Schönes Beispiel von "kleiner Unternehmer möchte den Sinn einer Regulierung absichtlich nicht verstehen". Ja, das klingt jetzt erstmal etwas blöd und kleinkariert, aber: Zum einen gilt die angesprochene Fertigverpackungsverordnung schon seit 1981 und wenn man dann im Jahr 2026 erwischt wird, dass man seit 45 Jahren ein Gesetz ignoriert, dann sollte man nicht rumstänkern. Und es macht auch absolut Sinn, dass feinsäuberlich bis ins Detail bestimmt und reguliert wird, wie Unternehmen Dinge in ihre Verpackungen füllen dürfen, weil wir alle genau wissen, dass Kelloggs sonst absichtlich zu wenig Smacks in die Packung füllen würde.
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Der Preis wird nach dem tatsächlichen Gewicht berechnet.
Klingt doch völlig vernünftig und macht jede Wurst- und Käsetheke auch nicht anders. Sehe das Problem nicht.
10g von 250g oder 500g ist eine ziemlich kleine Abweichung, finde ich. Zumal der nächste Kunde dann ja 10g mehr bekommt. Deswegen für 15000€ Waagen beschaffen zu müssen, ist ein bisschen albern.
Wo ist denn die Grenze? 10g sind ok, der nächste Bäcker hält auch 50g für ok. Und beim Arschlochbäcker im Dorf sind komischerweise alle Hälften zu leicht, kann ihm aber niemand nachweisen, weil er sich immer mit „hast halt heute Pech gehabt“ rausredet.
15.000€ sind ja auch nicht für eine Waage, sondern für alle Filialen der Bäckereikette mit knapp 1 Mio € Jahresumsatz. Von einem Unternehmen der Größe kann man schon verlangen, dass sie genau abrechnen was über die Ladentheke geht.
Bei jedem Metzger ist es vollkommen normal, dass Kunden nur das bezahlen was sie bekommen.
Es ist eine kleine Abweichung, ja. Aber warum macht der Bäcker das Brot nicht etwas schwerer, um Spielraum zu haben? Also, dass beispielsweise der 1kg-Laib 1,05kg wiegt.
Ganz einfach: weil der dann mehr für Zutaten ausgeben muss. Und deswegen wird lieber am Limit kalkuliert, keine seit 6 Jahren vorgeschriebene geeichte Waage angeschafft usw.
Weiß nicht, so als Laie denke ich mir, dass jeder Bäcker eine geeichte Waage braucht. Ebenso wie ein Gemüsehändler. Bei allen Bäckern die ich kenne werden halbe Brote auch abgewogen.
Solche Leute sind der Grund warum wir keine schönen Dinge haben dürfen ...
Andere Bäcker in Pfaffenhofen verkaufen nach Breitners Angaben nur noch ganze Brote, um Ärger mit dem Eichamt zu vermeiden.
Klingt absurd, aber ist vermutlich vernünftig. In der selben Stadt könnten sie ja den selben Kunden haben.
Ok, pedantischer Spinner. Aber 15.000€ für Waagen?
Der Kerl hat halt 6 Filialen, d.h. die geeichte Profiwaage kostet pro Stück dann 2500€.
Was immer noch zu teuer ist fuer eine Baeckerei. Ich arbeite im Labor mit geeichten Waagen von Kern. Eine simple Lebensmittelwaage von Kern (1g bei 6000g Maximalgewicht) kostet geeicht ca. 350€.
https://www.kern-sohn.com/shop/de/produkte/industriewaagen/food/ffn-6k1ipn/
Aber man kann natuerlich beliebig viel Geld fuer alles moegliche ausgeben.
Weil, wenn der Bäcker gesagt hätte "ich musste jetzt 2.500€ für Waagen ausgeben 😭" niemand einen Artikel geschrieben hätte.
Soweit ich weiß, sind die Kassen auch entsprechend ins Kassensystem angeschlossen. Ich gehe davon aus, für die Software ging mind. die Hälfte drauf.
Vielleicht hat der auch ein paar Filialen mehr und ist eigentlich eine Kette und nicht einfach nur der kleine Bäcker von nebenan.
ich frage mich: Wie viele Filialen hatte der pedantische Kunde? War er von der Konkurrenz?
Vielleicht sind es auch mehrere pro Filiale geworden, wenn sie mehrere Verkäufer gleichzeitig haben? Kosten für das Eichen kommen eventuell auch noch hinzu und das regelmäßig. Vielleicht ist das auch beim Preis inkludiert?
Bin nicht so im Thema. Muss der Bäcker denn ganze Brote ebenfalls wiegen? Ist mir noch nie bewusst aufgefallen. Glaube meist steht nicht mal ein Soll-Gewicht an der Ware. Und wenn ganze Laibe nur Pi*Daumen wiegen, ist mir schleierhaft wieso sich die Regelung beim Schneiden plötzlich ändert.
Davon abgesehen sind 10 Gramm wirklich wenig Toleranz. Die können auch einfach zwischendurch weggetrocknet sein.
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