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submitted 14 hours ago by killingspark@feddit.org to c/dach@feddit.org

Ich finds krass, dass Leute immer noch dieses Weltbild haben und aktiv verbreiten und sich dann auch noch anmaßend für alle Christen sprechen zu wollen.

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[-] rumschlumpel@feddit.org 8 points 14 hours ago

Die Tatsache, dass das ein ehemaliger Pfaffer (weil Ruhestand) ist, macht das ganze ziemlich irrelevant mMn.

[-] CyberEgg@discuss.tchncs.de 4 points 6 hours ago

Leider muss man mit dem Finger von Zeit zu Zeit auch auf die vermeintlich irrelevanten Sachen zeigen und sie einordnen, sonst werden solche Ansichten darüber weiterhin normalisiert.

Wenn du z.B. immer wieder erklärst, was Thomas Gottschalk für ein creepy Dude ist, aber ähnliches Verhalten innerhalb deines Freundeskreises nicht auch anprangerst, werden die creepy Dudes in deinem Freundeskreis weiter creepy Dudes bleiben.

[-] 123@feddit.org 6 points 12 hours ago

Naja, eine für sich im eigenen Leben gesuchte, akzeptierte und angenommene Autorität in Form eines Pfarrers sowie selbige Charakterformung in Form dieser Ausprägung von Religion kann eventuell tiefe Spuren und Wesensveränderungen herbeiführen bzw. dauerhaft hinterlassen.

Ich fürchte es muss sich nicht zwingend um einen Kult, eine Sekte oder bewusste Manipulation handeln damit ein Mensch sein Leben lang scheinbar unerschütterlich an den Lippen einer Person(engruppe), einer Lehre, einer Geschichte anzuhängen ohne sich je wieder zu hinterfragen. Ich kann mir vorstellen, dass es mitunter reichen könnte an einem naiven und/oder verletzlichen Zeitpunkt im eigenen Leben "richtige", "hilfreiche" Worte oder Taten mitbekommen zu haben.

Und das verwächst dann möglicherweise, dient als mehr oder wenige unbewusste "Anleitung", Grund oder Rechtfertigung warum ein Charakter so ist und nicht so, warum so gehandelt/gefühlt wird und nicht so.

T-Online nennt als Quelle nur dpa, keine eigenen Recherchen. Zumindest erstere thematisiert eine Sache nicht: Ob der Pfarrer seinen Leserbrief nur mit seinem Namen eingereicht und "unterschrieben" hat oder auch seinen Titel(?) mit erwähnt um zu unterstreichen, wie er zu seinen Gedanken kommt, viellecht sogar um eher ausgewählt werden (seine Zuschrift war mutmaßlich nicht die einzige, aber unter mehreren Privatpersonen sticht er so aus der Masse hervor). Wer als Selbstbezeichnung nach wie vor darauf besteht als beispielsweise Minister, Obest, Studienrat oder was auch immer a. D. geführt und vorgestellt zu werden hat neben einem Mitteilungsbedürfnis und Geltungsdrang, sondern ist auch Beispiel fü den in Deutschland gefühlt überdurchschnittlich ausgeprägten Titelfetisch bei dem für meine Begriffe stets eine Erwartungshaltung mit Sehnsucht nach überdurchschnittlicher Anerkennung, Ehrfurcht, Gehorsam, Respekt enthalten ist.

[-] You@feddit.org 1 points 2 hours ago

Osthessen News hat in einem Artikel hierzu den Leserbrief auch eingefügt. Darunter steht: "Pfarrer Winfried Abel" mit Ort.

Und der Artikel gibt noch mehr Informationen: Es ist nicht der erste Ausfall dieses Mannes in dieser Richtung.

Und ein bißchen Kontext von mir:

Fulda hat eine lange Kirchentradition und ist eine dieser "heiligen Städte" mit konservativen bis "fundamentalistischen" Kirchenfürsten und Klüngel - jedenfalls bis der neue Bischof Gerber angetreten ist, der deutlich modernere Ansichten vertritt. Zuvor hatten da noch Gestalten wie Johannes Dyba und Heinz Josef Algermissen gewirkt. Da ist die noch lebende alte Garde entsprechend auf Linie und entsetzt, was der "Neue" da so macht und durchgehen lässt.

Positive Grußworte des Generalvikars zum örtlichen CSD (auch ein Auslöser für einen Leserbrief). Befürwortet Frauenordination, verheiratete Priester und tritt für eine Reform der Sexualmorallehre ein. Igitt! Am schlimmsten war für diese Alteingesessenen aber wahrscheinlich, dass Gerber gegen den Klüngel und Vertuschung vorgegangen ist. Gerade was den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche angeht.

Abel ist Teil des alten Kirchennetzes: Jahrgang 1939, kommt aus Fulda und hat dort/im Umkreis die meiste Zeit seines Lebens verbracht. Der hängt dieser "guten alten Zeit" nach, wo der Geistliche seinen Schäfchen sagt, was diese zu tun und zu denken haben und alle kuschen. Und wer sich nicht daran hält, der bekam entsprechend sozialen Druck. Wer sich zu den alten Zeiten dort so lange gehalten hat, der hatte sich mit dem System arrangiert.

Viel interessanter finde ich auch die Frage, warum dieser abscheuliche Leserbrief - in dieser Form und überhaupt - abgedruckt wurde. Dazu besteht keine Verpflichtung der Zeitung. Erst später hat der Chefredakteur in seiner Kolumne sich zum Inhalt geäußert. Aber diese Frage ist noch unbeantwortet.

[-] aaaaaaaaargh@feddit.org 5 points 13 hours ago

Die Tatsache, dass das wieder nur irgendein hängengebliebener Kirchenscheiß ist, macht das auch schon ziemlich irrelevant mMn.

this post was submitted on 01 Aug 2026
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