Habt ihr auch die Erfahrung gemacht, dass Therapeuten eine Medikation voraussetzen? Bereits vor dem ersten Kennenlerngespräch?
find ich komisch, aber ich hab auch nie Verhaltenstherapie speziell für adhs gesucht, meine diagnose war lange depression und ptbs.
Wie geht es euch mit den Medikamenten im Erwachsenenalter? Merkt ihr einen Unterschied zu eurer Kindheit, vor allem im Bereich der Nebenwirkungen? Gerne dazu auch mit welchen Medikamenten ihr die Erfahrung gemacht habt.
Ich wurde erst als Erwachsenener diagnostiziert, aber für mich waren Medikamente, Medikinet in meinem Fall, ein Riesengewinn, vieles fällt mir damit leichter was früher ein großes Problem war. Ich hab natürlich immernoch Tage an denen mein Gehirn nicht kooperiert und ich vermute Aufgaben zu erledigen, die stink langweilig sind kostet mich mehr Kraft als neurotyposche Personen, aber bei weitem besser als ohne Medikamente. und manchmal reichts auch den langweiligen Kram an unüblichen Orten zu machen oder irgendwo anders Stimulation zu beziehen, als aus der aktuellen Aufgabe. Niemand verbietet mir beim Wäsche machen zu versuchen die Maschine aus 5 Metern entfernung zu befüllen und meinen Stundenzettel kann ich auch in nem Cafe oder einem Park ausfüllen.
Nebenwirkungen merk ich nicht viel von, ausser das ich an manchen Tagen sehr müde bin wenn die Medikamente aufhören zu wirken.
Wie ist es eigentlich mit den Kosten für Medikamente? Müsst ihr viel zuzahlen? Werden die Kosten von der gesetzlichen Versicherung übernommen?
Ich zahl 20 Euro oder so in der apotheke, kA ob das Gebühren fürs Medikinet oder die Antidepressiva sind, wird also übernommen. (Ich leb in Deutschland, anderswo könnts anders sein)
Am wichtigsten. Ich habe zumindest den Eindruck meine "Probleme" über die Jahre gut in den Griff bekommen zu haben. Aber auch, dass mich der Alltag und die Arbeit im Vergleich zu andern einfach deutlich mehr ausslaugt. Daher hoffe ich, dass ich hier mit Medikamenten einfach entlastet werde. Hat jemand von euch die gleichen Erfahrungen gemacht? Hat es euch etwas gebracht?
Oh ja, definitiv und Dinge die ich früher häufiger vermieden hätte, vermeide ich mit Medikamenten weniger oft, einfach weils leichter fällt als früher.
tl;dr:
Medizin gut, hätte sie gerne früher gehabt.