Die Spitzen von Union und SPD haben am Mittwochabend die Beratungen über Reformen beendet. Mittlerweile haben sie die Details vorgestellt. Alle News hier im Liveblog.
Koalition will Verstaatlichung von Mietwohnungen verbieten: Mit einer staatlichen Wohnungsbaugesellschaft und einem Enteignungsverbot für Mietwohnungsbestände von Immobilienunternehmen will die Koalition für Rechtssicherheit und mehr bezahlbaren Wohnraum sorgen.
Das explizit anti-linke Politik.
Dass Berichts- und Dokumentationspflichten abgeschafft und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden sollen, habe das Zeug dazu „die gelähmte deutsche Wirtschaft zu entfesseln“. Ahlhaus kritisierte zugleich, dass der Solidaritätszuschlag nicht abgeschafft wurde. Das hätte der Wirtschaft eine Entlastung von rund 12 Milliarden Euro gebracht.
Auf Widerspruch war nach der Präsentation des Kommissionsvorschlags unter anderem gestoßen, dass beitragsfreie Minijobs nur noch für Schülerinnen und Schüler möglich sein sollen. So warnte CSU-Chef Markus Söder vor schweren Folgen vor allem für Gastronomie- und Tourismus-Unternehmen
Die Hausärzte haben die Vorhaben der schwarz-roten Koalition scharf kritisiert, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen und eine verpflichtende Vorlage der Krankschreibung ab dem ersten Tag einzuführen. Die Beschlüsse seien „absolut katastrophal", sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Blumenthal-Beie
Die schwarz-rote Koalition will das Kindergeld erhöhen. Es soll voraussichtlich in zwei Stufen bis auf 272 Euro im Jahr 2028 steigen, wie es in einem Papier des Finanzministeriums heißt. Das Kindergeld beträgt derzeit unabhängig vom Einkommen aktuell 259 Euro pro Monat und Kind.
Bäckereien, Konditoreien und Bibliotheken sollen künftig sonntags länger öffnen dürfen.
Die schwarz-rote Koalition will den Einsatz des Spitzensteuersatzes nur leicht verschieben. Nach Angaben aus dem Finanzministerium soll er künftig ab 70.600 Euro gelten. Bisher greift er ab 69.879 Euro.
Die Bundesarbeitsministerin und SPD-Vorsitzende Bärbel Bas (SPD) hat ein verschärftes Vorgehen der Bundesregierung gegen Sozialleistungsmissbrauch angekündigt. Dazu werde es noch im Juli im Kabinett einen Aktionsplan geben, sagte sie bei der Vorstellung der Ergebnisse des Koalitionsausschusses in Berlin.
Hochverdiener mit bis zu knapp 15.000 Euro im Monat sollen leichter gekündigt werden dürfen.
Mit erleichterten Job-Befristungen und Steuervorteilen für Abfindungen will die schwarz-rote Koalition den Arbeitsmarkt flexibler machen.
Die Steuerreform soll in Stufen 2027 und 2028 kommen. Konkret soll der Grundfreibetrag, der Kinderfreibetrag, das Kindergeld sowie der sogenannte Arbeitnehmerpauschbetrag angehoben werden.
Koalition begrenzt steuerliche Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen
Das Steuerkonzept der schwarz-roten Koalition sieht nach Angaben der Bundesregierung eine Anhebung der Reichensteuer vor. Ab 280.000 Euro soll er von heute 45 auf 47 Prozent steigen.
Arbeitnehmer sollen künftig bereits ab dem ersten Krankheitstag ein ärztliches Attest beim Arbeitgeber vorlegen müssen.
Würde das nicht in die Tarifautonomie eingreifen?
Meiner Erfahrung nach weiß BWL-Justus bestenfalls leider noch, wie man atmet. Der ist dumm. Deswegen auch deren Obsession mit Arbeitszeit, denn wirklich feststellen, ob, oder gar wieviel Arbeit geleistet wird, können die nicht, weil sie in der Regel zu dumm dafür sind. Deswegen zählen die Stunden. Und wenn der Tag mehr als 24 davon hätte, wäre die Hälfte der BWL-Justuse auch damit intellektuell überfordert.