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Akkuzug schlägt Wasserstoff: Warum die Batterie auf der Schiene gewinnt
(www.ingenieur.de)
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Ja, bei langen Strecken ist Wasserstoff schon besser, aber angesichts der Infrastruktur- und Energieverlustprobleme ist es auch da fraglich, ob es nicht sogar billiger und einfacher ist, Oberleitungsinseln zu bauen und instand zu halten. Wer sich die nicht leisten kann, wird auf absehbare Zeit wohl eher weiterhin auf Diesel setzen.
In einem Netz wie dem deutschen haben Akkuzüge auch noch den Vorteil, dass die Ladung in elektrifizierten Bereichen problemlos während der Fahrt über die Oberleitung geht. Wenn eine nicht elektrifizierte Teilstrecke kürzer ist, als der Zug braucht, um auf dem Rest der Strecke auf einen sinnvollen Pegel aufzuladen, geht das Laden praktisch in Nullzeit – also sogar noch schneller als bei Diesel oder Wasserstoff. Und natürlich ist der Zug auch noch relativ robust gegen Oberleitungsschäden.
Coole Sache, das.
So was könnte man vielleicht auch mit einer kleineren Batterie für normale Züge machen. Ein umfallender Baum hat eine Oberleitung gekappt? Die Züge haben Batterien für 20 km an Bord, also wird einfach im Bereich der Schadstelle der Strom abgestellt und der Baum geräumt, dann kann der Betrieb zumindest eingeschränkt weiterlaufen, während die weiteren Reparaturen vorbereitet werden. Wäre schon cool, wenn ein Oberleitungsschaden eine Verspätung von einer Stunde bedeutet und nicht, dass die ICE-Fahrt durch eine 40 km SEV-Teilstrecke gewürzt wird, bei der man auch noch darauf warten muss, das der Bus überhaupt organisiert und bereitgestellt wird.
Ob sich die Idee tatsächlich lohnt sei natürlich dahingestellt. Ich bin beileibe kein Experte für technischen Bahnbetrieb. Aber dass sie naheliegend ist, illustriert mal wieder, wie cool moderne Batterietechnologie ist.