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Was passiert eigentlich, wenn die AfD die Mehrheit im Bundestag bekommt?
(sh.itjust.works)
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Bei der Rückgratlosigkeit und Machtgeilheit unserer politischen Kaste wird bestimmt eine der etablierten Parteien die "Regierungsverantwortung" überhnehmen und mit den Nazis koalieren. Minderheitsregierungen wären in der Vergangenheit schon öfter möglich und sinnvoll gewesen, aber in der jüngeren Vergangenheit fehlte den Akteuren das Rückgrat und Verantwortungsbewusstsein dafür.
Das wird so laufen wie in der Endphase der Weimarer Republik. Ein paar Jahre lang alle paar Tage neue Koalitionen und/oder Neuwahlen, bis dann jemand mit den Nazis gemeinsame Sache macht und sie in die Regierung bringt. Dieser Jemand wird sehr wahrscheinlich die Partei sein, die sich selbst als "konservativ" bezeichnet. Geschichte wiederholt sich.
Danke für die Antwort, ich kann dem meisten zustimmen. Aber wenn ich deine erste Aussage betrachte: Wenn du so unzufrieden mit unseren aktuellen Politikern bist, was tust du persönlich, um die Situation zu verbessern? Hast du schon darüber nachgedacht, einer Partei beizutreten (um von innen etwas zu ändern), oder bist du in pro-demokratischen Vereinen aktiv? (Nur aus Neugier gefragt).
Innerhalb von Parteien lässt sich nichts ändern, die sind von oben bis unten verrottet. Da kommt man nur mit Arschkriecherei, Vetternwirtschaft und Korruption irgendwo hin.
Und meine Erfahrung mit nichtparteilichen politischen Vereinen und Bewegungen ist bis jetzt ist, dass da, sobald die groß genug sind, um langsam in die Richtung zu gehen, dass sie was ändern können, die ganzen Möchtegernpolitiker mit ihrer formalistischen Greminenscheißerei, Arschkriecherei und Vetternwirtschaft ankommen und das Ganze lähmen. Gerade im linken Spektrum ist dabei dann oft identitätspolitische Opfer- und Befindlichkeitsolympiade angesagt, die das ursprüngliche Anliegen der Organisation einfach verdrängt.
Aber was machst du dann? Einfach zuschauen und ein paar Kommentare auf sozialer Plattformen abgeben, bringt doch Nix? Sollte man nicht die Welt verbessern, indem man mit Begeisterung und Optimismus bei sich anfängt?
Hab ich noch, aber ich vermeide es, diese in politische Organisationen zu stecken. Dafür bin ich zu alt und hab schon zu oft gesehen, wie das läuft.
Ohne eine realistisch begründete Annahme, dass sich was zum Besseren ändern wird, verarscht man sich damit nur selbst.
Was hältst du von gewerkschaftlicher Aktivität. Realistisch hat man da angeblich die besten Chancen eine Besserung zu erreichen, alleine wegen der großen relevant engagierten Mitgliedschaft
Die meisten deutschen Gewerkschaften sind leider nicht mehr, als ein handzahmes Anhängsel der SPD. Auf diese Vertretung kann ich verzichten. Ich will keine Organisation fördern, die von irgendwelchen beschlipsten Taugenichtsen geführt wird, deren Lebensinhalt darin besteht, in den Aufsichtsräten rumzugammeln, die mich ausbeuten, und beste Freunde mit den Politikern zu sein, die mich verarschen.
Sie geben aber die Möglichkeit vielen Menschen Klassenbewusstsein zu geben und sind darauf angewiesen, dass sie sozialpolitische Fortschritte machen, um weiter unterstützt zu werden.
Außerdem ist Doomerismus genau das was der kapitalistischen Klasse hilft, da man so untätig wird
Die großen Gewerkschaften haben spätestens seit der Schröder-Ära keinerlei Klassenbewusstsein mehr. Die haben nämlich damals den gesamten sozialen Kahlschlag ohne nennenswerte Gegenwehr einfach hingenommen, weil er ja von der SPD kam. Und nein, Protestumzüge mit Sonntagsreden außerhalb der Arbeitszeit sind im Kontext von Gewerkschaften keine nennenswerte Gegenwehr, egal wie groß die sind. In anderen Ländern hätten die Gewerkschaften auf einen so umfassenden Sozialabbau mit einem Generalstreik reagiert. In Deutschland ist man halt nicht klassenbewusst und zu bieder für so was, außerdem will man ja die Drehtür der oberen Gewerkschaftsfunktionäre zur SPD-Führung nicht gefährden.
Das, was die deutschen Gewerkschaften treiben, ist nicht mal Besitzstandswahrung, denn seitdem gab es mehr als genug Tarifabschlüsse unterhalb der Inflation. Die sind ein Teil des Systems geworden, gegen das sie gegründet wurden.
Ich meinte auch weniger die Führung als die Mitglieder
Das Problem ist aber, dass die Führung letztendlich vorgibt, was die Organisation als Ganzes tut, auch wenn das formal demokratisch ist.