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this post was submitted on 04 Feb 2026
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DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, Schweiz
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founded 2 years ago
MODERATORS
Ein Hauptgrund, der oft außen vorgelassen wird ist die Budgetierung durch die GKV. Ein Facharzt darf nur eine bestimmte Anzahl GKV-Patienten pro Quartal behandeln, wenn er mehr behandelt muss dieser sogar Strafe Zahlen. Jedem Dreijährigen würde auffallen, dass es bescheuert ist Leute zu bestrafen, wenn sie helfen. Leider hat die Regierung diese geistige Reife noch nicht erreicht, dort will man das bisher nur mal prüfen laut Koalitionsvertrag. Ja, das würde mehr Kosten bei den Krankenkassen verursachen - aber vielleicht gibt es ja dann auch weniger Langzeitkranke, die ein halbes Jahr oder länger auf Facharzttermine warten.
Der Gedanke wird doch vermutlich (hoffentlich) gewesen sein: "realistisch schafft er X, wenn er mehr behandelt, widmet er vermutlich jedem Einzelnen nicht genügend Zeit, das wollen wir nicht anreizen". Den fände ich sogar nachvollziehbar. Die ungewollte Konsequenz sieht nur halt anders aus. Vor allem in Kombination mit der künstlichen Begrenzung der Kassensitze.
Der offizielle Grund heißt Beitragsstabilität bei den GKV. Die könnte man jedoch auch durch Abschaffung der PKV und Beitragsbemessungsgrenzen erreichen.
Dies! Irgendwo hatte ich sich gelesen, dass den Ärzten dann betrug unterstellt wird, da sie so viele Patienten gar nicht behandeln können.
Ein weiterer Punkt ist, dass die vierteljährliche Ausschüttung der Krankenkassen/kassenärztlichen Vereinigung begrenzt ist. Die Ärzte wissen also, dass sie für x% der Patienten nicht bezahlt werden. Also fangen die an eine ruhige Kugel zu schieben sobald die ihr soll erfüllt haben.
Das Problem ist allerdings auch dass sich die Anzahl der bezahlten Fälle an den in der Vergangenheit abgerechneten Fälle bezieht. Da das ganze aber mit einer Verzögerung mit mehreren Jahren berechnet wird, weiß man als Arzt oft nicht ab wann man denn schon über der Grenze liegt