etwas anderen Winkel da rein bringen und behaupten: Es muss noch nicht mal der "biologische Mann" sein der diese Funktion in einer Familie ausübt, sondern eher so etwas wie ein "männlicher Archetyp" (das kann dann halt auch eine entsprechend veranlagte Frau / Transperson / whatever in einer entsprechenden Beziehung sein).
Viel Konjunktiv in deiner Aussage. Was zeichnet deinen 'Beschützer' denn aus und was sind die positiven Wirkungen?
Wir sind evolutionär vielleicht noch nah am Höhlenmenschen, das hat aber wenig Einfluss auf unsere Wahrnehmung von Gewalt. Dass Gewaltbereitschaft nicht notwendig sondern schädlich für stabile Familienstrukturen ist, ist wissenschaftlich recht eindeutig belegt [ 1, 2]. Insbesondere, weil Gewaltbereitschaft sehr schnell nach innen wirkt [3, 4].
Falls du jenseits deines Gefühls echte Argumente hast, bin ich offen für eine Diskussion.
Nein, habe ich nicht. In diesem Punkt denke ich wohl müssen wir dann wohl mit "agree to disagree" auseinander gehen.
Du beschreibst halt nicht "Das gesellschaftliche Bild von Männlichkeit", wie es existiert, sondern wie du es dir wünschst.
Was ist bei lesbischen Paaren, die ein Kind zeugen oder eines adoptieren? Ist das auch eine intakte Familie?
Das kann eine intakte Familie sein, aber ob das fehlende männliche (bei einem schwulen Paar dann eben das fehlende weibliche) "role model" für die Entwicklung eines Kindes wirklich so gut ist... ich weiß es ehrlich nicht.
Ich finde es schön, dass du deine Nachricht damit beendest, dass du anerkennst, ea nicht zu wissen, auch wenn man herauslesen kann, was du für intuitiv schlüssig hältst. Ob gleichgeschlechtliche Eltern zu haben für die Entwicklung eines Kindes Auswirkungen hat, ist auch eine Frage, die man durchaus stellen kann.
Du hast gesagt, du weißt es nicht, ich habe das Glück an dieser Stelle sagen zu können, ich weiß was darüber. Das ist in der Sozialpsychologie sehr ausführlich beforscht worden, primär aus der Notwendigkeit der Betroffenen heraus, ihre eigene Existenz verteidigen zu müssen. Und wenn ich ausführlich beforscht sage, dann meine ich wirklich Stichproben mit tausenden Kindern und Längsschnittstudien, die Kinder 20 Jahre lang begleitet haben. Man beschäftigt sich schon seit 40 Jahren mit dem Thema.
Das Ergebnis: Kinder von LG-Familien 'performen' genauso gut wie Kinder ohne diese Spezifikation, im Zweifel etwas besser. Das gilt für alle möglichen relevanten Maße. Das mit dem besser liegt wahrscheinlich daran, dass lesbische und schwule Paare viel Aufwand auf sich nehmen müssen, um Kinder zu bekommen und deswegen diese Paare, die Kinder haben, einen entsprechend großen Kinderwunsch hatten und sich auch richtig emotional dazu verpflichten, einen guten Job zu machen.
Obiges ist ein Fakt, an dem es wirklich keine Zweifel gibt. Wenn es dir wichtig ist, kann ich dir Belege raussuchen, grade habe ich da nicht so Lust zu. Ich erkenne an, dass ich ohne Belege nur eine Person im Internet bin, die etwas behauptet.
DAS ist tatsächlich ein interessanter / plausibler Denkansatz... hmmm...
Vielleicht wäre es ja sogar besser für das Kind.
Möglich, wer weiß? Persönlich denke ich aber trotzdem, daß eine "klassische" Familie (Vater, Mutter, Kind(-er), erweiterter Familienkreis) wohl die besten Chancen hat ausgeglichene und gut sozialisierten Nachwuchs zu "produzieren".
Wieso denkst du das?
Einfach eine Schlußfolgerung aus meiner bisherigen Lebenserfahrung. Irgendwie hatten die meisten Menschen denen ich begegnet bin die nicht aus einem "normalen" (setze ich jetzt explizit mal in Klammern) Elternhaus stammen immer irgendeinen "Knacks". Das reicht von der Tochter zwei Mütter die ich mal (ist lange her) gedated hatte über den Sohn eines Kollegen der jetzt mit einem Mann verheiratet ist bis hin zu einigen Fällen wo einfach nur ein Elternteil alleinerziehend ist.
Ich habe keine konkreten Statistiken (das wäre wahrscheinlich auch schwer zu untersuchen), vielleicht liege ich mit meinem Gefühl da auch komplett falsch... aber für mich klingt es einfach am plausibelsten, daß die klassische Familienform wie es sie in den meisten Kulturen gibt wohl zur "rundesten" Sozialisierung führt.