Der für mich interessante Teil (Auto-Transkription ab 10:26):
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Was man aber jetzt schon sagen kann, einige Medien und prominente Journalisten setzen Friedrich Merz bereits seit Monaten unter Druck, seine bisher so strikte Ablehnung aufzugeben. Besonders auffällig tun das einige Kolleginnen und Kollegen von Bild und Welt, also aus dem Springer Verlag.
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Nach dem, was unsere Kollegin Christina Dunz und wir zwei für diesen Podcast recherchiert haben, gab es schon einmal ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Matthias Döpfner und Friedrich Merz rund um den Bundestagswahlkampf im Herbst-Winter 2024-25. Matthias Döpfner, Friedrich Merz, der damals ja noch Kanzlerkandidat war, dazu gedrängt haben soll, eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit mit Rechts, CDU, Union, mit der AfD zu schmieden. So wurde uns das übermittelt, um es ganz transparent zu machen. Und wir haben diese Informationen nicht direkt von einem der beiden, sondern unabhängig voneinander von weiteren Personen, zum Teil aus dem engen Umfeld denen von dem Gespräch berichtet wurde. Schon damals sollte sich Friedrich Merz quergestellt haben. Ich erinnere mich auch, wie Merz in diesem Zeitraum im Interview mit mir, das war Anfang 2025, davon sprach, Zitat, einmal 33 reicht.
Deutlicher kann man die Ablehnung der AfD ja kaum formulieren. Das war sehr klar. Nach dem, was wir jetzt in Erfahrung gebracht haben, gab es Anfang dieses Jahres, also 2026, ein weiteres Treffen zu diesem Thema. Da es erneut ein Vier-Augen-Gespräch war und wir naturgemäß nicht mit am Tisch saßen, haben wir mit noch weiteren gut informierten Personen gesprochen, die anschließend von diesem Treffen erfuhren und können so den Gesprächsverlauf rekonstruieren.
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Friedrich Merz hat ja bislang, du hast es auch gerade erzählt, eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit mit der AfD, egal ob Koalition oder Duldung, eisern ausgeschlossen. Und diese strikte Ablehnung findet Döpfner offenbar falsch und hat wohl versucht, Merz von seiner fundamentalen Anti-AfD-Haltung abzubringen.
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Eine andere Quelle zitiert Friedrich Merz mit den Worten, nur über meine Leiche. Harte Worte. Als Matthias Döpfner, immerhin der mächtigste, aus meiner Sicht mächtigste Medienmanager des Landes, nicht locker ließ, da soll das Gespräch eskaliert sein. Friedrich Merz sei der Geduldsfaden gerissen und habe schließlich gesagt, hiermit ist unser Gespräch beendet. Der aufgebrachte Matthias Döpfner soll daraufhin aufgestanden sein und habe im hinausgehenden Satz gesagt, das werden sie noch bereuen. Wir haben dann mal sowohl beim Regierungssprecher wie auch beim Springer Verlag nachgefragt, ob denn dieses Vier-Augen-Gespräch stattgefunden hat. Und vom Springer Verlag hieß es dazu, dass sie sich zu Terminen von Herrn Döpfner nie offiziell äußern. Zugleich wies der Unternehmenssprecher darauf hin, dass es
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Auch deshalb haben wir gerade die Sprecher von Döpfner und Merz ausführlich zitiert. Und wir sagen deutlich, dass wir eben nur aus Quellen zitieren, die von dem Vier-Augen-Gespräch Kenntnis bekommen haben. Und das sind wiederum mehrere vertrauenswürdige, gut informierte Personen.
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ich fürchte Fritzes Ablehnung der AfD fußt nur auf der tatsache, dass genug leute die als Faschisten bezeichnen und nicht darauf, dass er deren Politik grundsätzlich ablehnt.
Eines der häufigsten Gegenargumente auf einen Vergleich von Union und AfD, das ich höre, ist dass die CDU anders als die AfD pro-EU und -NATO und Anti-Putin ist. Das ist aus zwei Gründen interessant:
Die AfD ist nicht aufgrund ihrer geopolitischen Positionen verfassungsfeindlich, sondern wegen ihres Menschenbildes. Das sagt also was über die CDU.
Mit Georgia Meloni, die geopolitisch ähnliche Positionen wie Merz vertritt, versteht er sich super. Ich kann mir gut vorstellen dass er mit ihr koalieren würde.
Ich kann mir daher denken, dass es doch inhaltliche Differenzen sind, die eine blau-schwarze Koalition bisher verhindert haben.
Abgesehen davon ist die AfD tatsächlich ein Chaotenhaufen, der seine Radikalen nicht unter Kontrolle hat, weswegen sich auch andere rechte Parteien Europas von ihr distanzieren. Wie zB die deutlich pragmatischer auftretenden Fratelli d'Italia von Meloni, obwohl die auch oft als (Neo-/Post-)Faschisten bezeichnet werden.
Er ist nur wenig besser als die Kollegen in Blau, da mach ich mir keine Illusionen. Das wenige ist leider was uns hier noch schützt. Spahn hätte da schon längst mit gemacht bei Döpfners Plan.