Interessant, wie sehr ein Artikel ein Problem so genau benennen, und gleichzeitig die Ursache komplett ignorieren kann.
Vor 1-2 Generationen war es normal, dass eine Familie 40h Erwerbstätigkeit pro Woche liefert. Jetzt sind es 60-80h.
Gleichberechtigung hätte zu 2x20h pro Woche führen sollen, nicht zu 2x40h für's gleiche Geld.
Und jetzt wundert man sich ganz groß, dass 40h/Woche fehlen und beide Elternteile am Zahnfleisch gehen.
Ich finde es in dem Artikel auch bezeichnend, dass sowas wie Teilzeit gar nicht angedacht wird. Generell wird da an keiner Stelle überhaupt angedacht das eigentliche Problem (zu hohe Arbeitslast durch Erwerbsarbeit und Familie) anzugehen.
Alles, was der Artikel sagt ist "Es ist ok müde zu sein." Danke. Was ändert das? "Geh zum Coaching oder zur Therapie." Weil das Problem nicht die hohe Arbeitslast ist, sondern dass du schlecht damit klar kommst. "Rede mit anderen." Nett, aber auch das ändert nichts am Problem.
Teilzeit sollte bei arbeitenden Eltern die Norm sein, nicht die Ausnahme.