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[-] A_norny_mousse@piefed.zip 7 points 1 day ago

Was für ein Artikel. BTW, das alles geschah/geschieht in den USA die derzeit alles auf KI setzt. Ein Hype, eine Bubble, die zumindest teilwiese platzen muss.

Abitur in Berlin mit nur 15 Jahren. Studienabschluss als Jahrgangsbester an der Columbia University in New York in Wirtschaftswissenschaften, Mathematik und Statistik mit 19. Bei OpenAI, der Firma hinter ChatGPT, war er als Forscher mit der Frage befasst, wie künftige, den Menschen überlegene KI-Modelle kontrolliert werden können. Doch das waren nur die vergleichsweise bescheidenen Anfänge.

Im Frühjahr 2024 wirft OpenAI das deutsche Nachwuchstalent raus. Offiziell wegen der Weitergabe von Betriebsgeheimnissen. Aschenbrenners Darstellung zufolge war die Unternehmensleitung dagegen sauer auf ihn, da er vor gefährlichen Sicherheitslücken gewarnt habe. Kurz darauf sagt er in einem 165 Seiten langen Aufsatz voraus, dass sich KI viel schneller durchsetzen und mehr Lebensbereiche mit weiterreichenden Folgen umkrempeln wird, als bislang allgemein angenommen werde. Der Text mit dem Titel "Situational Awareness" (deutsch: Situationsbewusstsein) verschafft Aschenbrenner große Aufmerksamkeit nicht nur in der Tech-Szene, sondern auch in der Finanzwelt, die zu diesem Zeitpunkt begonnen hat, Billionen von Dollar in Branchen zu investieren, die vom Durchbuch der KI profitieren könnten.

Seine Prophezeiung setzt Aschenbrenner direkt in ein Investmentkonzept um. Mit Anfang 20, ohne nennenswerte Erfahrung in der Finanzbranche, gründet er einen Hedgefonds, der den Namen seines Essays trägt: Situational Awareness. Es folgt - zumindest kurzzeitig - eine der spektakulärsten Erfolgsgeschichten der US-Finanzgeschichte.

Und wie ist es alles zusammengebrochen? Na ja, erstmal nicht komplett zusammengebrochen, aber größtenteils. Und die Geschichte liest sich wie viele aus der Welt der Börsenspekulation. Eine Welt die mMn gar nicht existieren sollte. Unsinnige Anbetung der Wertschöpfung. Begeisterte Kinder im Rausch der Fantasie spielen mit dem Vermögen ganzer Staaten.

[-] plyth@feddit.org -4 points 1 day ago

Unsinnige Anbetung der Wertschöpfung.

In einer Planwirtschaft hätte Aschenbrenner Kopf der Planungsbehörde sein können und die gesamte Gesellschaft hätte jahrelang falsche Ziele verfolgt.

So ist nur das Geld derer weg, die zu gierig waren.

[-] Ibuthyr@feddit.org 3 points 1 day ago

In einer Planwirtschaft wäre KI wohl eher kein Thema, oder?

[-] SpongyAneurysm@feddit.org 2 points 14 hours ago

Wie kommst du zu der Annahme? Ich denke da wäre durchaus fruchtbarer Boden für solche Ideen gewesen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Cybersyn

Vielleicht nicht für exakt die Art LLM-slop wie wir ihn heute erleben, aber gemessen an den politischen Entscheidungen die im real-existierenden Sozialismus so teilweise getroffen wurden halte ich es für sehr naheliegend, dass da durchaus großes Interesse bestanden hätte. Und ebenfalls großes Potenzial für eine katastrophale Umsetzung.

[-] botbot@feddit.org 1 points 16 hours ago

Ist das in China eher kein Thema?

[-] Ibuthyr@feddit.org 1 points 13 hours ago

Seit wann läuft China denn wieder auf Planwirtschaft? Die sind genauso im Kapitalismus unterwegs wie wir auch. Nur dass sich die Regierung hier und da mal einmischt (wie bei uns auch).

[-] plyth@feddit.org 1 points 1 day ago

Es ging mir mehr darum, dass ein Wunderkind in einer Planungsbehörde noch mehr Einfluss haben kann. Es muss nicht KI sein, es kann auch Kernfusion und Quantentechnologie sein, so wie beim Aktionsplan der Bundesregierung.

Das schöne an Marktwirtschaft ist, solange das Geld nicht die Politik besticht, dass die, die solide Entscheidungen treffen, durchgängig Geld haben und das richtige tun können und dann dafür belohnt werden, wenn sie das liefern, was der Markt braucht.

[-] GardenGeek@europe.pub 2 points 21 hours ago

solange das Geld nicht die Politik besticht,

Genau dazu führt aber repräsentativer Kapitalismus zwangsläufig. Egal wie gut reguliert das System am Anfang war.

[-] plyth@feddit.org 1 points 19 hours ago

Nicht zwangsläufig. Die Bevölkerung kann ja ihre Bildung aufrecht erhalten und die Politiker wählen, die sich nicht bestechen lassen. Andererseits kann sie natürlich auch sicherstellen, dass die Planwirtschaft nicht alles auf eine Karte setzt.

[-] SpongyAneurysm@feddit.org 2 points 14 hours ago* (last edited 14 hours ago)

Die Bevölkerung kann ja ihre Bildung aufrecht erhalten

Wie kann sie das denn langfristig, wenn das Bildungsystem von politischen Entscheidungen abhängig ist, die wiederum durch die Interessen des sich immer weiter akkumulierenden Kapitals beeinflusst wird und diese darauf gerichtet sind Bildung rein als Reproduktion kapitalistisch ausbeutbarer Arbeitermassen (und seien sie formell hochgebildet) zu verstehen?

In der Theorie, klar, aber ich fürchte die Realität zeigt doch, dass das mit den Wahlentscheidungen überwiegend nicht so clever ausfällt.

[-] plyth@feddit.org 1 points 4 hours ago

wenn das Bildungsystem von politischen Entscheidungen abhängig ist

Das darf es dann nicht mehr sein. Als Bevölkerung muss man dann mal nachdenken, wie das geht.

Wichtiger wäre vielleicht erst mal zu klären, wie wir alle die fehlende Bildung aufholen können.

this post was submitted on 31 Jul 2026
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