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Haushaltsloch.de – Baue deinen Bundeshaushalt 2027
(haushaltsloch.de)
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Jain, bin ich voll dabei die Reichen entsprechend zu besteuern. Aber ich glaube das reicht nicht langfristig. So reich sind die Reichen nicht, in dem Sinne das das denen zwar die Hälfte der Republik gehört, aber der Umsatz der über Lohn und Miete und Ausgaben bei allen nicht-reichen zirkuliert, der ist so gigantisch, das Privatbesitz der reichen im Vergleich nicht so lange reicht.
Also, wenn wir die Reichen richtig hart besteuern und die ihren Besitz verkaufen um die Steuern zu zahlen, etc. dann wird das umverteilt und das ist gut. Aber damit ist nach 10-15 Jahren Schluss.
Das ist kein Grund das nicht zu tun, aber es ist keine langfristige Lösung.
Zynisch reicht es ja die Rente ~15 Jahre zu stützen, bis die Boomer weitestgehend keine Rente mehr bekommen.
Davon aber ab, unterschätzt du, wie crazy reich die Reichen sind. Wenn man nur bspw. mal die Klatten nimmt und den angeblich zu radikalen Vermögensteuervorschlag der Linken, der explizit darauf zielt Milliardäre zu Millionären zu machen...die Klatten würde in diesem Leben nicht mehr miterleben, dass sie keine Milliardärin mehr ist.
Und davon auch ab: das umverteilte Geld (selbst oder gerade wenn man es nur zu den Rentnern schiebt) wird ja direkt ausgegeben, die Wirtschaft wächst, die Löhne wachsen etc. pp. Das Problem sind ja technically nicht die Reichen, sondern dass die Reichen keinerlei Anlass haben ihr Geld auszugeben. Die haben schon alles. Von rumliegenden Vermögen gibt es aber kein Wachstum, gibt es keine Investitionen usw. usf. Wenn man noch mehr Aktien von random Unternehmen anhäuft hat keiner mehr Arbeit oder mehr Lohn. Wenn man von dem Geld aber fett Brötchen kauft, hat der Bäcker mehr zu tun, er braucht Arbeiter und die Zahlen Sozialabgaben 👍
Warum was passiert dann? Gibts da schon was geregelt das es weniger wird?
Neeee.
https://de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%B6gensverteilung_in_Deutschland
Das reicht für ne grobe Schätzung aus:
Unser Bundeshaushalt sind knapp 500 Milliarden. Die 2% Vermögenssteuer der linken ist natürlich zu wenig. Wenn wir hier das Beispiel mit den Schulden und den Sozialausgaben nehmen, sind die Neuverschuldung und die Sozialausgaben 300 Mrd. das ist ne schön runde Zahl.
Wir können denen alles Geld wegnehmen was sie haben (nicht 1%) und es reicht gerade mal 15 Jahre. Beim Gesamthaushalt von 550 Mrd reicht es nichtmal für 10 Jahre. Wenn du irgendwo bessere Zahlen hast, nehmen wir gerne die!
Und wie gesagt, das ist kein Grund es nicht zu tun. Aber es ist keine Dauerlösung.
Das Vermögen wächst aber auch pro Jahr, im langfristigen Mittel mit 6%, in den letzten Jahrzehnten deutlich darüber.
Und warum genau fallen alle anderen Steuern weg, wenn wir Vermögen besteuern - warum sollten wir die Sozialausgaben komplett aus Vermögensteuern bezahlen müssen?
Ja, aber wenn wir wollen das das Vermögen wächst, können wir es nur mit maximal 5% besteuern. Das sind dann nicht die 6% p.a. und 300 Mrd mit denen ich gerechnet habe, sondern "nur" 5% und 235 Mrd. EDIT da hab ich mich verrechnet, der Unterschied ist gar nicht so groß...
Eigentlich will ich aber auch gar nicht das das Vermögen des 1% oder der top 10% weiter wächst, das soll sich besser verteilen!
Wäre ja gar nicht der Fall. Es fehlt trotzdem noch an allen Ecken und Ende. Der Haushalt über den wir da reden, ist ja der MIT den Kürzungen die gerade beschlossen wurden.
Müssen wir nicht und tun wir nicht und würden wir auch nicht. Es zahlen immernoch trotzdem alle in Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung ein.
Das Problem ist ja nicht das die komplette Rente aus dem Bundeshaushalt kommt, kommt sie nämlich gar nicht. Die 130Mrd€ die aus dem Steuergeld in die Rente fließen, das ist ja nur die Unterstützung vom Bund. Nur die Arbeitslosenversicherung kommt regulär aus dem Bundeshaushalt.