Das gesamte moderne digitale Massenmarkt-Ökosystem ist auch denkbar ungeeignet, mündige, selbst denkende Benutzer hervorzubringen, denn es wurde für das genaue Gegenteil entwickelt.
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Lol ja ich muss auch immer ein bisschen lachen wenn ich "Digital Natives" höre, die meisten jüngeren haben von der Technik bzw Technologie dahinter genauso wenig Ahnung wie meine Generation (Jahrgang '86). Es werden zwar jedes Jahr mehr, die Technik benutzen, da die ja immer zugänglicher wird, aber damit sinkt halt auch die Notwendigkeit, die darunterliegenden Konzepte zu verstehen.
Nicht "trotz", sondern "aufgrund". Das ist halt keine Medienkompetenz, sondern einfache Gerätekompetenz. Wer nur das den ganzen Tag macht, kann auch nichts Anderes
Manche können klicken und wichsen
Ja nun. Viele Lehrer können auch nicht viel mehr und Eltern sowieso nicht.
Mangelnde Chancengerechtigkeit ist die große Schwäche des deutschen Bildungssystems. Die soziale Schere geht bei uns auch im Digitalen viel weiter auseinander als im internationalen Vergleich.
[...]
Gerade einmal ein Prozent der Schüler erreicht das höchste Level. In Korea sind es sechs Prozent. Unser Schulsystem muss auch Leistungsstärke fördern. Wir brauchen deutlich mehr Schüler in der digitalen Spitzengruppe. Nur so entstehen Innovationen, Patente. Es geht um den Wohlstand und um die Zukunft des Landes.
Amen.
Alles wird für den dümmsten anzunehmenden User konzipiert. Dadurch sinken leider auch die Herausforderungen für Selbigen und es gibt keinen Anreiz mehr die tiefere Ebene verstehen zu müssen.
Irgendwann wird der, der es schafft einen Computer per Knopfdruck anzuschalten, als sehr sehr technikaffin angesehen.
Naja, was ist denn bei uns in den schulen.
Tablets.... Klicken und wischen...
Ich hasse die Geräte, die eigentlich nur eine Taste haben. Fühl ich mir absolut eingeschränkt mit.
Dieser Post kommt noch von nem Blackberry
Ich habe auch nie verstanden, warum man in den Schulen so sehr auf Tablets setzt, statt auf günstige und handliche Laptops.
- keine beweglichen und leicht zu zerstörenden Teile
- wasserdicht, keine Öffnungen und Lüfter
- klein und halbwegs leicht
- relativ geschlossene Oberfläche und daher deutlich einfacher zu reinigen als hast du schonmal in das Innere eines Laptops geschaut?
- eine App im Vordergrund statt Multitasking (ok, neuere Tablets können das auch)
- die iPads sind auch wunderbar zentral zu managen
- iPads haben auch vernünftige Anti-Diebstahls-Technik
Wenn sie Laptops einsetzen täten, wären das Random Windowsgeräte.
Bei Tablets hat man ein gutes Argument, statt dessen iPads einzusetzen - was dann das zu verteilende Geld auf einen Hersteller konzentriert.
Mein Eindruck bei der ganzen Geschichte war jedenfalls dass die Politik primär einen Weg gesucht hat, Apples Geschäftsmodell mit Steuergeld zu unterfüttern.
Bei uns hatten tatsächlich sämtliche Laptops und Rechner in der Schule Linux Mint installiert. Unser Informatik Lehrer war aber auch selbst Linux Nutzer und hat das entsprechend eingerichtet und verwaltet.
Ja das ist die krasse Ausnahme. Die große Mehrheit der Schulen hätte nicht mal jemanden der Linux buchstabieren kann, geschweige denn eine Flotte von mehreren tausend Mobilgeräten zu verwalten. Das wird zu einem Dienstleister outgesourced, und der empfiehlt dann für die einfache Verwaltbarkeit (was zugegeben bei Apple sehr gut funktioniert) iPads zu kaufen. Da niemand das beurteilen kann, tut man dann was empfohlen wird.
Ich, der soziale Medien nur am Laptop benutzt: Überlegener Blick der Überlegenheit
So eine Überraschung. Wie, einen Haufen Tablets verteilen führt nicht zu tausenden neuer Programmierern?
Das Iphone war ein fehler
Wenn man diese Logik der "Digital Natives" auf andere Bereiche überträgt, wird es klarer, wie absurd sie ist: Können Kinder, die häufiger von ihren Eltern mit dem Auto zum Fußball gefahren werden, jetzt automatisch alle ohne weitere Ausbildung Autos reparieren? Kann ich einen ICE fahren, weil ich eine BahnCard 50 habe? Ich habe Zähne und benutze sie täglich, daher biete ich jetzt Zahnarztdienstleistungen an.
Computer und das Internet sind wohl das komplexeste Ding, was die Menschheit jemals gebaut hat. Alleine die menschliche Arbeit und der Gehirnschmalz, um den Prozessor in dem Gerät, das ihr gerade nutzt, zu entwickeln und zu bauen, ist unglaublich. Jetzt zu erwarten, dass ein 16jähriger das einfach so beherrscht, ist absolut irre.
Ich habe das schon mit 10 Jahren beherrscht und da gab es das Internet noch nicht einmal. Man musste sich halt damit beschäftigen, wenn man die Vorteile (damals DOS Games für mich) nutzen wollte. Digital Natives kriegen so'n kack Handy hingestellt, das so einfach zu bedienen ist und ohne Ende Dopamin erzeugt durch die ganze billige kack Ramschware, dass sie keinen Grund sehen, sich damit auseinandersetzen.
Aber auch da hat sich ja damals die Schülerschaft aufgeteilt: Ja, es gab die Computerfreaks, die völlig begeistert stundenlang dran saßen und dann gab es auch den Rest, der sich dafür null interessiert hat. Die Kategorie Null Interesse swipt jetzt durch ein paar Apps, aber das Interesse ist halt nicht da und wenn man ein neues Handy braucht, kauft man das neuste iPhone, weil neu
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