Schon interessant, das so in der Taz zu lesen. Golfplätze sind natürlich absolute ökologische Katastrophen. Das Gras ist ökologisch tot. Benötigt riesige Mengen Wasser zur Bewässerung und wird auch gerne noch mit Pestiziden behandelt. All das nur, damit ein paar Leute einen Ball durch die Gegend dreschen können. Für die Flächen gibt es sicherlich bessere Nutzungen. Es gibt ja zum Beispiel die Studien, die zeigen, dass wir überhaupt gar kein Problem mit unserer Stromversorgung hätten, wenn wir einfach die Golfplätze mit Solar voll bauen würden. Jetzt neue Golfplätze als Brandschutzschneisen zu fordern, ist schon irgendwie hart bescheuert.
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Brandschneisen in Wäldern sind auch in Deutschland ein Ding, (evtl. gewesen, denn das ist Infrastruktur und Infrastruktur braucht Wartung) seitdem es in den 1970er Jahren mal größere Waldbrände gegeben hat. Das waren/sind allerdings einfach nur große, auch mit schweren Fahrzeugen gut befahrbare Waldwege mit einem Grünstreifen an beiden Seiten. Damals wurde auch in großen Umfang für Waldbrandbekämpfung geeignete Ausrüstung genormt, beschafft und an die Feuerwehren verteilt, (z.B. TLF 8/18) allerdings ist das dann zwischenzeitlich mangels geeigneten Waldbränden wieder in Vergessenheit geraten, diese Fahrzeuge sind schon lange aus der Norm gefallen und zum Großteil wieder außer Dienst, und man ist noch bzw. wieder in der Experimentierphase, was da an Technik sinnvoll wäre.
Der Artikel ist pures Greenwashing von Golfplätzen und großer Mumpitz, denn in dem Umfang, wie es Brandschneisen in den Wäldern braucht, kann man gar keine Golfplätze bauen.
Oder man könnte all das Wasser, das verschwendet wird, um ein paar Streifen Grün gesund und saftig zu halten, dazu nutzen, etwas für die tatsächlich ausgetrocknete Natur zu tun. Also quasi einfach gar nichts tun und das Grundwasser lassen, wo es war, wäre schon hilfreicher... Aber nein, lass uns lieber davon halluzinieren, was künstlich angelegte Teiche und Bewässerungsysteme doch für ein Glücksfall für die Brandbekämpfung der umliegenden, (rein zufällig) ausgetrockneten Gegend ist. 🤮
Ja, gerade ständig kurz gemähter Rasen, wie er auf Golfplätzen zu finden ist, verbraucht viel Wasser. Und aus künstlichen Gewässern, die in der freien Landschaft liegen, und nicht von Bäumen beschattet sind, verdunstet mehr Wasser, als aus beschatteten Gewässern. Bäume sind auf Golfplätzen allerdings eher weniger zu finden, auch an den Teichen.
Dass es durchaus sinnvoll sein kann, an Orten mit schlechter Wasserversorgung Löschteiche oder Löschwasserzisternen anzulegen, ist davon unabhängig. Und Teiche kann man außerhalb von Golfplätzen auch z.B. so platzieren, dass sie von Bäumen beschattet werden und es deswegen zu weniger Verdunstung kommt. Einfach an geeigneten Stellen im Wald Löschteiche anlegen, wäre besser, als dieser Golfplatz-Blödsinn.
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