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Kultursamstag 2026 KW8
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Ich habe "Homo Digitalis" von Ralf Hanselle gelesen und habe das Buch mit gemischten Gefühlen beendet.
Erster Eindruck: Ein Philosoph schreibt über Rechenzentren. Ok.. Sehr sphärisch und nicht so technisch, ist das jetzt interessant oder einfach nur Geschwafel?
Zweiter Eindruck: Der Teil "der Verlust der Fläche" hat mich berührt. Deswegen will ich hier ein bisschen daraus zitieren. Zunächst geht es darum, dass die Welt der Menschen lange stark davon geprägt war, welchen Radius man mit einem Tagesmarsch erreichen konnte. Später kam die Eisenbahn, noch später Raketen. In den 60ern wurde zudem das Mooresche Gesetz formuliert, nach dem sich die Komplexität integrierter Schaltkreise alle 2 Jahre verdoppelt, und das immer noch Gültigkeit hat.
Der Vergleich mit der "Wagon Wheel Illusion" hat mich schon gecatcht, weil ich das manchmal auch fühle. Ich hoffe, dieser kurze Auszug gibt das einigermaßen wieder.
Dritter Eindruck: im Teil "Der dissoziierte Mensch" hat er leider den Boomer raushängen lassen: der Homo Ludens als erwachsener Mensch, der (Computer)spiele spielt, wird einfach total schlecht dargestellt.
Insgesamt bestätigt mich das Buch darin, dass ein Mensch in einer nur digitalen Welt nicht glücklich sein kann. Ich würde mich aber gerne mit jemandem über das Buch austauschen.. Hat es jemand hier gelesen?
Leider nicht gelesen, aber der von dir zitierte Abschnitt regt auf alle Fälle zum Denken an. Auf diese Weise habe ich darüber noch nicht nachgedacht.