[–] [S] 2 points 14 hours ago (1 child)

Tut mir leid, wenn ich dir da widerspreche, ich merke, das Thema bedeutet dir was und du möchtest helfen. Erstmal vielen dank dafür!

Aber wenn ich sage "hey, hier sind ein paar hundert, jetzt gib mir Termine in diesem Monat und zwar ohne dass ich 10 Praxen anrufen muss" dann ist das schon meine Definition von vordrängen. Was ich auch völlig ohne Scham vorhab, weil ins Grab nehmen werd ich es nicht, und für die Rente sparen? Lol, lmao. Aber ich würde gerne vermeiden, dadurch jemand mit wirklich krassen Problemen raus zu werfen.

Kern meiner Frage ist also: gibt es irgendeine blöde Vorschrift, die sagt, wenn der Therapeut 3 Selbstzahler mehr nimmt, muss er dafür 3 GKV-ler weniger nehmen? Oder läuft das wie bei Ärzten, und du kriegst X GKV-ler bezahlt, und wie viele Private du abrechnest, ist dein Bier?

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  • [–] [S] 1 point 15 hours ago* (4 children)

    Naja, ich würd ja gerne.

    Ich seh aber auch ein, dass meine Probleme auf einem anderen Level sind als die von jemandem, der schwer depressiv oder schizophren ist. Wäre doof, dem seinen Platz wegzunehmen. Dass man da priorisiert ist ja auch grundsätzlich gut. Das ganze System ist halt beschissen.

    Aus verschiedenen Gründen wäre ich auch nicht so begeistert, wenn das in diversen Patientenakten landet. Und auf Kassenbürokratie und Widersprüche hab ich gerade keine Lust.

    Da ich in der glücklichen Lage bin, ganz gut zu verdienen, wäre es mir es wert, da mit Geld nach dem Problem zu werfen. Es ist schon unsozial genug, dass ich mich da vordrängel, da will ich nicht noch jemand anderen (potentiell buchstäblich) unter den Bus werfen wegen irgendwelcher GKV-Abrechnungs-Vorschriften.

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  • [–] [S] 4 points 17 hours ago

    Aber die Kassensitze und die Privatpraxen sind doch völlig andere Systeme. Kassensitze werden vergeben (von den GKV), Privatpraxis darf jede/r mit Approbation aufmachen, wie er/sie möchte. Mehr Privatpraxen helfen den GKV-"Kunden" auch nicht.

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    Ich bin einerseits in der glücklichen Situation, dass ich etwas Kleingeld über habe, andererseits aber einen Haufen Problemchen, mit denen ich alleine nicht weiter komme. Da Schwarzrot ja bekanntlich nicht möchte, dass Menschen (ihgitt) geholfen wird, und es dementsprechend Wartelisten wie dareinst beim Trabbikauf gibt, hab ich als leider nicht selbst- oder fremdgefährdender Mensch wenig Chancen auf die paar freien Plätze.

    Wenn ich jetzt also selbst zahlend zu einem Psychotherapeuten gehe, was sind die Folgen für mich, und für die Gesellschaft? Nehme ich wem, der es wirklich braucht, den Platz weg? Oder arbeitet dann einfach nur eine/r eine Stunde länger die Woche, weil die Kassenstunden gedeckelt sind? Wenn ich in keiner Kassenakte stehe, sieht das auch keine potentielle Berufsunfähigkeits-Versicherung o.ä., oder?

    Obligatorisch: es ist ein Schweinesystem, aber ich kauf mir halt lieber etwas Seelenfrieden als Kokain und Professionelle. Das klingt herzlos, aber irgendeine Motivation, arbeiten zu gehen, brauch ich auch.

    [–] 15 points 17 hours ago (4 children)

    Der Sauerlandkurier ist doch so ein werbefinanziertes Kleinanzeigen-Lokalblatt, oder? Wie kommt der dazu, im tiefschwarzen Sauerland gegen Merz zu schießen? Oder haben selbst die stock-konservativen Bauern mittlerweile keine Lust mehr auf den Grinsekater?

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