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[-] Goldholz@lemmy.blahaj.zone 23 points 1 week ago

Jedes Jahr die neue Leier. Ist krass wie hart die Hitze anzieht. Vielleicht bemerkte ich es als Kind in den 2010ern nicht so sehr, aber um 2010 war 30°C im Sommer ausnahme! Da gabs noch Hitzefrei und um 10:40 Schule aus bei 30°C

[-] AntonMuster@discuss.tchncs.de 19 points 1 week ago
[-] MonkderVierte@lemmy.zip 1 points 1 week ago

Ähnliches Bild für die Hitzeanomalien-Seiten.

[-] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 14 points 1 week ago* (last edited 1 week ago)

Ich bin in den 70ern in NRW zur Grundschule gegangen, und da gab es Hitzefrei bei 27 Grad um 9 Uhr (oder waren das 10 Uhr?).

(Edit: Wahrscheinlich waren es mehr als 25° C um 10:00, ab denen der Schulleiter Hitzefrei anordnen konnte. Heute werden es hier um 10 so 29 Grad warm sein...)

Was sich noch viel stärker verändert hat, war die Häufigkeit von kräftigem Regen. Früher waren 5mm Regen oder mal Regen den ganzen Tag über einfach normales Wetter - auch im Sommer.

[-] BigShammy80@feddit.org 9 points 1 week ago

Viele Leute scheinen auch zu vergessen, dass es früher auch mal geschneit hat... wir hatten teils 1 Meter Schnee im Garten, jeden Tag Schlittschluh laufen auf dem Dorfweiher, der früher noch zugefroren war.

Und die Politik wundert sich über fallende Geburtenraten... als wenn Wirtschafts- und Klimakrise noch nicht Grund genug wären.

[-] Goldholz@lemmy.blahaj.zone 5 points 1 week ago

Krass ab 27°C schon?! Verrückt! Ich dachte mir schon immer das eigentlich ein Sommer ohne Klimawandel um die 24°C liegt.

Regen ist auch so ein ding. Da hört man jetzt jedes Jahr von einer Flut/Überschwemmung im Frühling irgendwo. Die Flut 2024 war echt traumatisch für mich da ich direkt am Erd-Damm wohnte und das Wasser schon so nahe war, dass man sich nur beugen musste und man konnte es berühren. Normalerweise ist das Meter weiter unten. Der damm brach auch schon an manchen Stellen. Sonst hörte ich nur von der Flut aus den 70ern und 80ern von meiner Oma.

Dass das gemeine Gesellschaft so gleichgültig ist, die meisten Leute es nicht wahr haben will, es herunterspielt und gar leugnet, ist einfach unverständlich für mich. Da wurde für Diesel Protestiert, aber daran denken, dass durch Klimawandel die Ernten zerstört werden, daran wird nicht gedacht. Nichts gegen die Ländliche Bevölkerung, bin selbst von da, doch historisch waren die nie die schlausten bei sowas. Beim Ozoenloch wurde rumkrakelt, es sei nicht möglich einen Kühlschrank ohne Ozoenschädigende Gase herzustellen und schau an, war doch möglich!

[-] HieroProtagonist@lemmy.ml 7 points 1 week ago

Das Problem ist, dass die Veränderungen für die meisten Menschen einfach zu langsam stattfinden um wirklich als Bedrohung wahrgenommen zu werden, und dass sich die wahrgenommene Realität einfach verändert. In der Erinnerung sind die Sommer meiner Kindheit in den 80ern und 90ern heiß gewesen - dabei wurde damals gar nicht mal so oft die 30 Grad Marke geknackt. Rückblickend denkt Mensch dann "Ach, das war schon immer so...". Die ständige Dramatisierung und Emotionalisierung vieler Themen tut ihr übriges und die Menschen denken sich dann eben "Ja, ja... nix wird so heiß gegessen wie es gekocht wird". Trump wurde gewählt weil er den Menschen quasi versprochen hat sie in die Vergangenheit in der alles noch in Ordnung war zurückzuführen - und mit dem gleichen Konzept wird die AfD an die Macht kommen.

Ich denke mittlerweile dass wir das Thema der notwendigen Veränderungen nicht mit einem demokratischen System hinbekommen werden - wir können uns noch so sehr wünschen die Menschen würden das Problem verstehen und konsequent danach handeln / wählen, aber ich denke das ist absolut illusorisch so lange es die Möglichkeit für Politiker und Influenzer gibt einfache Lösungen zu versprechen.

[-] Goldholz@lemmy.blahaj.zone 3 points 1 week ago

Wie war nochmal die statistik? 80% der deutschen sagen "ja reform und drastische veränderungen sind unbedingt notwendig", doch nur 12% sagen "Ich bin auch für die Reform auch wenn sie mich betreffen werden".

Das Problem ist nicht unsere Demokratie, sondern, die mangelnde Bildung und Kurzsichtigkeit für Entscheidungen sowie der Egoismus der meisten Wähler, und dadurch entsteht, dass Parteien und Menschen gewählt werden, die gegen solch benötigte Reformen sind. So viele Ambitioniere junge (klein) Parteien mit jungen Menschen, die Reform hervorbringen wollen, doch sie kratzen im unteren einstelligen Prozentbereich.

Die wahren Machhabenden sind Weltweit die reichen und (reiche) Rentner, und für die ist jegliche benötigte Veränderung, die zu deren Nachteil kommt, kryptonit. Natürlich gibt es unter Rentnern auch ausnahmen.

[-] HieroProtagonist@lemmy.ml 2 points 1 week ago

Das Problem ist nicht unsere Demokratie, sondern, die mangelnde Bildung und Kurzsichtigkeit für Entscheidungen sowie der Egoismus der meisten Wähler, und dadurch entsteht, dass Parteien und Menschen gewählt werden, die gegen solch benötigte Reformen sind. So viele Ambitioniere junge (klein) Parteien mit jungen Menschen, die Reform hervorbringen wollen, doch sie kratzen im unteren einstelligen Prozentbereich.

Also ist das Problem die Demokratie.

Otto Normalverbraucher WILL keine Veränderung - schon gar keine, die seine Lebensqualität aus seiner Sicht verschlechtert. Ja, man kann damit argumentieren, dass es verschiedene Faktoren für die Lebensqualität gibt etc. pp. aber im großen und ganzen ist hier materieller Wohlstand, das Auto vor der Tür und das Haus / Wohnung gemeint. Wenn ich mittlerweile von einer Sache überzeugt bin dann, dass du den Menschen - oder sagen wir mal den demokratischen Mehrheiten - das nicht aberziehen kannst. Und das betrifft nach meiner Erfahrung definitiv nicht nur die (reichen) Rentner - wenn ich mir hier als Stichprobe mal die Firma in der ich arbeite ansehe, dann sehe ich zu ~90% komplette Ablehnung des Konzepts "Klimawandel", und das von den Azubis bis zu den fast-Rentnern. Und zum Thema Bildung: Wir haben hier kaum jemanden ohne Abitur oder Studium in der Firma.

[-] gandalf_der_12te@feddit.org 1 points 1 week ago

Ich denke mittlerweile dass wir das Thema der notwendigen Veränderungen nicht mit einem demokratischen System hinbekommen werden - wir können uns noch so sehr wünschen die Menschen würden das Problem verstehen und konsequent danach handeln / wählen, aber ich denke das ist absolut illusorisch so lange es die Möglichkeit für Politiker und Influenzer gibt einfache Lösungen zu versprechen.

A/B testen. ein teil der gesellschaft macht so, der andere anders. 30 jahre später zusammenkommen und sehen was dabei herausgekommen ist.

[-] zaphod@sopuli.xyz 5 points 1 week ago

Krass ab 27°C schon?!

Ja, aber halt um 9 Uhr morgens, wird dann im Laufe des Morgens noch deutlich wärmer. Wie oft hast du um 9 Uhr morgens schon 27°C?

[-] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 2 points 1 week ago

Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr genau an die Zeit erinnern, kann auch sein dass es 27 Grad um 12 Uhr waren. 30 Grad gab es nie. 27 Grad galt als extrem warm.

[-] HaraldvonBlauzahn@feddit.org 1 points 1 week ago

Hab mal bei Wiki nachgeschaut:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hitzefrei

Also in Baden-Württemberg konnte vor 1975 der Schulleiter Hitzefrei geben, wenn das Thermometer um 10 Uhr 25 Grad überschritt.

[-] Goldholz@lemmy.blahaj.zone 2 points 1 week ago

Also Morgen ab 9 Uhr sind es schon 28°C bei mir. Höchstteperaturen von 35°C

this post was submitted on 24 Jun 2026
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