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[-] toe@feddit.org 1 points 1 month ago

Wann ist eine Fahrt "notwendig" und wann nicht?

Das sind Einzelfallentscheidungen eines jeden Einzelnen. Ich mache es daran fest, wieviel Einfluss man selbst auf das entstehen der Fahrt hat. Einfachstes Beispiel: Beruf bzw. erwirtschaften des Lebensunterhalt, ohne Gleitzeit, HomeOffice, gegebenenfalls Schichtarbeit ausserhalb der Städte kann meist weniger auf die Fshr verzichten, als ein der Ausflüge zum See. Der stattdessen auch leicht eine andere Freizeitbeschäftigung (Fahrradtour), mit dem Fahrrad zum See fahren oder mit vielen Freunden selbst einen Bus, Fahrgemeinschaft,ÖPV nutzen kann.

Bin immer noch größtenteils längere Strecken mit dem ÖPNV unterwegs...

Sofern du dafür das DE-Ticket benutzt, zeigt das,doch auch, dass sich mit 9,- statt 63,- Euro keine Nutzungsänderung ergeben würde. Nachdem du,schreibst, dass es hauptsächlich Langstrecken sind, wirst du jedoch wahrscheinlich andere Ticket kaufen und auch schnellere Fernverkehrds-Verbindungen nutzen.

das 9-Euro-Ticket hat mir als es existierte sehr günstig meine alltägliche Mobilität ermöglicht. Dadurch wurde ich damals "erreicht".

Ich hatte es damals ebenfalls, genutzt um mit Familie der ganzen Familie den ÖPVN näher zu bringen. Das Ergebnis war ernüchternd. (Was ist das Gegenteil von "erreicht"?) Du schreibst selbst, dass du Mitfahrgelegenheiten nutzt. Ich sehe und erlebe darin viel Potential. Dazu muß man nur etwas aus der eigenen Komfortzone, mit Menschen sprechen, die eigenen Ressourcen ebenfalls teilen und manche eigene Angewohnheit überdenken.

Ich bleibe dabei. Die 54€ (63,-€ - 9,-€) wären besser in die Sanierung der ÖPV-Infrastruktur investiert um diese besser Auslasten zu können, als den Ticket-Preis für einen Zeitraum noch mehr zu subventionieren.

[-] frischkaesbagett@feddit.org 1 points 1 month ago

Ich erinnere an die Ursprungsantwort:

Eine Entlastung der durch den Ölpreis-Anstieg besonders belasteten Geringverdiener bzw. "Bedürftigen" wird man durch ein günstigeres DE-Ticket nicht erreichen.

Ich wurde entlastet. Statt das anzuerkennen scheinst mir meine Lebensrealität absprechen zu wollen, das nehme ich als höchst unangenehm wahr. Mir ist es wichtig das das anerkannt wird.

Die 54€ (63,-€ - 9,-€) wären besser in die Sanierung der ÖPV-Infrastruktur investiert um diese besser Auslasten zu können, als den Ticket-Preis für einen Zeitraum noch mehr zu subventionieren.

Das kommt auf das Ziel an. Langfristige Stärkung des ÖV? Ja Entlastung von Menschen ohne Geld? Nein

[-] toe@feddit.org 2 points 1 month ago

Langfristige Stärkung des ÖV? Ja Entlastung von Menschen ohne Geld? Nein

Das ist völlig richtig.

Ich möchte und stelle deine Lebensrealität nicht in Frage stellen. Jeder einzelne Euro, den ein Produkt weniger kostet ist eine Entlastung.

Nimmt man die hierfür aufgewendet Mittel als begrenzt an, ist eine zielgenauere Entlastung besser für Menschen mit wenig Geld bzw. Einkommen. Dass sich der Chef der EVG eine Entlastung über den ÖPVN bevorzugen würde, ist nicht überraschend. Wenn das Resultat eine Senkung des Ticketpreis ohne zusätzliche Subvention durch Bund und Länder bedeuten würde, wäre seine Position eine andere.

Sofern wir bei dem Andatz "Entlastung über Kosten der Mobilität" bleiben, wäre auch Geringverdienern über die erwähnten "notwendigen Fahrten" besser geholfen.

this post was submitted on 05 Apr 2026
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Verkehrswende

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