Aus dem BR-Beitrag von drüben:
Generell warnen Alexandra Borchardt und auch Christian Simon aber davor, das Fediverse als neue Massenlösung zu überhöhen. Reichweiten seien noch begrenzt, auch wenn die vorhandene Nutzerschaft sehr engagiert sei. Mastodon hat weltweit aktuell über etwa 15 Millionen angemeldete Personen. Zum Vergleich: Instagram hat etwa zwei Milliarden, Facebook sogar über drei Milliarden. Entscheidend sei weniger die Ablösung der etablierten Plattformen, sondern eher eine Ergänzung.
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/social-media-ist-der-hoehepunkt-von-facebook-instagram-und-tiktok-vorbei,V0ICJ1x
Wir wissen ja auch aus überall woanders aus dem Internet, dass immer nur ein kleiner Teil der User wirklich einen Account hat. Und nur ein Bruchteil dann wirklich subscribed, liked und hochwählt. Und nur ein winziger Bruchteil der Leute nimmt wirklich aktiv teil. Reddit zeigt das auch schön - die Zahl der Impressions ist dort immer gewaltig höher als die Zahl der Votes oder Kommentare.
Das Fediverse zeigt immer nur die Interaktionen an und hat natürlich aufgrund der föderierten Natur Probleme genau festzustellen, wie häufig ein Post wirklich gesehen wurde.
Aber: Habt ihr Admins dazu irgendwelche Zahlen? Seht ihr in irgendwelchen Logs, wie viele hier wirklich mitlesen?
Genau das, es soll doch der Community an sich Spaß machen, sich auszutauschen. Nicht irgendwelchen Verwertern von Datenbanken. Sobald das Fediverse seinen menschlichen Charakter verliert und nur noch Bots und Trolle unterwegs sind, werden die Leute sich von diesem Netzwerk abwenden.
Leider ist heutzutage die Gefahr von KI Slop sehr groß. Helfen kann da nur, dass man sich im richtigen Leben auch noch austauscht. Bei Mastodon habe ich schon ein paar Leute im Real Life getroffen. Das Gute ist: durch die Dezentralität ist man näher an den Menschen dran. Wird einem der Server zu groß und zu unpersönlich, kann man ohne Probleme auf einen anderen wechseln.