Und immer daran denken: Es gibt keinen Klimawandel und früher gab es auch schon heiße Tage!!!! /s
Und im Zweifelsfall keinen Einfluss des Menschen
Im Juni einen Temperaturrekord zu brechen, der aus dem August 2003 stammt, ist echt krass. Das war damals der "Jahrhundertsommer", für viele Deutsche das erste Mal dass sie über 40 Grad erlebt haben.
Ja. Das ist 23 Jahre her, aber gemessen an geologischen Zeitskalen sind das rapide Veränderungen.
Übrigens starben damals in Europa geschätzt zwischen 45000 und 70000 Menschen.
Für mich persönlich zeigt das wie schlimm es geworden ist.
2003 war für mich so einschneidend, dass ich mich immer an die Jahreszahl erinnern werde.
Bei uns im Ort sind da alle öffentlichen Grünflächen und jede Menge Bäume verdorrt.
Dieses Jahr haben wir die gleichen Temparaturen zu Sommeranfang wie damals im Hochsommer.
(Und irgendwie zucken alle in meinem Umfeld mit den Schultern. Is halt heiß, Klima im Auto regelt.)
Ja. Wir dampfen als Zivilisation mit voller Fahrt in eine Katastrophe hinein, und auf der Kommandobrücke stehen Verbrecher.
Siehe auch dies hier:
https://mastodon.social/@TwraSun/116803873759836782
- eine fiktive Wettervorhersage für August 2050, wenn nichts gegen den Klimawandel unternommen würde. Ausgestrahlt 2014 im französischen Fernsehen
- die reale Wettervorhersage für Juni 2026
Im Salon streiten Bootsmänner mit Verbrechern darüber, ob man nach rechts oder links steuern soll.
Bis zur Einigung, die die Verbrecher nicht wollen, geht's Volldampf gradeaus.
Auf der Kommandobrücke steht niemand.
Auf der Kommandobrücke stehen reiche Wichser und freuen sich, dass bei all dem Streit niemand auf die Idee kommt, wer uns auf diesen Kurs gebracht hat und wen man des Kommandos entheben müsste.
Und irgendwie zucken alle in meinem Umfeld mit den Schultern.
Den Klimawandel hat doch jeder akzeptiert und dass er persönlich nichts ändern kann. Mehr als Klimakleber geht nicht als Aktionismus.
Alles andere geht auch nicht. Siehe Reddit nach Lemmy Migration. Fünf Mausclicks, um unabhängig zu sein und die Mehrheit macht es nicht.
Jetzt müsste man trotzdem etwas machen. Was?
Ich hab mir jetzt schweren Herzens eine Klimaanlage gekauft. Eigentlich wollt ich nicht, aber ich halts nicht mehr aus.
Für mich persönlich zeigt das wie schlimm es geworden ist.
2003 war für mich so einschneidend, dass ich mich immer an die Jahreszahl erinnern werde.
Same. Es waren auch einfach alle Ventilatoren ausverkauft. Das war auch surreal.
Jedes Jahr die neue Leier. Ist krass wie hart die Hitze anzieht. Vielleicht bemerkte ich es als Kind in den 2010ern nicht so sehr, aber um 2010 war 30°C im Sommer ausnahme! Da gabs noch Hitzefrei und um 10:40 Schule aus bei 30°C
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Temperaturrekorde_in_Deutschland
1892
1952
1983
2015
2019
2019
2022
Und die Hitzetage werden auch immer mehr. Hindert die Schwurbler nur nicht am lügen.
Ähnliches Bild für die Hitzeanomalien-Seiten.
Ich bin in den 70ern in NRW zur Grundschule gegangen, und da gab es Hitzefrei bei 27 Grad um 9 Uhr (oder waren das 10 Uhr?).
(Edit: Wahrscheinlich waren es mehr als 25° C um 10:00, ab denen der Schulleiter Hitzefrei anordnen konnte. Heute werden es hier um 10 so 29 Grad warm sein...)
Was sich noch viel stärker verändert hat, war die Häufigkeit von kräftigem Regen. Früher waren 5mm Regen oder mal Regen den ganzen Tag über einfach normales Wetter - auch im Sommer.
Viele Leute scheinen auch zu vergessen, dass es früher auch mal geschneit hat... wir hatten teils 1 Meter Schnee im Garten, jeden Tag Schlittschluh laufen auf dem Dorfweiher, der früher noch zugefroren war.
Und die Politik wundert sich über fallende Geburtenraten... als wenn Wirtschafts- und Klimakrise noch nicht Grund genug wären.
Krass ab 27°C schon?! Verrückt! Ich dachte mir schon immer das eigentlich ein Sommer ohne Klimawandel um die 24°C liegt.
Regen ist auch so ein ding. Da hört man jetzt jedes Jahr von einer Flut/Überschwemmung im Frühling irgendwo. Die Flut 2024 war echt traumatisch für mich da ich direkt am Erd-Damm wohnte und das Wasser schon so nahe war, dass man sich nur beugen musste und man konnte es berühren. Normalerweise ist das Meter weiter unten. Der damm brach auch schon an manchen Stellen. Sonst hörte ich nur von der Flut aus den 70ern und 80ern von meiner Oma.
Dass das gemeine Gesellschaft so gleichgültig ist, die meisten Leute es nicht wahr haben will, es herunterspielt und gar leugnet, ist einfach unverständlich für mich. Da wurde für Diesel Protestiert, aber daran denken, dass durch Klimawandel die Ernten zerstört werden, daran wird nicht gedacht. Nichts gegen die Ländliche Bevölkerung, bin selbst von da, doch historisch waren die nie die schlausten bei sowas. Beim Ozoenloch wurde rumkrakelt, es sei nicht möglich einen Kühlschrank ohne Ozoenschädigende Gase herzustellen und schau an, war doch möglich!
Das Problem ist, dass die Veränderungen für die meisten Menschen einfach zu langsam stattfinden um wirklich als Bedrohung wahrgenommen zu werden, und dass sich die wahrgenommene Realität einfach verändert. In der Erinnerung sind die Sommer meiner Kindheit in den 80ern und 90ern heiß gewesen - dabei wurde damals gar nicht mal so oft die 30 Grad Marke geknackt. Rückblickend denkt Mensch dann "Ach, das war schon immer so...". Die ständige Dramatisierung und Emotionalisierung vieler Themen tut ihr übriges und die Menschen denken sich dann eben "Ja, ja... nix wird so heiß gegessen wie es gekocht wird". Trump wurde gewählt weil er den Menschen quasi versprochen hat sie in die Vergangenheit in der alles noch in Ordnung war zurückzuführen - und mit dem gleichen Konzept wird die AfD an die Macht kommen.
Ich denke mittlerweile dass wir das Thema der notwendigen Veränderungen nicht mit einem demokratischen System hinbekommen werden - wir können uns noch so sehr wünschen die Menschen würden das Problem verstehen und konsequent danach handeln / wählen, aber ich denke das ist absolut illusorisch so lange es die Möglichkeit für Politiker und Influenzer gibt einfache Lösungen zu versprechen.
Ich denke mittlerweile dass wir das Thema der notwendigen Veränderungen nicht mit einem demokratischen System hinbekommen werden - wir können uns noch so sehr wünschen die Menschen würden das Problem verstehen und konsequent danach handeln / wählen, aber ich denke das ist absolut illusorisch so lange es die Möglichkeit für Politiker und Influenzer gibt einfache Lösungen zu versprechen.
A/B testen. ein teil der gesellschaft macht so, der andere anders. 30 jahre später zusammenkommen und sehen was dabei herausgekommen ist.
Wie war nochmal die statistik? 80% der deutschen sagen "ja reform und drastische veränderungen sind unbedingt notwendig", doch nur 12% sagen "Ich bin auch für die Reform auch wenn sie mich betreffen werden".
Das Problem ist nicht unsere Demokratie, sondern, die mangelnde Bildung und Kurzsichtigkeit für Entscheidungen sowie der Egoismus der meisten Wähler, und dadurch entsteht, dass Parteien und Menschen gewählt werden, die gegen solch benötigte Reformen sind. So viele Ambitioniere junge (klein) Parteien mit jungen Menschen, die Reform hervorbringen wollen, doch sie kratzen im unteren einstelligen Prozentbereich.
Die wahren Machhabenden sind Weltweit die reichen und (reiche) Rentner, und für die ist jegliche benötigte Veränderung, die zu deren Nachteil kommt, kryptonit. Natürlich gibt es unter Rentnern auch ausnahmen.
Das Problem ist nicht unsere Demokratie, sondern, die mangelnde Bildung und Kurzsichtigkeit für Entscheidungen sowie der Egoismus der meisten Wähler, und dadurch entsteht, dass Parteien und Menschen gewählt werden, die gegen solch benötigte Reformen sind. So viele Ambitioniere junge (klein) Parteien mit jungen Menschen, die Reform hervorbringen wollen, doch sie kratzen im unteren einstelligen Prozentbereich.
Also ist das Problem die Demokratie.
Otto Normalverbraucher WILL keine Veränderung - schon gar keine, die seine Lebensqualität aus seiner Sicht verschlechtert. Ja, man kann damit argumentieren, dass es verschiedene Faktoren für die Lebensqualität gibt etc. pp. aber im großen und ganzen ist hier materieller Wohlstand, das Auto vor der Tür und das Haus / Wohnung gemeint. Wenn ich mittlerweile von einer Sache überzeugt bin dann, dass du den Menschen - oder sagen wir mal den demokratischen Mehrheiten - das nicht aberziehen kannst. Und das betrifft nach meiner Erfahrung definitiv nicht nur die (reichen) Rentner - wenn ich mir hier als Stichprobe mal die Firma in der ich arbeite ansehe, dann sehe ich zu ~90% komplette Ablehnung des Konzepts "Klimawandel", und das von den Azubis bis zu den fast-Rentnern. Und zum Thema Bildung: Wir haben hier kaum jemanden ohne Abitur oder Studium in der Firma.
Krass ab 27°C schon?!
Ja, aber halt um 9 Uhr morgens, wird dann im Laufe des Morgens noch deutlich wärmer. Wie oft hast du um 9 Uhr morgens schon 27°C?
Also Morgen ab 9 Uhr sind es schon 28°C bei mir. Höchstteperaturen von 35°C
Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr genau an die Zeit erinnern, kann auch sein dass es 27 Grad um 12 Uhr waren. 30 Grad gab es nie. 27 Grad galt als extrem warm.
Hab mal bei Wiki nachgeschaut:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hitzefrei
Also in Baden-Württemberg konnte vor 1975 der Schulleiter Hitzefrei geben, wenn das Thermometer um 10 Uhr 25 Grad überschritt.
Politikversagen.
DIE GRÜÜÜHÜNEN!!!
In Spanien gab es von Sonntag auf gestern, den 25.6., über 200 Hitzetote. (Und die Zahl der akuten erkannten Hitzetoten ist normalerweise deutlich geringer als die später statistisch ermittelbare Übersterblichkeit - für die Hitzewelle im August 2003 in Europa wurden zwischen 45000 und 70000 Tote geschätzt.)
Man stelle sich mal vor, in Spanien kämen 200 Leute durch einen terroristischen Anschlag ums Leben - da würde vehement Aktivität gefordert, zu verhindern dass so was jemals wieder passiert...
Man darf nicht vergessen, dass das mich Homeoffice-Faulenzer nicht trifft. Hab frei und muss überhaupt nicht rausgehen. Wie ist das mit Leuten, die in der Küche arbeiten, Pakete liefern etc?
Wasserflaschen kaufen und anbieten, Tieren trinken rausstellen, sicherstellen dass Mitmenschen richtig lüften (nachts voll auf, tags zu, keine Kompromisse)
bin ich die einzige person die sich über das wetter freut? endlich wird es mal warm.
Ich persönlich kann mich über das warme Wetter schon noch freuen. Ich habe vor 2 Jahren einen Job gekündigt , wo es im Büro bei Hitze viel zu heiss war - Glasbau im Dachgeschoss, Innenhof, keine Klima = 3 bis 4 Grad wärmer als draussen - und keine Abhilfe durch Leitung. Wo ich jetzt arbeite, ist es deutlich besser, ich kann eine Stunde eine zur Hälfte schattige Strecke mit dem Rad fahren und hab Gleitzeit. Unsere Wohnung hatt Schatten und ist gut isoliert, und liegt auch nicht unterm Dach wie unsere letzte.
Und sonst passe ich mich an, mache keinen Sport und esse statt dessen Eis auf dem Balkon. So ist das schon angenehm.
Aber kollektiv und auf grösserer Skala betrachtet ist es gleichzeitig eine Katastrophe. Es wird auch für mich nicht angenehm bleiben. Denn es ist ganz klar, dass die Temperaturen immer höher werden. In maximal 20 Jahren wird es auch bei uns so sein wie aktuell in Frankreich..
Und akut ist die Hitze schon für sehr sehr viele Leute in Europa ein grosses, auch gesundheitlich bedrohliches Problem.
Auf persönlicher Ebene finde ich warmes Wetter auch sehr angenehm, deshalb kann man sich trotzdem Sorgen um den Klimawandel machen und anerkennen, dass für manche Leute diese Hitze auch lebensgefährlich ist.
Das Gejammer über die Hitze ist schlimmer als die Hitze.
ich wollte eh immer in den subtropischen gebieten wohnen. aber meine eltern lassen mich nicht. jetzt bin ich erwachsen und die tropen kommen zu uns :p
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