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Ich bin gerade dabei, mich intensiver mit dem Mittelalter zu beschäftigen (Zeitperiode ab ca. 800 bis ca. 1500) und in dem Zusammenhang ist besonders das Schulsystem interessant:

Statt dem Gymnasium gab es die "7 freien Künste" (artes liberales) (Link). Diese umfassten Grammatik, Rhetorik, Dialektik; Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie. Eben das was man braucht um ernsthaft irgendwas studieren zu können. Jedenfalls diente es als Vorbereitung für ein Hochschulstudium an der Universität das damals drei bedeutende Fakultäten hatte:

  • Theologie
  • Juristik
  • Medizin

Da fragt man sich doch, wieso genau diese drei Studien? Warum nicht auch Betriebswirtschaftslehre oder Spanisch?

Der Grund ist in meinen Augen darin zu suchen, dass das das mittelalterliche Verständnis von der "Ordnung der Welt" widerspiegelt:

  • die Theologie ordnet die Gesellschaft (denn Religion war ein Weg um viele Menschen auf eine gewisse Weise zu organisieren)
  • Die Juristik ordnet die Verhältnisse zwischen zwei Menschen, d.h. im Streitfall für Ordnung sorgen.
  • Die Medizin wiederum ordnet die Verhältnisse im Menschen, d.h. wenn ein Mensch krank ist, dann stimmt offenbar mit diesem etwas nicht. Daher ist Unordnung und wenn man Ordnung macht, dann genest der Mensch.

Zumindest ist das meine Interpretation zur Frage warum genau diese drei Studien so bedeutend waren. ;-)

Wenn jemand mehr dazu weiß, gerne kommentieren.

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[-] Kornblumenratte@feddit.org 2 points 1 day ago

Hatten die ersten Universitäten nicht noch Philosophie als vierte Fakultät? Oder wannekam die dazu?

[-] gandalf_der_12te@feddit.org 1 points 1 day ago

Philosophie war im Allgemeinen ein Teilgebiet der Theologie, soweit ich weiß. Ebenfalls wichtig im Theologiestudium war Logik, um folgerichtig denken zu können.

this post was submitted on 19 Feb 2026
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Philosophie

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Besonders abstrakte, allgemeine Philosophie ist gerne gesehen. (Also nicht das was im Alltag "Philosophie" genannt wird, in der Regel Hedonismus.)

Texte sollten nach Möglichkeit so klar und einfach verständlich wie möglich formuliert sein. Dies fördert die Lesebereitschaft und erhöht das Zielpublikum; wodurch der gesellschaftliche Gedanken-Austausch vermehrt wird.

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